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Literaturhaus Programm November 2009

Mehmet Murat Somer: “Der Kuss-Mord” | Krimi-Lesung & Gespräch (türkisch/deutsch)Dienstag, 24. November 2009, 20 Uhr | Literaturhaus Salzburg

„Eine sexy Miss Marple, die auch noch ein richtiger Mann ist! Sehr amüsant, spannend und schrill - mehr davon, bitte …“ (Lilo Wanders)   In seinen „Hop-Çiki-Yaya“-Krimis (ein türkisches Synonym für feminine Schwule) bricht der türkische Schriftsteller Mehmet Murat Somer ein Tabu seiner Heimat: die Prostitution von Transvestiten und Transsexuellen. Er entfaltet in diesem Milieu „eine dynamische Phantasiewelt. Weil die Geschichten die bittere Wirklichkeit immer wieder streifen, sind sie so aktuell und erfolgreich.“ (ARTE Metropolis). Dabei platziert der Autor sein Romanpersonal geschickt zwischen Klischee und Kunstfigur.   „Somers Held, die Nachtclub-Transe, ist witzig, belesen und selbstbewusst. Als Kerl ein Supermann mit Kampfsporterfahrung - und im Fummel eine begehrenswerte Granate mit Hang zu Uniformträgern: eine türkische Schwester von Lena Odenthal aus dem ‚Tatort’, nur mit perfekterem Make-Up, höheren Absätzen und einem aufregenderem Sexleben.“ (Der Spiegel)   Nach dem ersten Band der Hop-Çiki-Yaya-Thriller-Serie „Die Prophetenmorde“ folgt also der zweite, rasend komische Fall aus dem Istanbuler Rosa-Licht-Milieu des „türkischen Pedro Almadóvar“: „Der Kuss-Mord“ (Tropen, 2009). Auch dieses Mal bleibt keine Zeit zum Schminken! Denn abermals erschüttert ein ungeklärter Kriminalfall das Istanbuler Nachtleben. Erneut muss SIE - Schrägstrich ER - die Ermittlungen aufnehmen.   Moderation: Peter Jobst. Deutsche Lesung: Peter Arp.   Mehmet Murat Somer, geboren 1959 in Ankara. Nach einem Ingenieur-Studium arbeitete er als Banker und Unternehmensberater. Seit 2003 schreibt er an der international überaus erfolgreichen Hop-Çiki-Yaya-Serie, von der bereits sechs Bände erschienen sind. Der Autor lebt am Handlungsort seiner Romane, in Istanbul.   Eintritt: E 6/5/4 Veranstalter: Verein Literaturhaus, Hosi   __________

 

Montag, 14. September 2009 bis Donnerstag, 17. Dezember 2009Veranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg Eva Wal„Sonne, Mond und Zeit“Ausstellung Zwei Lichtkreise werden auf gegenüberliegende Wände projiziert. In den Kreisen drehen sich scherenschnittartige Figuren in überlagerten Bildern miteinander und ineinander. Eine weitere Projektion zwischen den beiden Lichtkreisen - die Bilder entstehen durch Überlagerung. Immer wieder tanzen Papierkraniche und deren Schatten im Bild, dazu kommen atmosphärische Geräusche, Klänge und Wortfetzen. In den drei Videoprojektionen überlagern sich Zeiten und Parallelzeiten, vereinen sich Welten und Parallelwelten, mythologische Figuren, Wesen unbekannter Herkunft und symbolhafte Elemente in poetischen Bildern zu einem kosmischen Geschehen und Klang: Sonne, Mond und Zeit. Dreh- und Angelpunkt dieser sich drehenden und bewegten Bilder ist die Planetenmaschine: Durch eine Handkurbel kann ein hölzernes, durch Treibriemen verbundenes Räderwerk in Gang gesetzt werden, dass in diesem Ensemble allerdings in Ruhe bleibt. Die Planetenmaschine ist in der Ausstellung im Literaturhaus verbindendes Element der Lichtbilder, die wie Gucklöcher in ferne Galaxien und virtuelle Planetenbahnen gesehen werden dürfen. Durch ihre erkennbare Funktionalität und den bewussten Stillstand in der Schau fordert sie zur Ruhe auf und gibt dem Moment Raum. Ergänzt wird die Ausstellung „Sonne, Mond und Zeit“ durch Gewebe-Texte, Schrift-Bilder, auf denen vorwärts und rückwärts geschriebene Wörter eine Textur ergeben, gleich einem gewebten Stoff. Eva Wal wurde 1966 in Hamburg geboren. Nach dem Studium der Musikpädagogik und Germanistik absolvierte sie eine Ausbildung zur Geigenbauerin. Seit 1996 regelmäßige Ausstellungstätigkeit, Lesungen und Konzerte, Klang- und Rauminstallationen, Video, Film, Performances in England, Frankreich, Polen, Ecuador u.a., Veröffentlichung von Lyrik und Prosa. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr und bei AbendveranstaltungenEintritt: frei ______________  Montag, 2. November, 20 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg Alan Pauls„Die Vergangenheit“ Lesung & Gespräch (span./dt.) „Einer der größten lebenden Autoren Südamerikas!