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Landertinger eroberte Rang zwei im Massenstart

Bester Biathlet der Gegenwart: Martin Fourcade Salzburg24
Bester Biathlet der Gegenwart: Martin Fourcade

Österreichs Biathleten haben ausgerechnet im nordischen Skisport-Mekka beim Saisonfinale noch ein tolles Lebenszeichen gegeben. Nach dem Sieg durch Simon Eder im Verfolgungsrennen erkämpfte sich ein fehlerfreier Dominik Landertinger mit Rang zwei im Massenstart seinen einzigen Weltcup-Podestplatz der Saison. Er musste sich am Sonntag in Oslo nur Gesamtsieger Martin Fourcade beugen.

Landertinger blieb als einziger Athlet des gesamten Feldes fehlerfrei und wies am Ende nur sieben Sekunden Rückstand auf den zweifachen Olympiasieger von Sotschi auf. Für Fourcade, der mit einem Wechsel in den Langlauf liebäugelt, war es Saisonsieg Nummer fünf. Rang drei ging an den Slowenen Jakov Fak (+ 32,9 Sek.).

Für Landertinger hatte der Tag gar nicht so gut begonnen, musste der Hochfilzener doch sogar um seinen Einsatz bangen, weil sich bei seinem Schuh die Sohle gelöst hatte. Erst knapp vor dem Rennen organisierten die Betreuer einen Reserveschuh. Zudem verzeichnete der Sprint-Silbermedaillengewinner von Sotschi beim Aufwärmen auch noch einen Stockbruch.

"Das Ergebnis ist einfach genial, noch dazu, wo ich vor dem Start die Sohle von meinem Schuh verloren habe. Ich befürchte, die habe ich etwas zu heiß getrocknet", sagte Landertinger lachend. "Gott sei Dank habe ich noch rechtzeitig einen Schuh bekommen. Das war ein riesiger Schock und offenbar ein richtiger Adrenalinkick. Am Schießstand ist es heute super gelaufen und läuferisch war jede Runde am Limit. Jetzt bin ich einfach nur noch fix und fertig, aber auch glücklich und zufrieden", versicherte der Tiroler.

Ausgezeichnet schlug sich auch der 22-jährige Steirer David Komatz, der erst am Renntag als erster Ersatzmann für den ausgefallenen Russen Jewgenij Ustjugow in seinen ersten Massenstart-Bewerb gerutscht war. Mit nur einem Schießfehler positionierte sich der Nachwuchsmann als Zwölfter mitten in der Elite.

"Ich wusste, dass ein gutes Ergebnis nur über eine starke Schießleistung möglich ist. Mit einem Fehler bin ich mehr als zufrieden. In der letzten Runde ist mir etwas das Gas ausgegangen, aber mit dem Ergebnis bin ich natürlich glücklich", erklärte Komatz. Zweiter Ersatzmann wäre übrigens Christoph Sumann gewesen. Bei einem weiteren Ausfall wäre die Karriere des 38-jährigen Steirers um einen Tag prolongiert worden.

Für den Vortages-Sieger Simon Eder, der sich bis nach dem dritten Schießen noch in den Top 5 hielt, war zwei weitere Fehlschüsse (insgesamt drei) zu viel für einen Spitzenplatz. Er landete an 19. Stelle (+1:34,9). Neben Sumann beenden übrigens auch die beiden Schweden Björn Ferry und Carl Johan Bergman ihre Laufbahn. Der 40-jährige Superstar Ole-Einar Björndalen hatte sich ja entgegen früherer Aussagen doch noch entschieden, weitere zwei Jahre anzuhängen.

Und auch auf Funktionärs-Ebene gab es einen Rücktritt: IBU-Renndirektor Franz Berger legte seine Funktion nach neun Jahren zurück. "Ich werde dem Biathlonsport aber weiterhin erhalten bleiben und die IBU bei Projekten unterstützen. Zudem wartet mit der Heim-Weltmeisterschaft 2017 in Hochfilzen eine neue Aufgabe auf mich", erklärte der Tiroler.

(Quelle: S24)

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