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Literaturhausprogramm Mai 2009

Donnerstag 14. Mai 2009 | 18:00 UhrEuropa der Muttersprachen: Türkei 2Nalan Barbarosoglu, Asli Erdogan (foto): “Poesie des Alltags”im Literaturhaus Salzburg: www.literaturhaus-salzburg.at

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Montag, 4. Mai 2009, 20 UhrVeranstaltungsort: ADIL BESIM Teppichhaus, Dreifaltigkeitsgasse 18

Dragan Velikic„Das russische Fenster” Lesung und Gespräch (serbisch/dt.)

„Er hatte schon alles gesehen. In jedem Fragment des Lebens, das er sich vorstellte, war er schon gewesen. Bücher? Wie sollte er sie lesen, wenn es in ihnen seit langem nichts mehr gab von dem, was ihn quälte? Seelische Abgründe, erschreckend schwarze Wolken, sonnenbeschienene Lichtungen, Eisschollen, die die ‚Titanic’ versinken ließen, der Frost Patagoniens. Von morgens bis abends mit diesen Landschaften reisen. … Weiter, nur weiter. Er ging in Bordelle, wie er einst ins Theater gegangen war, und verschleuderte sein Geld in der Windstille eines immer noch beachtlichen Kontostands.”

Belgrad, Ende der neunziger Jahre. Rudi Stupar fühlt sich als Tourist im eigenen Leben. Er bringt es als professioneller Spaziergänger durch und mit den Lebensgeschichten anderer Menschen, er schlüpft in fremde Identitäten und verliert sich in Träumen. Als sein Vater stirbt, seine Freundin ihn betrügt und die endgültige Einberufung zum Wehrdienst droht, entschließt er sich, nach Budapest zu gehen. Mit der Bombardierung Jugoslawiens wird Rudis Exil jedoch unfreiwillig, und anstatt sich weiter treiben zu lassen, wird er zum Getriebenen.

Velikics neuer Roman umkreist Fragen von Identität und möglichen Lebensentwürfen, von Heimat und Fremdsein, von der Unbehaustheit des modernen Menschen.

Dragan Velikic, geboren 1953 in Belgrad, nach seinem Studium Mitarbeiter der regimekritischen Zeitschrift „Vreme”, dann Cheflektor bei einem Belgrader Verlag. Er veröffentlichte Romane, Essaybände und Erzählungen, seit 2005 ist Velikic serbischer Botschafter in Wien. Veröffentlichungen u.a. „Via Pula”, „Dante-Platz”, „Der Fall Bremen”. Zahlreiche Preise, u.a. Mesa-Selimovic-Preis 2007, Nin-Preis 2008, Mitteleuropapreis 2008.

Eintritt: E 5Veranstalter: prolit

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Dienstag, 5. Mai 2008, 20 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg

readers’ round table „¡lesen lassen!”Extratermin für Schreibende und kritische ZuhörerInnen

¡lesen lassen! ist eine Veranstaltungsreihe, die aus dem readers’ round table hervorgegangen ist und Autoren und Autorinnen die Möglichkeit bieten soll, mehr über die Qualität eigener Texte im Rahmen einer interessierten Öffentlichkeit zu erfahren.Sie ist ein Forum für ambitionierte Schreibende, bei dem sie von Literaturinteressierten außerhalb ihres Freundeskreises unterschiedliche Reaktionen und konstruktive Kritik erhalten.

Die Lesenden sollen sich eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn im Cafè des Literaturhauses anmelden und 3 Texte vorbereitet haben (Lesedauer: eine Minute, 5 Minuten und 10 Minuten). Auf Wunsch des Autors/der Autorin werden die Texte für alle Anwesenden kopiert. In zwei Runden wird ein Sieger oder eine Siegerin des Abends ermittelt, der oder die von erostepost zu einem eigenen Termin (9.12.2009) zu einer bezahlten Lesung im Literaturhaus eingeladen wird.In einer ersten Runde lesen die AutorInnen ihre einminütigen oder fünfminütigen Texte. Danach stimmen alle Anwesenden darüber ab, wer in die zweite Runde kommen soll.Die drei Besten lesen nun ihre 10minütigen Texte, und nach einer abschließenden halbstündigen Diskussion wird durch erneutes Abstimmen der/die GewinnerIn ermittelt.

Eintritt: 1 funktionstüchtiger KugelschreiberVeranstalter: erostepost

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Donnerstag, 7. Mai 2009, 10.30 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg

Astrid Graf „DichterInnen und ihre Gartenleidenschaft” Literaturfrühstück

Dass es im Grunde nichts gibt, das dem Dichten so nahe steht, „als ein Stück belebte Natur nach seiner Phantasie umzugestalten”, wusste schon Hugo von Hofmannsthal. Doch auch zeitgenössische Schriftsteller drängt es, von ihrem gärtnerischen Schaffen zu berichten, sie widmen ihren botanischen Leidenschaften ganze Bücher, wie etwa Barbara Frischmuth und Anita Albus, oder lassen sie in ihre Literatur einfließen. Der aufmerksame Leser kann in den botanisierenden Dichtern unterschiedliche Typen erkennen: die Ästhetin, die Sammlerin, den Gärtner aus Liebe, den versierten Naturbeobachter; Beispiele für letztere sind Bodo Hell und Andreas Maier. Und es ist spannend zu untersuchen, wie sich diese Haltung in der Literatur widerspiegelt, welche Gemeinsamkeiten die Gestaltung einer Grünfläche und die eines Textes aufweisen können.