“ (Roberto Bolaño über Alan Pauls) Alan Pauls Roman „El Pasado“ - dt. „Die Vergangenheit“ (Klett-Cotta, 2009; aus dem Span. von Christian Hansen) - ist ein Epos über die Erziehung des Herzens, eine opulente Liebesgeschichte über die Metamorphosen der Leidenschaften, wenn sie ins Dunkel ihrer achwelt geraten. Ein großes Stück Literatur des wichtigsten argentinischen Gegenwartsautors. Moderation & Übersetzung: Christopher F. Laferl. Deutsche Lesung: Peter Arp. Nach zwölf Jahren absoluter Liebe, die die Welt nach ihrem Ebenbild zu formen schien, trennen sich Rímini und Sofía. Es sind die 1980er Jahre in Buenos Aires, und für den dreißigjährigen Rímini ist alles wieder so funkelnd wie zu Beginn. Er entdeckt das Begehren neu und wirft sich mit einer jüngeren Frau in eine rauschhafte Suche nach der verlorenen Zeit. Aber seine Liebe zu Sofía ist nicht gänzlich erloschen, sie hat nur ihre Form verändert. Und als Sofía überraschend in sein Leben zurückkehrt, trägt die frühere Liebe das Antlitz des Entsetzens. Ein ums andere Mal erscheint sie ihm als Rachegespenst, um ihn zurückzuerobern, zu quälen, vielleicht zu retten. Und so gerät Rímini in ein Inferno aus emotionaler Erpressung, Verrat und Drogen. Am Ende droht ihm, dass er alles verliert. Oder gibt es eine Liebe nach der Liebe? Alan Pauls, geboren 1959 in Buenos Aires, hat Literatur gelehrt, daneben Drehbücher, Filmkritiken, Essays und vier Romane geschrieben. Er arbeitet derzeit als Redakteur bei einer großen argentinischen Tageszeitung.  „In jeder Hinsicht eine zutiefst beglückende Lektüre.“ (The Independent) Eintritt: E 6/5/4Veranstalter: Verein Literaturhaus ____________  Dienstag, 3. November 2009, 20 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg Katja Lange-Müller & Robert Menasse„Die Nacht, in der die Mauer fiel“ Lesung & Gespräch „Wo man zum Jubiläum des Mauerfalls eher Ermüdung befürchtet hätte, kann man sich plötzlich nicht satt lesen an diesen literarischen Zeugnissen. Gerade weil der Einzelne darin meist quer zu den Ereignissen steht, sind es Beglaubigungen der friedlichen, sinnvollen Veränderbarkeit der Welt.“ (FAZ) Vor 20 Jahren veränderte sich die Welt, der 9. November 1989 ging in die Geschichtsbücher ein: Die auf einer Pressekonferenz der DDR-Regierung irrtümlich verlesene Mitteilung, Reisen in den Westen seien ab sofort möglich, löste einen Sturm auf die Berliner Mauer aus, dem sich die Grenzsoldaten nicht widersetzen konnten. Nach 28 Jahren öffnete sich der Eiserne Vorhang. Wer die Nacht, in der die Mauer fiel, nicht verschlief, feierte auf den Straßen … 25 Autoren aus Ost und West lassen im Band „Die Nacht, in der die Mauer fiel“ (Suhrkamp, 2009) die historische Nacht Revue passieren. In persönlichen Texten, die eigens für dieses Buch geschrieben wurden, erzählen sie, was sie erlebten, was sie fühlten und wie sie sich heute daran erinnern. Im Literaturhaus stellt Herausgeber Renatus Deckert gemeinsam mit Katja Lange-Müller und Robert Menasse das Buch vor. Und der österreichische Autor liest aus seinem neuen Buch „Ich kann jeder sagen: Erzählungen vom Ende der Nachkriegsordnung“ (SV, 2009). Katja Lange-Müller, geboren 1951 in Ostberlin, lernte Schriftsetzerin, arbeitete als Hilfspflegerin auf psychiatrischen Stationen, lebte ein Jahr in der Mongolei und verließ 1984 die DDR. Viele Preise (z.B. Ingeborg-Bachmann-Preis 1986, Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2008) und Veröffentlichungen, zuletzt: „Böse Schafe“ (Roman, 2007). Robert Menasse, geboren 1954 in Wien, studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft und arbeitete an der Universität Sao Paulo, seither freier Autor und Übersetzer. Viele Preise (z.B. Joseph-Breitbach-Preis 2002, Erich-Fried-Preis 2003) und Veröffentlichungen, zuletzt „Permanente Revolution der Begriffe“ (Essays, 2009). Eintritt: E 6/5/4Veranstalter: Verein Literaturhaus __________   Donnerstag, 5. November 2009, 10.30 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg Herwig Gottwald„Literatur und Mythos Teil II: Von der Romantik bis zur Gegenwart“Literaturfrühstück Bereits in der Forderung der Romantiker nach einer „Neuen Mythologie“ klingt ein grundlegendes Bedürfnis vieler von Aufklärung und Modernisierung enttäuschten Schriftstellerinnen und Schriftsteller an: Die „Entzauberung der Welt“, die allmähliche Bewusstwerdung defizitärer Aspekte moderner Wissenschaften und Technologien führt in Literatur und Kunst zur Wiederentdeckung der ästhetischen Potentiale des Mythos bzw. des mythischen Denkens. In mehreren Wellen kommt es in der Folge zu regelrechten Mythos-Konjunkturen als Reaktion auf Orientierungsverluste und Sinndefizite. Anhand von Beispielen aus Literatur und Kunst des 19. Jahrhunderts (F. Schlegel, Heine, Wagner und Nietzsche) versucht der Vortrag einleitend, diese Entwicklungen nachzuzeichnen. Anschließend werden die beiden wichtigsten literarischen Mythos-Debatten des 20. