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Literaturhausprogramm September

Dienstag, 30. September 2008, 20 Uhr
Veranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg
Gilles Leroy: “Alabama Song” –
Lesung & Gespräch (franz./dt.)

1993 hatte Literaturhaus-Leiter Tomas Friedmann die Idee, mit dem Fahrrad auf den Spuren von Schriftstellern durch die Stadt Salzburg zu radeln und deren Leben und Geschichten nachzuspüren. Der Erfolg führte zu jährlichen „liteRADtouren“ im September und gipfelte 2001 in dem - inzwischen vergriffenen - Buch „salzburger literatouren. literarische wege durch stadt und land salzburg“ (Edition Eizenbergerhof). Zur 16. liteRADtour wurden fünf Touren ausgewählt, auf denen die Teilnehmer in einer spannenden Mischung aus Information und Anekdotischem Wissenswertes über Salzburger Autorinnen und Autoren und deren Werke erfahren. Treffpunkt ist um 14 Uhr vor dem Eizenbergerhof. Mit kundigen Führern radeln wir in kleinen Gruppen durch Salzburg. Um ca. 17 Uhr kehren wir wieder zum Literaturhaus zurück, wo eine kleine Jause wartet. Bei sehr schlechtem Wetter entfällt die „liteRADtour“. Telefonische Auskunft am Tag der Veranstaltung ab 13 Uhr im Literaturhaus unter 0662-422411.

Dieses Jahr bieten wir folgende Touren an:

1. Auf den Spuren von Thomas Bernhard (Matthias Part) 2. Auf den Spuren von Georg Trakl (Hans Weichselbaum) 3. Auf den Spuren von Stefan Zweig (Hildemar Holl) 4. Auf den Spuren der Familie Herzfeld: Wieland Herzfelde, John Heartfield u.a. (Gert Kerschbaumer) 5. Auf den Spuren vergessener Dichter: Gernot Foidl, Jakob Haringer und Ferdinand Sauter (Michael Kolnberger)

Teilnahme frei

Dienstag, 23 September 2008, 20 Uhr Veranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg

Christian Weingartner: “Was am Weg liegt” Buchpräsentation, Lesung & Musik

Skurrile, nachdenkliche, erschreckende, spießige, virtuose, vor allem aber menschliche Geschichten aus Oberösterreich und Salzburg. Präsentiert der neueste Band des Salzburger Autors Christian Weingartner. Verschroben und gastfreundlich, hinterwäldlerisch und bauernschlau. Ängstlich und angriffslustig, manchmal abergläubisch, manchmal emotional verwirrt. Begegnungen mit Menschen, Beobachtungen, Erlebtes und zufällig Aufgeschnapptes. Was am Weg liegt. Geschichten über die Mentalitäten in diesen Regionen, Situationen und Landschaften, erfundene und reale Geschichten, oberösterreichische und salzburgerische Befindlichkeiten, Minikrimis in ländlichen Welten, spannend und unterhaltsam mit teils überraschenden Wendungen.

Christian Weingartner, 1958 geboren in Wels, O.Ö. Studium der Publizistik und Sportwissenschaften in Salzburg. Lebt als freier Journalist, Fotograf und Autor in Salzburg. Veröffentlichungen von Texten in Anthologien und Literaturzeitschriften. Buchveröffentlichungen: „Atemlos“ (Lyrik, 1996); „Die Region als Bühne“(Schwarzweiß-Fotografien, 1998); „Der Traum der Regenbogenschlange“ (Australische Texte, 2002); „Vom Fallen des Schnees im August“ (Lyrik, 2005); „Reise Blues“ (Texte vom Unterwegssein, 2005); „Was am Weg liegt“ (Kurzgeschichten, Arovell 2007)

Eintritt: E 6/4 Veranstalter: prolit

Mittwoch, 24. September 2008, 20 Uhr Veranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg

Evelyn Schlag & Salzburger Autorinnen/Autoren: “Sprache von einem anderen Holz” Buchpräsentation & Lesungen