Im Gegensatz zu den bunt bebilderten Ratgebern, in denen alles einfach und „leicht gemacht” erscheint, erzählen die SchriftstellerInnen auch vom Lernen aus den eigenen Fehlern, von Versuchen und Rückschlägen, von den Eigenwilligkeiten des Gartens, von nicht enden wollenden Geduldsproben. Aber sie tun es mit ungebrochenem Wohlwollen, mit einer guten Portion Selbstironie und mit einer ansteckenden Begeisterung für die „belebte Natur”.

Beim Literaturfrühstück – wie immer bei Kaffee und Gebäck – wird Astrid Graf, Lektorin und leidenschaftliche Gärtnerin, DichterInnen vorstellen, deren Nachrichten aus dem Garten neben dem unbestreitbar größeren Lesevergnügen auch jede Menge Anregungen, Erfahrungen und Tipps für Pflanzenbegeisterte und solche, die es noch werden wollen, liefern.

Eintritt: E 5/4/3Veranstalter: Salzburger Literaturforum Leselampe

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Donnerstag, 7. Mai bis Donnerstag, 9. Juli 2009Veranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg

„Die Nase des Sultans” – Karikaturen aus der TürkeiAusstellung

Haben Muslime Humor? Diese Frage beschäftigt die Europäer seit dem Streit um die Mohammed-Karikaturen aus Dänemark. Die Ausstellung „Die Nase des Sultans – Karikaturen aus der Türkei”, kuratiert von Thomas Büsch und Sabine Küper-Büsch, zeigt anhand von ausgewählten alten und neuen Beispielen, was für eine zentrale Rolle die Satire in der Türkei als Form der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung spielt. Ein zentrales Thema ist die Auseinandersetzung mit Europa, aber aufs Korn genommen wird alles, was sich in der Tagespresse selten findet: das übermächtige Militär, prügelnde Polizisten, die Landflucht, Gewalt gegen Frauen, Cyberwahn, die Rolle der Religion, sich wandelnde Moralvorstellungen usw. usf.

Es fing alles mit einer Nase an. Sultan Abdülhamit II (1842-1918) hasste Anspielungen auf sein formidables Riechorgan derart, dass er selbst das Wort Nase durch die Zensur verbieten ließ. Eine Stilvorlage für die Meister des spitzen Stiftes. Die Nase avancierte zum meist gezeichneten Symbol gegen absolutistische Herrschaft im untergehenden Osmanischen Reich. Und dass sich türkische Politiker auch heute nicht gern an der Nase herumführen lassen, bewies Ministerpräsident Erdogan, der gegen Karikaturisten, die ihn in Tiergestalt gezeichnet hatten, vor Gericht zog – umsonst, zur Erleichterung der Künstler.

In der Ausstellung werden 26 Karikaturistinnen und Karikaturisten mit 46 ausgewählten Arbeiten vorgestellt, die in der Türkei Klassiker sind: Seit den fünfziger Jahren wirkende Zeichner wie Turhan Selçuk und Tan Oral bestechen durch intellektuelle, künstlerische Darstellung und Manifestationen von Prozessen des Wandels etwa der Metropole Istanbul. Gleichzeitig zeigt die Ausstellung erstmalig eine repräsentative Auswahl der jüngeren Generation türkischer Karikaturisten wie die Zeichner der Satirezeitschriften „LeMan”, „Penguen” und „Uykusuz” – zentrale Akteure der zeitgenössischen türkischen Karikatur.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr und bei AbendveranstaltungenVeranstalter: Kulturinitiative Diyalog und Verein Literaturhaus(im Rahmen von „Europa der Muttersprachen: Türkei”)Eintritt: frei

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Donnerstag, 7. Mai 2009, 19.30 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg

Zehra Cirak, Selim Özdogan, Yüksel Pazarkaya„Nasen, Kulturen, Sprachen”Vernissage & Lesungen

Zur Eröffnung der Ausstellung „Die Nase des Sultans – Karikaturen aus der Türkei” sprechen die Kuratoren Thomas Büsch und Sabine Küper-Büsch. Danach lesen unter dem Titel „Viele Kulturen – eine Sprache” die deutsch-türkischen Autoren Zehra Çirak, Selim Özdogan und Yüksel Pazarkaya (alle drei Träger des Chamisso-Preises, der heuer zum 25. Mal vergeben wird). Moderation: Ines Schütz.