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum skizziert: die Auseinandersetzung um die Wiederkehr des Mythos in der Zwischenkriegszeit, vor dem Hintergrund des heraufdämmernden Faschismus, sowie die Mythos-Renaissance in der jüngsten Zeit, der sog. „Postmoderne“. Beim Literaturfrühstück - wie immer bei Kaffee und Gebäck - wird Herwig Gottwald, Professor für Literaturwissenschaft am Fachbereich Germanistik in Salzburg, anhand ausgewählter Texte u.a. von Thomas Mann, Hermann Broch und von Christa Wolf, Christoph Ransmayr, Peter Handke und Botho Strauß typische Beispiele für moderne und zeitgenössische Auseinandersetzungen ein Kernthema europäischer Kulturgeschichte vorstellen. Eintritt: E 5/4/3Veranstalter: Salzburger Literaturforum Leselampe  ____________  Dienstag, 10. November 2009, 20 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg Aleš šteger„Preußenpark“Nachbar.Literaturen Ein Dichter aus Slowenien flaniert durch Berlin, er sieht und spürt und riecht die Lichter, das Gewebe, die Ausdünstungen dieser Stadt, in der sich wechselvoll und reichhaltig Geschichte niedergeschlagen hat. Die Stadt der Preußen und der Türken, der Russen und der Juden, der Polen und der Amerikaner. Das Geisterhaus für Schriftsteller am Wannsee, die dort alle schon einmal daran dachten, sich umzubringen, eine U-Bahn-Station in Wedding, vom Geheul der alten Germanen heimgesucht, der perfekt ausgeschilderte Dahlemer Waldfriedhof, wo das Grab des Dr. Benn kaum zu finden ist, - es sind noch weit mehr Berliner Orte und Räume, aufgeladen mit Bedeutung und überreich an Bedeutung, an denen sich der slowenische Autor Aleš šteger im Laufe eines Jahres nicht zurechtgefunden hat. In dreißig Prosastücken und lyrischen Miniaturessays hält er fest, was er in Berlin sah und hörte.Einführung und Moderation: Ludwig Hartinger. „Berlin ist die Stadt der Bäckereien. Straßen, in denen sich zufällig noch keine Bäckerei befindet, sollte vorübergehend das Namensrecht entzogen werden, sie sind den Straßen zuzuschlagen, wo aus jeder zweiten Tür der warme Duft nach Mehl und Butter strömt und knusprige Halbmonde im Schaufenster unstillbare Gelüste verheißen.“ Aleš šteger, geboren 1973, ist freischaffender Schriftsteller und Übersetzer. Er lebt in Ljubljana. Zuletzt erschien in deutscher Sprache der Prosaband „Preußenpark“ (Suhrkamp Verlag, 2009). Eintritt: E 6/5/4Veranstalter: Salzburger Literaturforum Leselampe ______________   Mittwoch, 11. November 2009, 20 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg David Peace„Tokio im Jahr Null“Lesung & Gespräch (engl./dt) „‚Tokyo Year Zero’ ist dem gesellschaftskritischen ‚roman noir’ zuzuordnen. Doch seine Sprache überwindet Genregrenzen. Gekonnt durchdringt David Peace die menschliche Seele. Eine Lektüre, die man nicht unbeschadet übersteht.“ (ARTE kultur) David Peace gilt als Rebell, seine Geschichten sind schwärzer als schwarz. Als der britische Autor zum ersten Mal auf Deutsch übersetzt wurde, gewann er sofort den Deutschen Krimi-Preis 2006 für den besten ausländischen Krimi. Jetzt erscheint der erste Band seiner Tokio-Trilogie „Tokio im Jahr Null“ (Liebeskind, 2009) - und der erfolgreiche Krimiautor kommt erstmals nach Salzburg, um sein Buch vorzustellen. Deutsche Lesung: Peter Arp. Moderation/Übersetzung: Wolfgang Görtschacher. Schauplatz ist Tokio, August 1946 bis 1952, zur Zeit der amerikanischen Besatzung. In einem rhythmisch-trocken-poetischen Stil nimmt der Autor den authentischen Fall des Serienmörders Kodaira Yoshiu auf, der unmittelbar nach Kriegsende in Tokio zehn Frauen brutal ermordete, und schickt den zwielichtigen Bullen Minami auf seine Spur. „Serienmörder interessieren mich absolut nicht. Was mich interessiert, ist, wie sich ihre Verbrechen auf ihre Zeit und auf die Gesellschaft auswirken können … Mich fasziniert, wie Tokio aus den Trümmern wiederauferstanden und zu einer futuristischen und hochmodernen Stadt geworden ist.