Schön, mit Evelyn Schlag eine der bedeutendsten Stimmen zeitgenössischer Lyrik im Literaturhaus begrüßen zu dürfen. Schön, dass es dabei zu einem Austausch mit Dichtungen Salzburger AutorInnen kommen wird. Aus eingereichten Texten hat sich die eingeladene Autorin drei Mitlesende erwählt. Somit werden an diesem Abend drei bei Redaktionsschluss noch nicht gekürte DichterInnen der SAG ihr Sprechen „von einem anderen Holz“ zu Gehör bringen. Evelyn Schlag liest aus ihrem noch druckfrischen Lyrikband „Sprache von einem anderen Holz“. Seit zwei Jahrzehnten stoßen Evelyn Schlags konsequent durchkomponierte Gedichtbände auf internationale Resonanz. Sie zeugen von hoher Musikalität und formaler wie thematischer Vielfalt. Ein feines Gespür für die geheimen Reden der Sprache findet sich auch in jeder Zeile des neuen Buches, das neben flirrender Sinnlichkeit einen anderen, zornigen Ton anschlägt. In den Liebesgedichten hören wir einerseits vom „Ineinander der Kosungen“ eines vertrauten Paares. Andererseits beschreibt Evelyn Schlag eine aus den Fugen geratene Welt, die Gewalt, die in ihr herrscht, den Konsum und die „Umleitungen des Schicksals“ der Marginalisierten. (Zsolnay Verlag, gek.) „Evelyn Schlag übersetzt die ganze Welt scheinbar mühelos ins Gedicht.“ Erich Klein, Falter Evelyn Schlag, geb. 1952 in Waidhofen/Ybbs, Studium der Anglistik und Germanistik, lebt als freie Schriftstellerin in Waidhofen/Ybbs. Zuletzt erschienen: „Brauchst du den Schlaf dieser Nacht“ (Gedichte, Zsolnay 2002); „Das L in Laura“ (Roman, Zsolnay 2003); „Architektur einer Liebe“ (Roman, Zsolnay 2006); „Sprache von einem anderen Holz“ (Gedichte, Zsolnay 2008).

Eintritt E 6/4 Veranstalter: Salzburger Autorengruppe

Donnerstag, 25. September 2008, 20 Uhr Veranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg

Ayfer Tunc & Barbara Frischmuth: Yakin Bakis: türkisch-deutsches Stadtschreiber-Projekt Lesungen (türk./dt.) & Gespräch

Von 22. September bis 14. Oktober lebt die türkische Autorin Ayfer Tunc als Stadtschreiberin in Salzburg. Gemeinsam mit der österreichischen Schriftstellerin Barbara Frischmuth, die im März 2008 Stadtschreiberin in Istanbul war, tritt sie im Literaturhaus auf. Übersetzung: Özgür Savasci. Deutsche Lesung: Bernadette Heidegger. Erstmals nimmt mit Salzburg eine österreichische Stadt am Stadtschreiber-Projekt der Goethe-Institute und des Netzwerks der Literaturhäuser (Medienpartner: Arte) teil. Acht deutschsprachige Autoren waren im Frühjahr für ein paar Wochen in verschiedenen türkischen Städten in die Gesellschaft des Gastlandes eingetaucht, nun passiert der Gegenbesuch aus der Türkei - Gast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. In Internet-Tagebüchern und in deutschsprachigen und türkischen Zeitungen schreiben sie über ihre Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen. Auf der eigens eingerichteten Website zu „Yakın Bakış“ ­­- www.goethe.de/yakinbakis - sind die Tagebucheinträge, Städte- und Autorenportraits in deutscher und türkischer Sprache zu lesen. Zusätzlich zu den Internet-Einträgen wird nach Ende der Projekts eine zweisprachige Publikation mit den Beiträgen der Schriftsteller stehen. Ayfer Tunc, geboren 1964 in Adapazari, lebt in Istanbul. Schriftstellerin, TV-Drehbuchautorin, Journalistin und ehemalige Chefredakteurin des Yapi Kredi-Verlages (1999 bis 2004). Für ihr in zahlreiche Sprachen übersetztes Buch „Bir Maniniz Yoksa Annemler Size Gelecek”, das mehr als 100.000 Mal verkauft wurde, erhielt sie den Balkania-Preis 2003. Insgesamt sind bisher elf Bücher erschienen, in den sie im Stil traditionsreicher türkischer Autoren von der Größe und Tiefe menschlicher Leere und dem leidvollen Kampf mit dem Leben erzählt. Barbara Frischmuth, geboren 1941 in Altaussee, wo sie als Autorin von Romanen, Erzählungen, Essays, Gedichten, Hörspielen,Theaterstücken und Kinderbüchern lebt. Nach dem Dolmetsch-Studium für Englisch, Türkisch und Ungarisch und dem Studium der Orientalistik arbeitet sie als Schriftstellerin und Übersetzerin. Zahlreiche Auszeichnungen und Veröffentlichungen, zuletzt „Zwischen Halbmond und Stern” (Essays, 2008) und „Vergiss Ägypten. Ein Reiseroman” (2008).