Zehra Çirak, geboren 1960 in Istanbul. 1963 Übersiedlung nach Deutschland, aufgewachsen in Karlsruhe. Lebt und arbeitet seit 1982 mit dem bildenden Künstler Jürgen Walter in Berlin. Mehrere Auszeichnungen, darunter Friedrich-Hölderlin-Förderpreis 1993 und Adelbert-von-Chamisso-Preis 2001. Veröffentlichungen: „Vogel auf dem Rücken eines Elefanten” (Gedichte und Kurzprosa, 1991), „Leibesübungen” (Gedichte, 2000) u.a. Sie liest aus ihrem jüngsten Buch „In Bewegung. Gedichte und Prosaminiaturen” (Verlag Hans Schiler, 2008).

Selim Özdogan, geboren 1971 in Adana, lebt in Köln. Kam im Kindesalter nach Deutschland und wuchs zweisprachig auf. Nach Studienabbruch freier Autor. Sein Erstlingsroman „Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist” (1995) gilt als Kultbuch. Sein vierter Roman „Im Juli” (2000) basiert auf dem Drehbuch des gleichnamigen Kinofilms von Fatih Akin – und der Anatolien-Roman „Die Tochter des Schmieds” (2005) spielt wiederum eine Rolle in Akins Film „Auf der anderen Seite”. 2009 erschien „Zwischen zwei Träumen”. Chamisso-Förderpreisträger 1999.

Yüksel Pazarkaya, geboren 1940 in Izmir, lebt als Autor, Verleger und Übersetzer (von Nazim Hikmet, Azin Nesin etc.) in Bergisch-Gladbach. Nach der Schulzeit 1958 Übersiedlung nach Deutschland, Diplom als Chemiker und Studium der Germanistik. Setzt sich als Schriftsteller oft mit der Situation von Arbeitsmigranten auseinander. Mitbegründer der Stuttgarter Studiobühne, ab 1986 Rundfunkredakteur beim WDR. Chamisso-Preis 1989. Mehrere Bücher: „Der Babylonbus” (Gedichte, 1989), „Ich und die Rose” (2002), „Odysee ohne Ankunft” (Vorlesungen, 2005) u.a.

Eintritt: freiVeranstalter: Verein Literaturhaus, Robert-Bosch-Stifung, literaturhaus.net

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Freitag, 08. Mai 2009, 19 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg

Dichtes lesen X „drinnen oder draußen”Lesungen von Schüler(innen)

Die jährlich stattfindenden Leseabende der Hauptschule Lehen haben gezeigt, dass Schüler und Schülerinnen viel zu sagen haben, wenn sie sich zugestehen, selbst Autor oder Autorin ihrer Geschichte, ihrer Gefühle, ihrer Appelle sein zu wollen und ihrer kreativen Kraft erlauben, Ausdruck zu werden.Das enorme Engagement beim Verfassen von Geschichten, Stücken und Gedichten zeigt auch das Bedürfnis der Kinder nach Äußerung der eigenen Meinung und der Teilnahme am kulturellen Leben; beides ist in der UN-Kinderrechtskonvention als Grundrecht festgeschrieben.

Zum fünften Mal findet „Dichtes Lesen” heuer mit Untertitel statt: drinnen oder draußen kann anregen, sich selbst zu positionieren in verschiedenen Lebenszusammenhängen – einmal als Mensch, der integriert ist, und einmal als jemand, der sich außerhalb einer Gemeinschaft, einer Volksgruppe oder eines Stadtteils wahrnimmt.Das Subjektive dieser Wahrnehmungen kann spürbar werden und Toleranz ermöglichen.Es ergibt sich die Möglichkeit, eine Auseinandersetzung zum Thema Kinderrechte stattfinden zu lassen, beziehungsweise einzelne Artikel zum Zwecke der genaueren Betrachtung und Weiterbearbeitung herauszunehmen.

Neben den Beiträgen, die in der Hauptschule Lehen in Schreibwerkstätten und im Deutsch Unterricht erarbeit wurden und alle literarischen Genres umfassen können, werden die Schülerinnen und Schüler auch wieder Fachreferate zum Thema vortragen.Bei der heutigen Präsentation gibt es auch wieder ein vielseitiges Rahmenprogramm und ein Buffet der Hauptschule.

Eintritt: freiVeranstalter: Hauptschule Lehen, erostepost

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Samstag, 9. Mai 2009, 8.30 UhrTreffpunkt: Literaturhaus Salzburg

„Kulturhauptstradt Linz 09″Literaturfahrt

Die Literaturfahrt führt uns anlässlich des Kulturhauptstadtjahres nach Linz, wo wir als erste Station im StifterHaus den Stifter-Gedenkraum besichtigen. Im Mai 1848 reiste Adalbert Stifter von Wien nach Linz, um hier den Sommer zu verbringen, die Ereignisse der Revolution veranlassten ihn, in Linz zu bleiben, und er bezog mit seiner Frau Amalie eine Wohnung an der Donaulände, in der er bis zu seinem Tod lebte. In der Ausstellung „Nur durchgereist” sind Erinnerungsstücke, Briefe, Kommentare, Reiseberichte und literarische Fundstücke von berühmten historischen und zeitgenössischen Persönlichkeiten versammelt – von Nestroy bis Qualtinger -, die einen vielstimmigen Chor von (Vor-)Urteilen über die Stadt bilden.