“ (David Peace) David Peace, geboren 1967 in Ossett, West Yorkshire, England. Nach dem Studium arbeitete er als Englischlehrer in Istanbul, ab 1994 lebte er mit Familie in Tokio, seit 2009 wieder in seiner Geburtsstadt. Berühmt und mehrfach ausgezeichnet wurde er für das „Red Riding Quartet“, bestehend aus den Romanen „1974“, „1977“, „1980“ und „1983“ - alle haben als Hintergrund die Morde des „Yorkshire Rippers“. Seit 2007 schreibt er an einer Tokio-Reihe. Vier seiner Bücher wurden bisher verfilmt. Er erhielt u.a. den „Grand Prix du Roman Noir“ und wurde in die renommierte „Granta’s List of Best Young British Novelists“ aufgenommen. Eintritt: E 6/5/4Veranstalter: Verein Literaturhaus, Universität Salzburg/FB Anglistik & Amerikanistik _______________ Freitag, 13. November 2009, 20 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg Tiziano Scarpa„Stabat Mater“Lesung & Gespräch (ital./dt.) Einführung, Übersetzung & Moderation: Ines Schütz. „Gibt es irgendwo den reinen Klang, der nicht an ein Instrument gebunden ist, das ihn hervorbringt? Den Klang, der sich von der Saite löst, die Stimme, die nicht in der Kehle gefangen ist, von der aus sie ins Freie dringt? Den Klang und die Stimme, die frei durch die Luft schweben, ohne von irgendwoher zu kommen?“ Venedig im 18. Jahrhundert. Das Ospedale della Pietà, ein Kloster und Waisenhaus. Das Mädchen Cecilia wächst dort auf, sie spielt Violine im Orchester des Waisenhauses, das berühmt ist unter den Italienreisenden. Als Jugendliche beginnt Cecilia nach ihrer Identität zu fragen und Briefe an die unbekannte Mutter zu schreiben. Ihr Leben ändert sich mit der Ankunft des neuen Violinlehrers, Antonio Vivaldi, der Cecilias Talent erkennt, für sie Sonaten komponiert und ihr verspricht, eine gefeierte Musikerin aus ihr zu machen. Cecilia wird zur Konkurrentin des Meisters. Tiziano Scarpa hat diesen Roman wie ein Musikstück komponiert. Auf elegische und furiose Variationen des Themas folgt ein überraschendes, fulminantes Finale. Tiziano Scarpa, geboren 1963 in Venedig, lebt dort als freier Schriftsteller. Jahrelange Beschäftigung mit der Musik Antonio Vivaldis. Zahlreiche Publikationen, im Verlag Klaus Wagenbach erschienen u.a. „Amore“, „Was ich von dir will“, „Venedig ist ein Fisch“; für „Stabat Mater“ erhielt Scarpa den Premio Strega, den wichtigsten italienischen Literaturpreis. Eintritt: E 6/5/4 Veranstalter: prolit, Societá Dante Alighieri__________  Samstag, 14. November 2009, 20 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg Franz Friedrich Altmann„Turrinis Nase“ Lesung & Präsentation der erostepost Nr. 40 Passend zum Herbst-Krimischwerpunkt des Literaturhauses präsentiert erostepost die neue Ausgabe der Zeitschrift, die wie immer im Eintrittspreis enthalten ist, diesmal mit einer Lesung eines österreichischen Autors, der mit seinem Krimi-Erstling für Furore gesorgt hat und von der Kritik regelmäßig mit Wolf Haas verglichen wird. Eigentlich ist Redakteurin bei den Mühlviertler Nachrichten nicht unbedingt der Traumberuf von Gudrun Wurm, kurz Gucki genannt, und die Wartezeit für den Karrieresprung nach Wien oder zumindest weg aus der Provinz ist auch nur durch die feuchtfröhlichen Tarockabende mit den Nachbarsbuben, allesamt gestandene Mannsbilder, halbwegs erträglich. Doch da bricht die brutale Wirklichkeit in die ländliche Idylle, als die Leiche des Jungbauern Harald Baum gefunden wird, der ein halbes Jahr zuvor unter mysteriösen Umständen verschwunden war. Ist das die erhoffte Chance für Gucki? Sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und stößt nicht nur auf eine weitere Leiche eines anderen Jungbauern, sondern gerät auch selbst ins Visier von Polizei und Mörder. Unkonventionell, radikal und urkomisch lässt Franz Friedrich Altmann ein ländliches Sittenbild erstehen und schafft mit „Turrinis Nase“ nicht nur einen neuen Heimatroman, sondern auch einen Krimi, der in höchst unterhaltsame Sprach- und Denkwelten entführt. Gitarre und Mundharmonika: Thomas Riesinger Franz Friedrich Altmann, geboren 1958, lebt in St. Leonhard bei Freistadt. Autor von Theaterstücken, Textautor des Cartoon-Bandes „Vorsicht Aloisia“ von Gerhard Haderer (Orac Verlag, 1989), sechs Kabarettprogramme für die Gruppe „Wahn & Witz“, Co-Autor des Drehbuchs für den Spielfilm „Gelbe Kirschen“ von Leopold Lummerstorfer, Roman „Das heilige Gelächter“, (Bibliothek der Provinz, 2000). „Turrinis Nase“ erschien 2009 im Leykam Verlag.

