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Kuh "Yvonne" nach Quarantäne erstmals bei Tier-Sohn "Friesi"

Nach 72 Tagen Quarantäne durfte Kuh "Yvonne", die nach drei Monaten Flucht in Bayern wieder eingefangen worden war, am Sonntag erstmals zu ihrem Tier-Sohn "Friesi" in die Koppel auf Gut Aiderbichl im bayerischen Deggendorf. Mit riesigen Sprüngen ließ das berühmte Rindvieh seiner Freude freien Lauf, teilte Gut Aiderbichl am Montag mit.

 "Yvonne" gehörte ursprünglich einem Bauern in der Gemeinde Krems in Kärnten und hieß damals "Angie". Sie war laut dem Kärntner Bauern die beste Kuh im Stall, aber immer schon eine freiheitsaffine Individualistin. Der Landwirt verkaufte sie nach Bayern, wo sie gemästet und dann geschlachtet werden sollte.

"Yvonne" lebte drei Monate im Freien

Doch am 24. Mai lief "Yvonne" von der Weide weg und lebte danach über drei Monate in den Wäldern rund um Zangberg. Als "Yvonne" vor ein Polizeiauto rannte, wurde sie zum Sicherheitsrisiko erklärt und zum Abschuss freigegeben. Das Gut Aiderbichl kaufte dem Bauern die Kuh ab, um ihr im bayerischen Deggendorf eine neue Heimat zu geben.

Versuche, "Yvonne" einzufangen, scheiterten

Wochenlang scheiterten allerdings alle Versuche, das scheue Tier einzufangen. Selbst "Gespräche" einer Tierkommunikatorin mit der Kuh, die Lockrufe des Ochsen "Ernst", und Hubschrauber-Suchflüge mit Infrarotkamera ließen "Yvonne" kalt, bescherten aber Gut Aiderbichl die gesamte Saure-Gurken-Zeit im Sommer Schlagzeilen weit über die Landesgrenzen hinaus. Selbst der New York Times war sie einen Bericht wert. Und kaum waren Anfang September alle Fangversuche gestoppt, stand das Vieh plötzlich freiwillig vor dem Gatter einer Weide in Ampfing (Landkreis Mühldorf a. Inn) und wurde eingelassen.

"Yvonne" stand 72 Tage unter Quarantäne

"Yvonne" wurde nach Deggendorf transportiert und musste sich 72 Tage lang einer Stallquarantäne unterziehen. Da "Yvonne" über sechs Wochen in Freiheit gelebt hatte, verlor sie ihren Gesundheitsstatus, den sie mit der Quarantäne wiedererlangen musste. Amtlich genehmigt durfte sie gestern schließlich mit ihrem "Friesi" und den Stallkollegen "Waltraud" und "Waldi" in eine gesicherte Koppel freigelassen werden. (APA)
(Quelle: S24)

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