Ein Rundgang durch die Innenstadt führt zu den literarischen Spuren von DichterInnen, die mit der Stadt verbunden sind, darunter die in Linz geborene Marianne von Willemer, aus deren Feder einige Gedichte aus Goethes „West-östlichem Diwan” stammen, Hermann Bahr, Enrica von Handel-Mazzetti und Marlen Haushofer. Am Nachmittag ist ein Besuch in der einzigartigen Handpressenwerkstatt von Christian Thanhäuser in Ottensheim geplant, in der verschiedenste Schriften in rund 500 Setzkästen sowie Andruck- und Radierpressen zur Verfügung stehen; im eigenen Verlagsprogramm erscheinen u. a. die RanitzDrucke. Reiseführer in Linz ist Hofrat Dr. Johann Lachinger, „der” Stifter-Experte und literarische Linz-Kenner, als Leiter des StifterHauses im Ruhestand.

Abfahrt: Literaturhaus Salzburg, 8.30 Uhr, Rückkehr ca. 18.30 Uhr Veranstalter: Salzburger Literaturforum LeselampeKosten: E 40,- (Busfahrt, Führungen)Anmeldung: Literaturforum Leselampe, Strubergasse 23, Telefon 42 27 81 FAX – 27, e-mail: leselampe@literaturhaus-salzburg.at

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Mittwoch, 13. Mai 2009, 18 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg

Europa der Muttersprachen: Türkei 1

Sebnem Isigüzel, Murat Uyurkulak „Politik der Seele”Film, Lesung, Gespräch

Zum Auftakt des Türkei-Festivals in der Reihe „Europa der Muttersprachen” lesen nach 20 Uhr die Autoren Sebnem Isigüzel und Murat Uyurkulak. Deutsche Lesung: Christine Sohn und Recai Hallac, der auch übersetzt und moderiert. Bereits um 18 Uhr wird der ausgezeichnete Film „Yazi Tura” (dt. „Kopf oder Zahl”, TR 2004, 110 Minuten, Regie: Ugur Yücel) über zwei Männer gezeigt, die, vom Kurdenkrieg heimgekehrt, wieder im normalen Leben Fuß fassen wollen.

Mit dem Schicksal der Kurden beschäftigt sich auch Murat Uyurkulak in seinem Aufsehen erregenden Debütroman „Zorn” (Unionsverlag, 2008; türk. „Tol”, 2002), in dem er auf hohem sprachlichen Niveau die inoffizielle Geschichte der Türkei in den letzten Jahrzehnten aufarbeitet. „Nicht nur politisch schreibt Uyurkulak gegen den Strich, sondern auch motivisch und stilistisch. Sex und Alkohol sind keine Tabuthemen; und die Sprache schlägt Purzelbäume.” (TAZ)

Der Roman „Am Rand” (Berlin Verlag, 2008; „Cöplük”, 2004) von Sebnem Isigüzel erzählt, wie Familie und Gesellschaft das Unglück eines Menschen besiegeln können. Leyla, von den Obdachlosen „Königin der Müllberge” genannt, lebt am Rande von Istanbul und versucht hier, ihr altes Leben als Diplomatentochter, berühmte Schachspielerin und Ehefrau zu vergessen. Auf einem Streifzug findet sie einen halbtoten Mann, nimmt ihn in ihrer Lehmhütte auf und beginnt sich, der Tragödie ihres Lebens zu stellen … „Seite für Seite ein Lesefest – und diese Autorin eine Entdeckung.” (DR Kultur)

Sebnem Isigüzel, geboren 1973 in Yalova, lebt in Istanbul. Nach dem Studium Arbeit als TV-Journalistin. Mit 17 Jahren schrieb sie den Erzählband „Hanene Ay Dogacak”, der sowohl ausgezeichnet als auch – weil das Buch Tabu-Themen wie Inzest und Nekrophilie behandelt – verboten wurde (2000 aufgehoben). Schreibt Erzählungen, Romane und Essays, publiziert regelmäßig in Zeitungen zu sozialen und politischen Themen.

Murat Uyurkulak, geboren 1972 in Aydin, zog nach dem Abbruch des Studiums von Izmir ins kurdische Diyarbakir und nach Istanbul. Arbeitet als Auslandsredakteur der linken Tageszeitung „Bir Gün” und Übersetzer (z.B. Edward Said). Nach dem erfolgreichen Romanerstling (Theaterfassungen auf Deutsch und Polnisch) wurde auch sein zweiter Roman „Har” – über den PKK-Konflikt und den Militärputsch 1980 – von der Kritik gefeiert.