 Eintritt: E 6/5/4 Veranstalter: erostepost ________  Dienstag, 17. November 2009, 19.30 UhrVeranstaltungsort: Rupertus Buchhandlung, Dreifaltigkeitsgasse 12

Christa Gürtler, Petra Nagenkögel, Klaus Seufer-Wasserthal, Anton Thuswaldner„Aufgeblättert“Literaturgespräch „Aufgeblättert“ werden diesmal literarische Neuerscheinungen, die von menschlichen Schicksalen erzählen, in die Geschichte Uruguays nach China und in die Türkei führen. Vorgestellt wird außerdem die mit dem Deutschen Buchpreis 2009 ausgezeichnete Neuerscheinung.  „Aufgeblättert“ werden die Neuerscheinungen von Christa Gürtler (Literaturwissenschafterin, Leiterin der Leselampe), Petra Nagenkögel (Schriftstellerin), Klaus Seufer-Wasserthal (Buchhändler, Rupertus Buchhandlung), Anton Thuswaldner (Literaturkritiker). Christa Gürtler bringt den neuen beeindruckenden Roman „Du stirbst nicht“ von Kathrin Schmidt ins Gespräch, in dem sie - eigene Erfahrungen verarbeitend - vom Weg zurück ins Leben einer Frau erzählt, die nach einer Hirnblutung, ohne Kontrolle über ihren Körper, sprachlos und mit großen Erinnerungslücken im Krankenhaus aufwacht. Petra Nagenkögel tritt ein für den 1943 im Original erschienenen Roman „Für diese Nacht“ des uruguayanischen Autors Juan Carlos Onetti. Das Buch bietet eine radikale Auseinandersetzung mit dem Krieg und wagt den Blick auf einen Menschen, dem alle Fundamente von Überzeugung und Moral weggebrochen sind. Klaus Seufer-Wasserthal stellt den Roman zur Diskussion, den eine Jury aus den Neuerscheinungen des Jahres 2009 auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet hat, nominiert dafür waren auf der Short-List die Bücher von Rainer Merkel, Hertha Müller, Norbert Scheuer, Kathrin Schmidt, Clemens J. Setz und Stephan Thome. Anton Thuswaldner plädiert für die Lektüre des neuen Romans „Der Traum meines Großvaters“ des chinesischen Autors Yan Lianke. Aids ist in der chinesischen Gesellschaft ein Tabuthema, das der Autor in diesem gesellschaftskritischen Roman aufs Tapet bringt; kein Wunder also, dass dieses Buch in China verboten ist. Eintritt: freiVeranstalter: Salzburger Literaturforum Leselampe, Rupertus Buchhandlung, Salzburger Buchwoche_________  Mittwoch, 18. November 2009, 20 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg Terézia Mora„Der einzige Mann auf dem Kontinent“Lesung & Gespräch In ihrem neuen Roman „Der einzige Mann auf dem Kontinent“ (Luchterhand, 2009) erzählt die ungarisch-deutsche Autorin Terézia Mora das Leben eines Mannes im globalisierten Nirgendwo, der glaubt, in der besten aller Welten zu leben, und angesichts globaler wirtschaftlicher und persönlicher Krisen beginnt, sein Lebensidyll zu verteidigen. Einleitung: Anton Thuswaldner Eine Woche im Leben von Darius Kopp. Er ist Anfang vierzig, verheiratet und einziger Vertreter einer US-amerikanischen Firma für drahtlose Netzwerke. Darius sieht sich als Gewinner der neuen Zeit. Er stammt aus der DDR, war als Informatiker nach deren Zusammenbruch ein gefragter Mann und legt Wert darauf, ein zufriedener Mensch zu sein. Doch in letzter Zeit laufen die Geschäfte schlecht, und Darius leidet zunehmend unter dem Verlust seiner Sicherheiten, nur kann er dies weder sich gegenüber zugeben, noch will er Flora, seine hypersensible Frau, damit belasten. Nicht nur in seinem Beruf kämpft er um das nackte Überleben, auch seine Ehe, die Liebe seines Lebens, droht vor dem Aus zu stehen. Terézia Mora, geboren 1971 in Sopron (Ungarn), lebt seit 1990 in Berlin und gehört zu den renommiertesten Übersetzerinnen aus dem Ungarischen. 1999 sorgte sie mit ihrem literarischen Debüt, dem Erzählungsband „Seltsame Materie“, für Furore. Für diese Erzählungen wurde sie mit dem Open-Mike-Literaturpreis, dem Ingeborg-Bachmann-Preis (1999) und dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis (2000) ausgezeichnet. 2004 erschien der Roman „Alle Tage“, der von der Kritik gelobt wurde und großen Anklang bei den Lesern fand. Sie erhielt u.a. den Mara-Cassens-Preis für das beste Roman-Debüt des Jahres, den Kunstpreis Berlin und den Preis der Leipziger Buchmesse. Eintritt: E 6/5/4Veranstalter: Verein Literaturhaus __________  Donnerstag, 19. November 2009, 20 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg  Christoph Janacs & Junge Salzburger Autoren„Schlüsselgeschichten“ Begegnungen & Lesungen  Weil Schreiben und Lesen immer auch etwas mit Begegnung zu tun haben, lädt die Salzburger Autorengruppe literarisch Schaffende ein, diesmal junge Salzburger Autoren und Autorinnen, um sie zu Wort kommen zu lassen. Sie haben alle etwas gemeinsam: Sie haben zum Thema „Schlüsselgeschichten“ Texte verfasst, die sie präsentieren möchten. Darüber hinaus wurde als besonderer Gast der Schriftsteller Christoph Janacs eingeladen, der ebenfalls eine seiner Schlüsselgeschichten lesen wird. Er wird gemeinsam mit der Salzburger Autorin Gerlinde Weinmüller diesen Abend moderieren. Es erwartet Sie ein spannender Abend mit sperrigen Texten, verschlüsselten Botschaften, Schlüsselerlebnissen und Schlüsselfiguren. Erleben Sie Literatur als Schlüssel zur Welt und letztendlich auch zu sich selbst!  Christoph Janacs (*1955 in Linz, lebt in Niederalm/Sbg.) liest aus seinen „Schlüsselgeschichten“ (Bibliothek der Provinz 2007), in denen die Protagonisten stets an einen Punkt gelangen, an dem die Wirklichkeit zu kippen scheint, ihre Vertrautheit verliert und das bisherige Leben nicht mehr wie gewohnt weitergehen kann. Eintritt: E 6/5/4 Veranstalter: Salzburger Autorengruppe __________  

