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"lebens(un)wert": Gedenkfeier beim Euthanasie-Mahnmal

Salzburg-Stadt – Noch bis 2. November ist die Ausstellung „lebens(un)wert: NS-Euthanasie im Land Salzburg“ im Salzburg Museum zu sehen. Am Dienstag gedachten rund 100 Menschen bei einer Gedenkfeier beim Euthanasie-Mahnmal im Kurgarten der mehr als 400 Salzburger Opfer. Video 

Bürgermeister Heinz Schaden sagte, diese „besonders verletzliche Opfergruppe verlangt besondere Erinnerung“. Die Stadt werde – wider das Vergessen – die NS-Euthanasie gerade für die junge Generation immer wieder zum Thema machen. „Wir wollen damit den Nachweis erbringen, dass wir eine zivilisierte Nation, eine Kulturstadt, dass wir Menschen sind - und Menschen bleiben wollen.“

Vor Hofrat Marko Feingold von der Jüdischen Kultusgemeinde, Schülerinnen und Schülern des Musischen Gymnasiums und der Kindergartenschule sowie weiteren Besuchern betonte Ausstellungsmacher Walter Reschreiter vom Verein Laube, dass im Zuge des 1940 losgetretenen Vernichtungsfeldzuges gegen das „unwerte“ Leben von den Nazis auch tausende Säuglinge getötet worden seien. Der Gesellschaft falle die Erinnerung an die Euthanasie noch immer schwer. Täter hätten nach dem Ende des Nazi-Regimes oft ein „normales“ Leben weiter geführt…

Die Ausstellung „lebens(un)wert“ will, so Reschreiter, den Opfern ihren Namen und Platz zurückgeben. „Mit dieser Feier sind wir nun mitten in der Stadt angekommen“, freut er sich. Die Gedenkfeier soll künftig jedes Jahr stattfinden.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 22.09.2019 um 10:49 auf https://www.salzburg24.at/archiv/lebensunwert-gedenkfeier-beim-euthanasie-mahnmal-59603713

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