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Lebendiger Ort der Forschung und des Dialoges

Salzburg-Stadt – Am Freitag wurde das “Stefan Zweig Centre” in der Edmundsburg am Salzburger Mönchsberg eröffnet. Archiv:&nbspS24-Video&nbsp

“Salzburg eröffnet heute – beinahe ein Dreivierteljahrhundert nach Zweigs Weg ins Exil und auf den Tag genau an seinem 127. Geburtstag – ein ‘Haus für Stefan Zweig‘. Es ist ein Haus für all jene, die diesem großen und leidenschaftlichen Europäer einen wertvollen geistigen Orientierungspunkt für die gemeinsame Suche nach sinnstiftenden Ideen für die Zukunft Europas sehen.” Dies sagte Landeshauptfrau Gabi Burgstaller am Freitag anlässlich der Eröffnung des Centres auf der Edmundsburg. Das Haus sei keine leblose “Weihestätte”, sondern ein lebendiger Ort der Forschung, des Dialoges im Geiste der Toleranz, der Offenheit und eines zeit- und grenzenlosen Humanismus, so die Landeshauptfrau weiter: “Das vereinte Europa braucht Kraftzentren wie dieses! Wir alle dürfen stolz auf diesen hoffnungsvollen Neubeginn über den Dächern Salzburgs sein.”

Die Landeshauptfrau erinnerte auch an die lange Vorgeschichte der Eröffnung des Zentrums mit vielen engagierten und zähen Bemühungen um die Bewahrung des Salzburger Erbes von Stefan Zweig. Unter den unermüdlichen Aktivitäten der Stefan-Zweig-Gesellschaft ragen die Zweig-Ausstellungen von 1961, 1981 und 1992 besonders heraus, ebenso wie das Symposium im Schloss Leopoldskron anlässlich des 50. Todestages des Autors (1992), der Internationale Kongress im Hotel Stein 1998, die Gründung der Internationalen Stefan-Zweig-Gesellschaft im selben Jahr und die Feier in der Residenz vor genau zwei Jahren anlässlich des 125. Geburtstages von Stefan Zweig.

Die Kooperationsvereinbarung für das “Stefan Zweig Centre” zwischen Paris-Lodron-Univer-sität, Stadt und Land Salzburg wurde auf fünf Jahre abgeschlossen und regelt die gemeinsame Finanzierung durch die drei Partner, die organisatorische Einrichtung und Realisierung sowie die Anknüpfung an die Universität als wissenschaftliche Basis. Die Universität Salzburg stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung, Stadt und Land Salzburg übernehmen die Kosten für eine Generalsekretariats- und eine Sekretariatsstelle sowie für die Planung und Durchführung von verschiedenen Aktivitäten. Heuer fördern Stadt und Land Salzburg das Zentrum mit je 42.500 Euro, für die weiteren vier Jahre von 2009 bis 2012 werden je 52.500 Euro eingesetzt. Gemäß Vertrag wird das “Stefan Zweig Centre” in den Fachbereich Germanistik der Universität Salzburg rechtlich eingebunden sein.

Die wissenschaftliche Leitung haben der Fachbereichsleiter, ao. Univ.-Prof. Karl Müller, der Leiter des Zentrums für Jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg, ao. Univ.-Prof. Gerhard Langer, und Hildemar Holl, Leiter der Fachbereichsbibliothek Germanistik, inne. Dr. Klemens Renoldner führt als Generalsekretär die Geschäfte des “Stefan Zweig Centres”.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.06.2019 um 02:37 auf https://www.salzburg24.at/archiv/lebendiger-ort-der-forschung-und-des-dialoges-59606317

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