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Land Salzburg: Drei Millionen Euro fehlen im Personalbereich

Im aktuellen Personalbudget fehlen für 2009 drei bis 3,5 Millionen Euro, so Landesrat Josef Eisl (ÖVP). Zusätzlich wurde in den Regierungsverhandlungen vereinbart, zwei Millionen Euro durch einen Aufnahmestopp einzusparen. Scharer: ÖVP bei Personalaufnahmen zugestimmt

Angesichts dieser großen finanziellen Lücke will Eisl einen Regierungsbeschluss, dass die fehlenden Gelder in seinem Ressort aus dem allgemeinen Budget bedeckt werden. Außerdem fordert er Gespräche über eine genauere Interpretation des Aufnahmestopps. Manche Posten müssten nachbesetzt werden, damit der Amtsbetrieb funktioniere. “Das Land kann nur dann Mitarbeiter einstellen, wenn ich auch die Gehälter bezahlen kann”, so Eisl in einem Pressegespräch. Nach einer Einigung mit dem Regierungspartner über das weitere Vorgehen will Eisl die laufenden Besetzungsverfahren – immerhin geht es dabei um rund 60 Posten – rasch abschließen.

Er übte heftige Kritik an der SPÖ, die in den vergangenen Jahren für das Personal zuständig gewesen ist. Der Dienstpostenplan sei “bis zum Plafond” aufgefüllt worden. Die Zahl jener Stellen, die zuvor mühsam eingespart worden seien – rund 60 Dienstposten -, habe Scharer wieder aufgefüllt. Aktuell werden 2.772 Mitarbeiter beschäftigt, berichtete der Personalchef des Landes, Michael Cecon. In den Jahren zuvor hatte man um 40 bis 50 Posten weniger besetzt.

In seiner Personalpolitik wolle er Leistung vor Parteizugehörigkeit stellen, sagte Eisl. Der Großteil der Mitarbeiter sei höchst engagiert und mit großem Einsatz dabei. Er werde den Mitarbeitern in Hinkunft möglichst schnell mitteilen, welche Posten gestrichen werden und welche nicht. Es gehe auch darum, rechtzeitig nachzubesetzen, um den Transfer von Wissen zu gewährleisten. In der Regierung habe man eine größere Flexibilität bei Umschichtungen von Personal vereinbart.

Die Zeiten für strukturelle Änderungen im Landesdienst und Reformen sind gut: In den nächsten Jahren gehen etwa ein Fünftel der Mitarbeiter in Pension, darunter auch viele Führungskräfte.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 09.05.2021 um 10:09 auf https://www.salzburg24.at/archiv/land-salzburg-drei-millionen-euro-fehlen-im-personalbereich-59618350

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