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Land will Pflegezentrum in der Christian-Doppler-Klinik errichten

Salzburg-Stadt – Bei der Sitzung der Salzburger Landesregierung wurde ein Bericht über die geplante Errichtung eines Pflegezentrums in der Christian-Doppler-Klinik zur Kenntnis genommen. Geplant ist eine vom Land finanzierte Einrichtung für Sonderformen der Pflege mit eigener Betriebsorganisation.

Die Errichtung eines Pflegezentrums in Anbindung an die Christian-Doppler-Klinik wäre ideal, da damit ständig zu betreuende Personengruppen zuhause wohnen und durch das Spital, an welches das Pflegezentrum räumlich angegliedert ist, versorgt werden können, heißt es in dem Bericht. Bei diesen Sonderformen der Pflege handelt es sich beispielsweise um spezielle Krankheiten wie ausgeprägte Demenz, psychomotorische Unruhe, Wachkomapatienten oder Patienten, die Kanülenträger sind.

Die Errichtung des geplanten Bauwerkes soll durch einen gemeinnützigen Bauträger erfolgen. Der Baubeginn für das neue Pflegezentrum ist für Ende 2010 Anfang 2011 geplant, berichtet das Land in der entsprechenden Aussendung.

Das Pflegezentrum soll durch eine eigens zu errichtende gemeinnützige Betreibergesellschaft betrieben werden. Als Gesellschafter sind die Humanocare mit einer Beteiligung in Höhe von 50 Prozent, die SALK mit einer Beteiligung in Höhe von 40 Prozent und der MS-Fonds mit einer Beteiligung in Höhe von zehn Prozent vorgesehen. Die Aufteilung der insgesamt 90 geplanten Betten im Pflegezentrum soll folgende Patientengruppen betreffen: 30 Betten für Demenz (Alzheimersche Erkrankung); 30 Betten für chronisch neurologische Erkrankungen und Patienten mit multiplen Erkrankungen, bei denen neurologische Phänomene überwiegen; zehn Betten für Wachkomapatienten; 20 Betten für Multiple-Sklerose-Patienten.

Die erforderlichen Tarife für das Pflegezentrum müssen im Salzburger Sozialhilfegesetz entsprechend adaptiert werden. Es ist daher vorgesehen, die gesetzlichen Grundlagen im Salzburger Sozialhilfegesetz zu ändern. Die Tarife sind wie folgt vorgesehen: Demenz- und neurologische Patienten 102,60 Euro, Wachkommapatienten 143 Euro. Für das MS-Haus, das aus der Salzburger Behindertenhilfe seine Leistungen für unterstützungswürdige Patienten erhält, ist ein Tagsatz von 133,10 vorgesehen. Die kalkulierten Investitionskosten für Gebäude, Einrichtung und Sondereinrichtung in Höhe von zehn Millionen Euro sollen größtenteils über Wohnbaufördergelder des Landes sowie über Annuitätendarlehen finanziert werden.

Auf Antrag von Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer wurde als zusätzlicher Punkt beschlossen, dass die von der Abteilung 10 (Wohnungswesen) für die Realisierung des Pflegezentrums Christian-Doppler-Klinik notwendige Aufbringung der Fördergelder zu keiner zeitlichen Verzögerung von Heimprojekten in anderen Gemeinden des Landes führen dürfe. Für das Protokoll merkte Haslauer an, dass die ÖVP-Regierungsmitglieder davon ausgehen, dass für die Landespflegeanstalt Mülln bis 12. Jänner 2009 ein Sanierungs- und Ausbaukonzept vorliegt, wobei für die Arbeitsausschusssitzung am 12. Jänner 2009 die Vorlage des Baubestandsberichtes zugesagt wurde.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 17.09.2019 um 12:51 auf https://www.salzburg24.at/archiv/land-will-pflegezentrum-in-der-christian-doppler-klinik-errichten-59608678

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