Eintritt18 Uhr: Film frei20 Uhr Lesungen: E 8/7/6Veranstalter: Verein Literaturhaus

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Donnerstag 14. Mai 2009, 18 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg

Europa der Muttersprachen: Türkei 2

Nalan Barbarosoglu, Asli Erdogan „Poesie des Alltags” Film, Lesung, Gespräch

Am zweiten Abend des Türkei-Schwerpunkts lesen nach 20 Uhr die Autorinnen Asli Erdogan und Nalan Barbarosoglu. Deutsche Lesung: Christine Sohn. Moderation und Übersetzung: Recai Hallac. Um 18 Uhr wird der preisgekrönte Film „Yasamin Kiyisinda/Auf der anderen Seite” (D/TR 2007, 122 Minuten, Regie: Fatih Akin) gezeigt. Im Zentrum stehen sechs Menschen, deren Wege sich auf schicksalshafte Weise kreuzen, ohne sich zu berühren.

Nalan Barbarosoglus Sprache ist Musik, ihr feministischer Krimi „Silbernacht” (Verlag Dageli, 2008; türk. „Gümüs Gece”, 2004) ein Roman in Fragmenten, grotesk-poetisch wie der Soundtrack von Schreckensszenarien. Gülnaz, eine gedemütigte Frau, deren Leben durch die Vergewaltigung ihrer Schwester aus der Bahn gerät, kehrt als schattengleich männermordende Prostituierte nach Istanbul zurück. Sie tötet, um den Makel von ihr und der Stadt abzuwaschen, der sich während der Putschzeiten in den 80er Jahren angehäuft hat.

Asli Erdogan bewegt sich in ihrem Roman „Der wundersame Mandarin” (Edition Galata, 2008; türk. „Mucizevi Mandarin”, 1996) als genaue Beobachterin zwischen den Welten. Eine junge türkische Vagabundin in den Straßen einer Schweizer Stadt: Auf der Flucht vor ihrer Kindheit wandert sie ziellos im Schutz der Dunkelheit umher. Mit der Liebe hat sie ihr linkes Auge verloren. Ihre Erscheinung, eine Gesichtshälfte voller Bandagen, erschreckt die Menschen, die ihr begegnen. Sie fühlt sich wie ein Gespenst, eine Außenseiterin, damals in ihrer Stadt Istanbul wie nachts hier.

Nalan Barbarosoglu, geboren 1961 in Adapazari, lebt nach dem Studium als Lektorin in Istanbul. 1996 erschien das erste von nun vier Büchern. Gilt als eine der interessantesten Stimmen der neueren türkischen Literatur, ihre Sprache zeugt von großer Vorstellungskraft. Für Zeitschriften und die Tageszeitung „Radikal” hat sie Artikel über das Genre Kurzgeschichten publiziert, außerdem Redakteurin der Literaturzeitschrift „Eflik Cini”.

Asli Erdogan, geboren 1967 in Istanbul. Nach dem Studium Arbeit als Physikerin in Genf am Kernforschungszentrum CERN, ging nach Rio de Janeiro, wo sie mit der Welt der Wissenschaft brach. Rückkehr in die Türkei, um sich dem Schreiben zu widmen. Die „außergewöhnlich feinfühlige und scharfsinnige Autorin” (Orhan Pamuk) bekam zahlreiche Preise. 2008 erschien ihr Roman „Die Stadt mit der roten Pelerine” (Unionsverlag).

Eintritt18 Uhr: Film frei20 Uhr Lesungen: E 8/7/6Veranstalter: Verein Literaturhaus

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Freitag, 15. Mai 2009, 18 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg

Europa der Muttersprachen: Türkei 3

Emrah Serbes & Band GÖCEBE SARKILAR„Spuren der Veränderung” Film, Lesung, Fest mit Live-Musik

Das Türkei-Festival klingt mit einem literarisch-musikalischen Fest aus. Nach 20 Uhr liest Emrah Serbes auf Türkisch und Recai Hallac, der auch moderiert und übersetzt, auf Deutsch. Ab 22 Uhr spielt die Band GÖCEBE SARKILAR Istanbuler Multi-Kulti-Musik zum Zuhören und Tanzen. Türkisches Buffet!

Bereits um 18 Uhr läuft der Film „Mutluluk/Glück” (TR 2007, 105 Minuten, Regie: Abdullah Oguz) nach dem Bestseller von Zülfü Livaneli. Aus dem Zusammenprall der alten Türkei, dargestellt am Soldaten Cemal, der seine 17jährige, durch Schändung ehrlose Cousine Meryem töten soll, mit der modernen Seite der Türkei – verkörpert durch den Philosophie-Professor und Aussteiger Irfan – wird eine gemeinsame Odyssee im Segelboot, die ihr bisheriges Leben einschneidend verändert …

Um einen vermeintlichen Selbstmord geht es im Roman „Behzat C. jede berührung hinterlässt eine spur” (Edition Galata, 2009; „Her temas iz birakir. Bir Ankara Polisiyesi”, 2006) von Emrah Serbes. Kommissar Behzat C., ein brutal-mürrischer Kettenraucher, soll den Tod einer Studentin aufklären, doch Antiterroreinheiten, die in demokratischen Reformprozessen einen Angriff auf ihre Macht sehen, mischen sich ein. Behzets Ermittlungen führen ins linksradikale Umfeld und konfrontieren ihn mit der eigenen Vergangenheit, denn vieles erinnert an seine Tochter. Pointiert-spannungsreich erzählt der Krimi die Geschichte zweier junger Frauen und deren Erfahrung, dass die Türkei nicht ihre Heimat ist, sondern das Land ihrer Mörder.