Freitag, 20. November 2009, 20 UhrVeranstaltungsort: Mozarteum, Solitär

Nacht der Komponisten„Hast.Du.Zeit“Konzert Die jährliche „Nacht der Komponisten“ im Spätherbst - veranstaltet von der IG Komponisten/IGNM Salzburg - hat Tradition. 2009 wurde die dreiteilige Marathon-Nacht bis 1 Uhr von Literaturhausleiter Tomas Friedmann mitgestaltet, der zum Thema „Hast.Du.Zeit“ Gedichte und poetische Textstücke österreichischer Autoren der vergangenen 100 Jahre auswählte, die von Salzburger Komponisten auf verschiedene Weise in Musik umgewandelt wurden. Ein Satz, drei Worte - und viele Bedeutungen, denen auf einer musikalisch-literarischen Reise nachgespürt wird. Poetisches zu den Themen HAST (Teil I ab 20 Uhr), DU (Teil II ab 21.30 Uhr) und ZEIT (Teil III ab 23 Uhr) von Aichinger, Breisach, Carsten, Fritsch, Jandl, Kramer, Schindel, Turrini u.a. hat die Komponistinnen Hölszky und Ierna ebenso inspiriert wie ihre männlichen Kollegen Danzmayr, Febel, Hummel, Kotschy, Kraft, Krall, Leitner, Müllenbach, Niessner, Östlund, Ofenbauer, Regner, Vereno und den Doyen der Salzburger Komponistenszene, Gerhard Wimberger (der sich seinen Text selbst geschrieben hat). Der Schauspieler Peter Arp wird durch den Abend führen und Texte vortragen, Musik wird vom Ensemble Acrobat sowie von Studierenden und Absolventen der Universität Mozarteum interpretiert. Wie auch schon in den vergangenen Jahren, wird auch diese ‚Nacht’ zur Gänze in Ö1 übertragen (ab 23.03 bis in die frühen Morgenstunden). Eintritt: freiVeranstalter: Eine Kooperation der IG Komponisten/IGNM Salzburg mit dem Verein Literaturhaus Salzburg, der Universität Mozarteum und dem ORF __________ Samstag, 21. November 2009, 20 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg „Special Poetics“ Lesungen mit Musik „In Salzburg steht ein großes Haus mit acht Stockwerken. Es hat drei Fenster, sechs Badezimmer, eine Küche, zwei Fernsehapparate und zwölf Menschen, die sich nicht zurecht finden. In der Nacht fährt immer ein Zug von Salzburg bis in die Schweiz. Und wenn er kommt, ist es sehr laut in der Nacht. Und weil die Menschen in dem Haus nicht schlafen können, stopfen sie sich Ohropax in die Ohren. Aber dem Zug ist das egal.“ (Gernot Krieger) Bereits Tradition geworden ist die Veranstaltung „Special poetics“, in der Menschen mit Behinderung ihre kreativen Talente unter Beweis stellen. Die Texte, die sie in einem von Peter Blaikner geleiteten mehrtägigen Workshop erarbeiten, leben von einem spontanen, unverstellten Zugang zur Wirklichkeit und von einer scharfen Wahrnehmung. Pointiert sind sie, sehr direkt und voll überraschender Wendungen. Witzig sind sie und geprägt von einem offenen Blick auf die Welt und sich selbst. Diese Texte kümmern sich nicht um literarische Traditionen und Schreibverfahren, sie entstehen in unmittelbarer Auseinandersetzung mit Gefühlen, Gedanken, Realitäten. Sie zeigen die Grenzenlosigkeit einer poetischen Welt, in der Begriffe wie „Behinderung“ oder „Randgruppe“ keine Bedeutung haben, es sind Texte, die keine Normen kennen, die Grenzen überschreiten und die letztlich nichts wollen als wahrgenommen zu werden. Musikalisch wird der Abend begleitet von Reinhold Kletzander (Gitarre), Peter Blaikner (Gitarre, Gesang) und Bernd Weissig (Gitarre), die Lebenshilfe Salzburg lädt anschließend an die Lesungen zu einem Büffet. Finanziell unterstützt wird das Projekt „Special poetics“ von Kiwanis Salzburg. Eintritt: E 6/5/4Veranstalter: prolit, Lebenshilfe Salzburg und Schwarzach  __________  Dienstag, 24. November 2009, 8.45, 10.15 & 15.30 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg Natascha Gundacker & Joachim Berger„Ein Baum geht durch den Wald“LeseRüssel (für 6 - 9-Jährige) Dauer ca. 50 Minuten Im Wald, wo du ihn vor lauter Bäumen oft gar nicht mehr siehst, spaziert Ewald, ein junger Apfelbaum, der noch keine Wurzeln schlagen will. Im Gegenteil: Er will Purzelbäume schlagen.„Na geh!“, hört man ihn deswegen bald schon rufen, weil nicht alles gleich so geht, wie er will. In der Baumschule begegnet Ewald dann Waldemar und Waldtraut, er stolpert über Hofrat Morsch und tanzt einen richtigen Waldzer. Natascha Gundacker und Joachim Berger präsentieren ihre humorvolle Baum- und Waldgeschichte mit Figuren, Objekten aus dem Alltag, Baumrinden und Holzinstrumenten.