Eintritt: E 6/4 Veranstalter: Verein Literaturhaus

Freitag 26. September 17 Uhr bis Sonntag, 28. September 2008, 13 Uhr Veranstaltungsort: Bibliothek des Literaturhauses

Barbara Neuwirth: “Erfahrungen schreiben”

Schreibwerkstatt

Viele SchriftstellerInnen nützen für ihre Texte Erfahrungen - das können Wissenserfahrungen sein, Leseerfahrungen, aber auch Lebenserfahrungen. Biographisches, Autobiographisches, Historisches, Faktisches und Fiktionales, Emotionales, Intertextuelles und auch Ideelles mischen sich in den Texten, finden im besten Fall eine Verbindung, die den LeserInnen Zugang zur erschriebenen Welt, aber auch Zugang zur eigenen Welt ermöglichen. Geeignet fürs Schreiben von Erfahrungen sind alle literarischen Gattungen, bestimmte Stoffe lassen sich aber sinnvoller in der einen oder anderen vermitteln.

In dieser Schreibwerkstatt beschäftigen wir uns mit dem Finden von Stoffen und den Möglichkeiten der Umsetzung. Wesentlich für interessante Literatur ist der persönliche Zugang zu den Stoffen, das Schreibhandwerk stellt aber die Basis für die Umsetzung dar. An diesem Wochenende steht die Praxis im Vordergrund, die auch Informationen zu folgenden Fragen umfasst: Wie gestalte ich Manuskripte, wenn ich sie zur Publikation bei Literaturzeitschriften/Verlagen anbieten möchte? Wie funktioniert der „Literaturbetrieb“? In während der Werkstatt geschriebenen Texten können Anregungen umgesetzt werden, die Präsentation der Texte in der Gruppe und die Diskussion darüber soll einen Dialog über das Handwerk des Schreibens und die „individuelle Handschrift“ fördern.

Leitung: Barbara Neuwirth, geb. 1958, Studium der Geschichte und Ethnologie in Wien, von 1986 – 1997 Verlegerin im Wiener Frauenverlag/Milena Verlag, seit 1997 freiberufliche Schriftstellerin und Wissenschaftslektorin, zahlreiche Buchpublikationen, Beiträge in Anthologien und Zeitschriften und Theaterstücke. www.barbara-neuwirth.com

Anmeldung: Literaturforum Leselampe, Strubergasse 23, Telefon 42 27 81, FAX – 27, E-mail: leselampe@literaturhaus-salzburg.at

Termine: Freitag, 26. September, 17 - 20 Uhr, Samstag ganztags, Sonntag, 28. September, 10 bis 13 Uhr.

Kosten: E 65 Veranstalter: Salzburger Literaturforum Leselampe

Dienstag, 30. September 2008, 20 Uhr Veranstaltungsort: Literaturhaus Salzburg

Gilles Leroy: “Alabama Song” Lesung & Gespräch (franz./dt.)

Der „Prix Goncourt” für seinen Roman „Alabama Song” machte den 50-jährigen Schriftsteller Gilles Leroy über Nacht zum Star der französischen Literaturszene. Jetzt ist das Buch im Verlag Kein & Aber auf Deutsch erschienen, übersetzt von Xenia Osthelder. Und der Autor kommt erstmals zu einer Lesung ins Literaturhaus Salzburg! Deutsche Lesung: Michael Kolnberger. Der Roman dreht sich um Zelda und F. Scott Fitzgerald - das Glamourpaar der 20er Jahre. In „Alabama Song“ lässt Gilles Leroy Zelda selbst die Geschichte ihrer großen, zerstörerischen Liebe erzählen. Montgomery, Alabama, im Juni 1918: Inmitten der Scharen von lärmenden Soldaten verliebt sich die selbstbewusste Zelda, Tochter des Richters Anthony Sayre, in einen gutaussehenden Leutnant aus dem Norden: F. Scott Fitzgerald. Dieser kennt nur ein Ziel: Er will der berühmteste Schriftsteller Amerikas werden. Kein Jahr später sind die beiden verheiratet und beginnen ein rastloses, exzessives Leben. In New York, Paris, an der Côte d’Azur begegnen sie den großen Künstlern ihrer Zeit, geben sich dem kollektiven Lebensrausch einer ganzen Epoche hin. Doch während Scott hier den Stoff für seine berühmten Romane findet, muss sich Zelda ein Leben lang verstecken, um schreiben zu können. Zelda Sayre galt lange als die hysterische Verrückte an der Seite des Schriftstellergenies. In seinem preisgekrönten Roman zeichnet Gilles Leroy nun das faszinierende Bild einer über die Maßen begabten, willensstarken Frau - Schriftstellerin, Tänzerin, Malerin -, der ihr Lebenshunger zum Verhängnis wurde. Gilles Leroy wurde 1958 bei Paris geboren und studierte Geisteswissenschaften mit besonderem Schwerpunkt auf der amerikanischen und der japanischen Literatur. Seine oft autobiographisch geprägten Romane erscheinen seit 1990 beim Verlag Mercure de France.

Eintritt: E 6/4 Veranstalter: Verein Literaturhaus, cultures francophones, Französisches Kulturinstitut Wien

(Quelle: S24)

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