Emrah Serbes, geboren 1981 in Yalova, studierte Theaterwissenschaften in Ankara, wo er als Kritiker für das türkische Feuilleton arbeitet. 2006 veröffentlicht er unter dem Titel „Fröhliche Wissenschaftler oder die Untreue zur Metapher” seine Gespräche mit zwei bekannten Geisteswissenschaftlern sowie sein Romandebüt, seitdem gilt er als junge Hoffnung unter den türkischen Autoren, ein Ruf, den er durch Erscheinen seines zweiten Kriminalromans „Son Hafriyat” (2008) festigte.

Die siebenköpfige Band GÖCEBE SARKILAR spielt den Sound der Vielvölker-Metropole Istanbul, eine Synthese von Kurdisch, Türkisch, Armenisch etc., die auch für Fatih Akins Film „Crossing the Bridge” (2005) Pate stand. Musiker: Ayca Damgaci und Hakan Milli (voc), Inci Sunar (git), Izzet Kizil (perc), Özge Metin (violin), Fatih Akman (bass guit) und Ortac Aydinoglu (accordion).

Zum türkischen Buffet lädt das Generalkonsulat der Türkei in Salzburg ein.

Eintritt18 Uhr: Film frei20 Uhr Lesungen: E 15/13/10Veranstalter: Verein Literaturhaus

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Sonntag, 17. Mai 2009, 11 UhrVeranstaltungsort: Museum der Moderne Rupertinum

Brita Steinwendtner „Du Engel du Teufel” – Emmy Haesele und Alfred KubinBuchpräsentation

Einführung: Eleonora Louis, Christa Gürtler

In ihrem jüngsten Buch „Du Engel Du Teufel” erzählt Brita Steinwendtner die Geschichte einer ungleichen Liebe: Alfred Kubin (1877 – 1959), der bedeutende Zeichner und Autor des Romans „Die andere Seite”, und Emmy Haesele (1924 – 1987), die Frau eines Landarztes. Während sie für ihn nur eine von vielen Geliebten war, veränderte die drei Jahre dauernde Liaison ihr ganzes Leben.

Brita Steinwendtner beschreibt die Lebensgeschichte dieser ungewöhnlichen Frau, die durch Kubin zur Kunst fand, als packendes Zeitdokument des 20. Jahrhunderts, als detailgetreue Biographie, die einen anderen Blick auf Alfred Kubin wirft, und als poetische Erzählung, die das Abenteuer einer bedingungslosen Liebe in Glück und Erniedrigung nachzeichnet.

Brita Steinwendtner, geboren 1942 in Wels. Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Wien und Paris. Freie Mitarbeiterin des ORF und anderer Rundfunkanstalten, Lehrtätigkeiten an den Universitäten von Salzburg, Vilnius und St. Louis/Missouri. Leiterin der Rauriser Literaturtage. Lebt als Autorin, Regisseurin und Feuilletonistin in Salzburg. Im Haymon Verlag erschienen zuletzt „Im Bernstein” (Roman, 2005), „Jeder Ort hat seinen Traum. Dichterlandschaften” (2007) und „Du Engel Du Teufel. Emmy Haesele und Alfred Kubin – eine Liebesgeschichte” (2009).

Eintritt: E 6/4Veranstalter: Salzburger Literaturforum Leselampe, Museum der Moderne Rupertinum

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Montag, 18. Mai 2009, 20 UhrVeranstalungsort: Literaturhaus Salzburg

Hugo Ramnek „erostepost-Preis 2009″Anita Köchl & Edi Jäger „Scharfe Stellen”Preisverleihung & Lesungen

Der erostepost-Literaturpreis 2009 war unter dem Motto „Emmanuelle” für erotische Geschichten ausgeschrieben; erwartet wurden freilich keine pornographischen Ergüsse, sondern literarisch anspruchsvolle Texte, in denen die Erotik zwischen den Zeilen mitschwingt.

Die Jury, bestehend aus Margarita Fuchs, Kurt Wölflingseder und Peter Baier-Kreiner, kürte aus beinahe 400 Einsendungen den gebürtigen Kärntner Hugo Ramnek einstimmig zum diesjährigen Gewinner; Hugo Ramnek studierte in Wien und Dublin und lebt seit vielen Jahren als Schauspieler und Theaterpädagoge in Zürich. Preis des Kärntner Schriftstellerverbandes für neue Literatur im Jahr 2008, demnächst soll Ramneks erster Roman erscheinen.

