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Kulturpolitische Problemzonen in Stadt und Land Salzburg

Zum Wahlkampf-Abschluss für die Landtags- und Gemeinderatswahlen formulierte der Dachverband Salzburger Kulturstätten in einer Aussendung am Freitag noch einmal die aus seiner Sicht wichtigsten kulturpolitischen Anliegen. S24-Archivvideo: Mark-Provisorium nur eingeschränkt nutzbar 

Die Suche nach Räumlichkeiten für das Jugendkulturzentrum Mark.freizeit.kultur ist das zentrale kulturpolitische Thema für die Stadt Salzburg: Zwar hat das MARK nun mit dem alten Musikum in der Nonntaler Hauptstrasse eine Übergangsbleibe, damit aber gleichzeitig das Problem, keine eigenen Veranstaltungsräumlichkeiten zu besitzen. Der Ansturm von Jugendlichen auf die Übergangsräumlichkeiten ist enorm und die Problemlage sei den Spitzenkandidaten der Stadt-Parteien auch einer bewusst, so der Dachverband. Dies hätten die Politiker in einer kulturpolitischen Diskussion in der ARGEkultur bewiesen. Die Zeit für eigene Veranstaltungsräumlichkeiten dränge aber, denn das Mark habe seit über 18 Monaten keine eigene Bleibe.

Auf Landesebene habe es in den letzten 14 Monaten für die freie Salzburger Szene positive Entwicklungen gegeben: so etwa die Erhöhung der Fördermittel für zeitgenössische Kultur, ein adäquates Instrument zur Förderung zukunftsweisender kultureller Projekte mit Podium 09 oder die Pläne zur strukturellen mittelfristigen Absicherung der Kulturstätten. Für die unmittelbare Zukunft bleiben laut Dachverband zwei zentrale kulturpolitische Projekte: die Erhöhung des Fördervolumens für die Radiofabrik – in einem ersten Schritt hier die Aufstockung der Förderungen des Landes (von derzeit 21.000 Euro auf 52.000 Euro) analog zum Fördervolumen der Stadt Salzburg. Dies ist für die Interessenvertretung eine kultur- wie demokratiepolitische Notwendigkeit – ebenso wie die Gewährleistung des Jahresbetriebes des einzigen nicht-kommerziellen Rundfunksenders im Bundesland Salzburg.

Im Fall des herbeigesehnten Kulturhauses für den Lungau seien die Pläne laut Kulturverband bereits fortgeschritten: die Verhandlungen zwischen den Vertretern der Gemeinde Tamsweg und dem Land Salzburg seien über die Projektphase hinausgetreten und Pläne sowie das Nutzungskonzept für “Kubus 1024” lägen bereits vor. Der Dachverband wartet nun nur noch auf einen Regierungsbeschluss nach dem 1. März.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 17.05.2021 um 01:40 auf https://www.salzburg24.at/archiv/kulturpolitische-problemzonen-in-stadt-und-land-salzburg-59613220

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