 für 1. bis 3. VS Eintritt: E 5Veranstalter: Verein Literaturhaus _________   Mittwoch, 25. November 2009, 20 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg Ursula Krechel, Otto Tausig„Shanghai fern von wo“Lesung & Gespräch Einführung & Gespräch: Angelika Klammer. Shanghai am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Für Tausende Juden ist es die letzte mögliche Zuflucht, und sie kommen ohne Visum, voller Hoffnung und mit Koffern und zehn Reichsmark in der Tasche. Franziska Tausig ist eine von ihnen, der Berliner Buchhändler Lazarus ist ein anderer, und schließlich sind es achtzehntausend Juden, die im fremden Shanghai zu überleben versuchen. Vielstimmig und vielschichtig nähert Ursula Krechel sich einigen ihrer Geschichten, hebt sie aus der Anonymität. Aus langjährigen Recherchen entstand der Stoff zu einem weiten erzählerischen Bogen, der uns in eine Welt bringt, die näher ist als erwartet: „Nach Shanghai./Was? So weit?/Weit von wo?“ Otto Tausig, Sohn des Ehepaars Tausig, dessen Geschichte im Buch von Ursula Krechel dokumentiert ist, hat den Nationalsozialismus in England überlebt, von seinen Eltern getrennt. Er ist an diesem Abend zu Gast, um anschließend an die Lesung mit Ursula Krechel ins Gespräch zu kommen, über das Buch, über seine eigene und die Biographie seiner Eltern, über Literatur und Film als Möglichkeit der Vermittlung von Geschichte. Ursula Krechel, geboren 1947 in Trier. Studium der Germanistik, Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte. Lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Zahlreiche Publikationen und Auszeichnungen. Zuletzt erschienen im Verlag Jung und Jung „In Zukunft schreiben“ (2003) und „Stimmen aus dem harten Kern“ (2005).  Otto Tausig, geboren 1922, emigrierte 1938 nach England. 1946 kehrte er nach Wien zurück, studierte am Max-Reinhardt-Seminar. Schauspiel und Regie an verschiedenen internationalen Theatern. 1970 bis 1983 war Tausig Ensemblemitglied und Regisseur am Wiener Burgtheater, danach tätig als freischaffender Künstler im deutschsprachigen Raum, auch als Filmschauspieler unter der Regie von Jan Schütte. Otto Tausig lebt in Wien. Eintritt: E 6/5/4Veranstalter: prolit ________________  Freitag, 27. November 2009, 20 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg In Memoriam Johann Barth 1931 - 2009„Die Weintraube meiner Kindheit“Gedenkveranstaltung Am heutigen Abend wollte der Salzburger Autor Johann Barth seinen neuen autobiografischen Roman vorstellen - doch leider machte ihm der Tod einen Strich durch die Rechnung. Die GAV Salzburg gedenkt stattdessen heute ihres langjährigen Mitglieds. Die Salzburger Schriftstellerkollegin Margot Koller sowie seine Wiener Verlegerin und Kollegin Ruth Aspöck werden über ihre Begegnungen mit Johann Barth erzählen und sein Sohn, Dr. Johannes Barth, wird aus dem - bisher noch unveröffentlichten - Roman lesen. Johann Barth, geb. 1931 in Mettersdorf/Siebenbürgen, lebte seit 1946 in Österreich, hat Dutzende von Brotberufen ausgeübt, war Journalist und ein bekannter Pressefotograf. Er studierte 13 Semester Germanistik. Literarische Texte produzierte er seit Mitte der 80er Jahre, er publizierte sie in Zeitschriften und Anthologien. Mehrere Buchveröffentlichungen. Zuletzt „Vaters Leiden“, Roman, 1997. Mehr Infos: http://www.literaturhaus-salzburg/autoren

 Ruth Aspöck, geb. 1947 in Salzburg, lebt als freie Schriftstellerin und pensionierte Verlegerin in Wien. Mehr Infos; http://www.literaturnetz.at/salzburg    Dr. Johannes Barth, geb. 1967 in Salzburg. Studien- und Vertragsassistent an der Salzburger Rechtswissenschaftlichen Fakultät 1988-93. 1995 als „Blauhelmsoldat“ der UNO ein Jahr am Golan. Seit 1999 als Jurist bei der Ärztekammer Salzburg. Margot Koller, geb. 1941 in Seinhöring/D, seit 1944 in Salzburg, wo sie als pensionierte Lehrerin und freie Autorin lebt. Mehr Infos: http://www.literaturnetz.at/salzburg   Eintritt freiVeranstalter: Grazer Autorinnen Autorenversammlung/Salzburg ______________  Samstag, 28. November 2009, 18 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg Arovell-Kulturverlag & Bibliothek der ProvinzVerlagsfestivalLesungen & Musik  Der Arovell-Kulturverlag mit Hauptsitz in Gosau/OÖ. wurde 1991 von Paul Jaeg gegründet und bringt jährlich etwa 20 Bücher heraus. Mit großem Engagement ist der Verleger bestrebt, zeitgenössische Literatur in allen Facetten an ein interessiertes Publikum zu bringen. Gute Kontakte zu maßgeblichen Institutionen, die Herausgabe der Arovell-Kulturzeitschrift sowie Kultursendungen unterstützen die Verbreitung der Publikationen, bevorzugt aus der Salzburger Region. Wolfgang Wenger liest v.a. aus „Drei Schritte für den Berg Fuji“. Schon 1992 begann dessen Karriere mit „Die Manhattan-Maschine“ (Residenz Verlag). Schriftsteller, Lehrer und Lehrbeauftragter an der Universität in Salzburg. 