Sein Text findet sich mit mehreren anderen, die in der engeren Auswahl standen, in der Ausgabe 39 der Zeitschrift erostepost, die heute erstmals vorgestellt wird, feinfühlig illustriert vom bekannten Salzburger Maler Michael Ferner. (Im Eintrittspreis enthalten.)

Bevor die Auszeichnung, dotiert mit 1.500 Euro, offiziell an den Preisträger übergeben wird, präsentieren Anita Köchl und Edi Jäger im ersten Teil des Abends „scharfe Stellen” – erotische Texte quer durch die Weltliteratur. Von der literarischen Hocherotik bis zur lustvollen Schweinigelei – scharfe Stellen werden sie und ihn zum Klingen, Schwingen, Singen bringen, sinnliche Seiten werden sie und ihn leben, schweben, fliegen lassen. Im Wonnemonat Mai verzaubern und betören die beiden Schauspieler mit einer Essenz aus Liebe, Lust und Leidenschaft, zum Abheben im Hier und Heute und ganz nach dem Lebensmotto des großen Giacomo Casanova: „Die sinnlichen Genüsse zu kultivieren bildet die Hauptbeschäftigung meines ganzen Lebens; niemals hat es für mich etwas Wichtigeres gegeben.”

Veranstalter: erostepostEintritt: E 8/7/6

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Dienstag, 19. Mai 2009, 20 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg

Ilana Shmueli & Josef Burg„Theodor Kramer-Preis 2009″Vortrag, Lesung & Gespräch

Jedes Jahr werden im Literaturhaus die mit dem Theodor Kramer-Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil ausgezeichneten Schriftsteller vorgestellt. 2009 wird der Preis zu gleichen Teilen an zwei Autoren verliehen, die ihre Wurzeln im einstmaligen österreichischen Kronland Bukowina haben.Während Ilana Shmueli ihre Heimatstadt Czernowitz 1944 verließ und in Israel eine neue Heimat fand, kehrte Josef Burg, der 1941 aus Czernowitz geflohen war, 1959 zurück.

Beide Schriftsteller haben eine starke Beziehung zu Wien: Shmueli durch ihre Mutter und das kulturelle Gepräge ihres Elternhauses, Burg durch sein Studium vor dem „Anschluss”. In dieser Zeit ergaben sich erste Kontakte zu Vertretern der jiddischen Literatur. Shmueli und Burg vertreten zwei der wichtigen Literatursprachen von Czernowitz: Deutsch und Jiddisch.

Den Abend im Literaturhaus Salzburg gestalten die Autorin Ilana Shmueli mit einer Lesung sowie der deutsche Lyriker und Essayist Frank Schablewski, der am Entstehen des Gedichtbandes von Ilana Shmueli beteiligt war. Danach wird der Germanist, Judaist, Schriftsteller und Übersetzer Armin Eidherr als Laudator und Vertreter von Josef Burg über den Czernowitzer Dichter sprechen.

Josef Burg, geboren am 30. Mai 1912 in Wischnitz/Bukowina. 1934 erste Erzählung in den „tschernowizer bleter” – 1938 zwangseingestellt, von Burg ab 1990 als jiddische Monatszeitschrift wieder herausgegeben. Studium der Germanistik in Wien, 1941 Flucht in die Sowjetunion, Deutschlehrer in der Wolgadeutschen Republik und Hochschullehrer in Iwanowo, seit 1959 Lehrer in Czernowitz. Viele Preise und Bücher, zuletzt „Ein Stück trockenes Brot” (2008).

Ilana Shmueli, geboren als Liane Schindler am 7. März 1924 in Czernowitz, Flucht nach Tel Aviv, lebt in Jerusalem. Studium der Musikerziehung, Sozialarbeit und Kriminologie. Bekanntschaft mit Paul Celan, 1999 Aufzeichnungen „Sag, dass Jerusalem ist” auf Hebräisch (mit Übers. von 27 Gedichten Celans). Spät eigene Lyrik und autobiographische Prosa. Zuletzt erschien der Gedichtband „Zwischen dem Jetzt und dem Jetzt” (2007).

Eintritt: E 6/5/4 Veranstalter: Verein Literaturhaus

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Mittwoch, 20. Mai 2009, 20 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg

Margarita Fuchs, Inge Koop„Wort : Antwort” Lesungen & Gespräch

Eine Montage aus epischen, lyrischen und essayistischen Texten, die Momente unterschiedlicher Begegnungen unter die Lupe nimmt und das Detail zum Ganzen erklärt. Die Autorinnen versuchen, das dialogische Prinzip in ihren Texten sichtbar zu machen.

Margarita Fuchs, geboren 1951 in Riedau/OÖ, Germanistin, lebt als Lyrikerin und Romanautorin in Salzburg; verheiratet, drei Kinder. In der Edition Garamond sind der Roman „Das große Fest in Portobuffolé” (3. Aufl. 2008) sowie die Gedichtbände „Talentierte Labyrinthe” (2005) und „Ich träumte weiß” (2006) erschienen. Zuletzt erhielt die Autorin den Rauriser Förderpreis 2008.

Inge Koop, seit 1972 wohnhaft in Salzburg, Studium der Psychologie, ein Kind. Ab 1976 als Malerin tätig. Ausbildung bei verschiedenen akademischen Malern. Ausstellungen in Berlin und Salzburg. In diesem Zusammenhang auch Präsentationen ihrer Gedichte und Kurzgeschichten, die während des Malens und Zeichnens entstehen. Veröffentlichungen in SALZ und im Arovell Verlag: „Spuren – Netze” (2005).

Eintritt E 6/5/4Veranstalter: Salzburger Autorengruppe

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Mittwoch, 27. Mai 2009, 20 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg

Wolfgang Wenger„Drei Schritte für den Berg Fuji”Buchpräsentation mit Musik

Der Schriftsteller Wolfgang Wenger – zuletzt ausgezeichnet mit dem Salzburger Lyrikpreis 2008 – stellt sein neues Buch vor: „Drei Schritte für den Berg Fuji” (Arovell, 2009). Klavier: Dulce Eloisa Joya Leon.In seiner Sammlung von Lyrik und Kurzprosa lenkt der Autor mit sparsamen Mitteln den Blick unter die Oberfläche des Alltags und bringt dabei Überraschendes zu Tage.

In der Begründung der Jury für den Salzburger Lyrikpreis 2008 (Lisa Mayer, Brigitte Schwens-Harrant, Hans Höller) hieß es über Wengers neue Gedichte: „Hier bringt sich eine hoch organisierte Stimme zu Gehör, die ohne große Gestik auskommt: einfach, doch nie banal, ruhig fließend und federleicht von konkreten Bezügen ausgehend, doch neue Betrachtungsräume der Wirklichkeit erschließend. Diese Gedichte wirken wie Feinstimmer auf das Ohr des Lesers, machen auf leiser werdende Töne, auf feinere Nuancen des Hörens und Betrachtens aufmerksam.”

Wolfgang Wenger, geboren 1962, lebt in Adnet bei Salzburg. Lehrer und Lehrbeauftragter für Fachdidaktik Deutsch an der Universität Salzburg. Veröffentlichungen u.a.: „Weit weg in den Filmen” (1990), „Die Gleichgültigkeit der Wüstenbewohner, 1991), „Die Geschichte des Augenblicks” (1996), „Die Zeitenmühle” (2001) und „Shivas Kopf” (2004).

Dulce Eloisa Joya Leon, geboren 1975 in Camaguey (Kuba), studierte Klavier am Staatskonservatorium in Havanna, an der Pontificia Universität Javeriana in Bogota (Kolumbien) und am Mozarteum bei Brian Lamport und Stan Ford, Abschluss 2005. Auftritte in den Bereichen Kammermusik, Jazz und Klassik in Paris, Salzburg und Madrid. Mitglied des Trios Kerion.

Eintritt: E 6/5/4Veranstalter: Verein Literaturhaus

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Donnerstag, 28. Mai 2009, 20 UhrVeranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg

Franz Schausberger, Cyriak Schwaighofer„Reihe: Lieblingsbücher”Lesungen & Gespräch

Seit Jahren bemüht sich die Grazer Autorinnen Autorenversammlung auch um Vermittlung von „Leselust” und lädt daher bekannte Persönlichkeiten ein, über ihre Lieblingsbücher zu sprechen, sich als LeserInnen zu erkennen zu geben, die trotz ihrer oft hohen, berufsbedingten Belastung immer noch und immer wieder Zeit finden, Bücher zu lesen, sich mit Literatur auseinander zu setzen.

Es ist immer spannend zu hören, welche Bücher und AutorInnen die Eingeladenen begeistern, sie oft jahrelang begleiten, welchen Stellenwert sie für sie haben. Auch das Publikum kann sich natürlich anschließend mit Fragen einbringen und vielleicht das eine oder andere Buch für sich (neu)entdecken.

Franz Schausberger, geboren 1950. Dr.phil., Univ.-Doz. für Neuere Österr. Geschichte an der Univ. Sbg., Universitätsprofessor in Sopron. 1996 bis 2004 Landeshauptmann. Seit 1996 im Ausschuss der Regionen der EU, seit 1992 Präsident des Forschungsinstituts für politisch-historische Studien, seit 2004 Vorstandsvorsitzender des Instituts der Regionen Europas. Rund 170 Publikationen (darunter 9 Bücher) zu Geschichte und Politik in Salzburg, Österreich und Europa.

Cyriak Schwaighofer, geboren 1950, seit 1982 Leiter des Kulturzentrums Schloss Goldegg, 1994 Gründung der Bürgerinitiative Goldegg, 1994-99 Vizebürgermeister, seit März 1999 Abgeordneter der Grünen im Salzburger Landtag. Sein besonderes Interesse für Kulturarbeit zeigt sich durch Mitarbeit im Landeskulturbeirat, im Fachbeirat für Land- und Kulturinitiativen und in der ARGE REGION KULTUR.

Veranstalter: Grazer AutorenversammlungEintritt: 6/5/4

(Quelle: S24)

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