2008 Salzburger Lyrikpreis. Der Verlag Bibliothek der Provinz hat sich innerhalb der 20 Jahre seines Bestehens mit 1200 Büchern zu einem der bedeutendsten Verlage Österreichs entwickelt. Richard Pils wurde wiederholt für die schönsten Bücher des Landes ausgezeichnet. Neben österreichischer Belletristik werden aufwändige Kunst- und Kinderbücher, die gegen den Einheitsbrei schwimmen, produziert. Um die Salzburger Literaturszene hat sich Pils durch die Neuauflage der Werke von Gerhard Amanshauser verdient gemacht.Christoph Braendle wird aus seinem SF-Roman „Der Meermacher“ vorlesen. In der Schweiz geboren, lange Zeit journalistisch bei der NZZ tätig, lebt, liebt und schreibt er in Wien und Marokko. Zuletzt erschien „Der kleine Reporter“. Musik: Gerald Endstrasser & Wolfgang Pointner mit feinen jazzigen Grooves Eintritt: E 6/5/4Veranstalter: Salzburger Autorengruppe _____________  Sonntag, 29. November 2009, 10.30 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg Skarabaeus-Verlag & Edition TandemVerlagsfestivalLesungen & Musik  Der Skarabaeus-Verlag, 1995 gegründet, wird seit 2001 von Markus Hatzer (Geschäftsführer), Georg Hasibeder (Lektorat) und Eva Simeaner geleitet. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf Belletristik aus Österreich und Südtirol. Genereller Anspruch ist es, Offenheit für vielfältige literarische Wege abseits des Mainstreams verlegerisch umzusetzen und v.a. junge Autoren in die Literaturszene einzubringen.Robert Kleindienst, geb. 1975, liest aus seinem Debütroman „Später vielleicht“ und Lyrik. Freier Schriftsteller und Literaturvermittler; u.a., Rauriser Förderungspreis 2007. Thomas Ballhausen, geb. 1975, u.a. Lektor an der Universität Wien, Leiter des Studienzentrums im Filmarchiv Austria. Zuletzt erschienen die Prosabände „Geröll“ und „Die Unversöhnten“, woraus der Autor lesen wird. Das Anliegen der Edition Tandem sind in erster Linie Kinderbücher, Sachbücher, Pädagogik und Lyrik - mit besonderer Leidenschaft für schöne Bücher. Verlagsleiter Ludwig Volker Todt gelingt es gemeinsam mit seiner Lektorin Friederike Goldschmid immer wieder, Autoren, bildende Künstler und interessante Menschen mit ihren Lebensgeschichten zu Wort kommen zu lassen und ins Bild zu rücken. Elisabeth Escher, geb. in Wels, freie Mitarbeiterin der SN, liest aus „worte wege gehen“ sowie neue Lyrik. Fritz Popp, geb. 1957, liest aus seinem neuen Gedichtband „zusehend unberührt“.Gerlinde Weinmüller, geb. 1960, Lehrerin, liest aus ihrem neuen Gedichtband „stand.halten“. Musik: Gerald Endstrasser und Robert Friedel mit feinem Jazz Eintritt: E 6/5/4Veranstalter: Salzburger Autorengruppe __________ Montag, 30. November 2009, 9 und 10.30 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg Gabi Kreslehner„Charlottes Traum“Lesung & Gespräch (ab 7. Schulstufe) Klassenreservierungen ab 1. September; die Reservierung gilt und ist verbindlich, sobald Sie eine schriftliche Bestätigung erhalten haben. Der Debüt-Roman Charlottes Traum (ISBN 978-3-407-810540) wurde bereits mit mehreren Auszeichnungen - unter anderem dem Peter Härtling Preis - bedacht. Die Autorin (und aktive Hauptschullehrerin) erzählt die Geschichte von Charlotte, der Scheidung ihrer Eltern, ihre Erlebnisse in einer neuen Klasse uvm. in berührender und humorvoller Weise. Johanna (12) aus Hallein: „Mir hat das Buch sehr gut gefallen, nicht nur, weil ich mich in einer ähnlichen Situation wie Charlotte befinde. Charlottes Traum ist in der Sprache der Jugendlichen geschrieben, vielleicht manchmal zu umgangssprachlich. Charlotte erzählt aus ihrer Perspektive, ich erlebte die Geschichte eng mit ihr mit.” Eintritt: E 3Veranstalter: Verein Literaturhaus, Salzburger Autorengruppe ____________

(Quelle: S24)

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