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Lustenauer Derby ist eine Frage der Farbe und der Ehre

Blau oder Grün – der Weg zu den Punkten heute im Reichshofstadion ist mit vielen Emotionen gepflastert.

Fussball - Brennen solls am Platz, ansonsten „brennt“ es. Wenn in Lustenau heute um 18.30 Uhr „Blau“ auf „Grün“ trifft, sind Emotionen im Spiel, spaltet sich die fußballverrückte Marktgemeinde. Das Spiel der Gefühle ist die eine Sache, das kühle Kalkül der Trainer die andere. Auch wenn die Ausgangsposition unterschiedlicher nicht sein könnte.Auf der einen Seite der FC Lustenau als Hausherr mit dem Vorhaben, Punkte gegen den Abstieg zu sammeln, auf der anderen die Austria, die nach dem LASK-Sieg plötzlich wieder auf Tuchfühlung mit dem Spitzentrio ist. „Selbst bei einer Dreipunkteregel brauchst du eine Serie“, lässt Austria-Coach Helgi Kolvidsson solche Gedanken gar nicht aufkommen. Der Isländer schafft es derzeit perfekt, zugleich locker aber auch fokussiert auf das Wesentliche zu sein. Deshalb ist auch das erste der bislang drei Saisonderbys (ein Cup-, zwei Ligaspiele) mit der 1:3-Pleite kein Thema mehr für ihn. „Ich denke, wir sind stabiler geworden und lassen weniger zu.“ Das ist jedoch nur ein Teil der Wahrheit, denn dank Pierre Boya und Thiago de Lima Silva hat die Austria in der Offensive deutlich an Stärke gewonnen – weil unberechenbarer. Kolvidsson führt den momentanen Lauf aber auch auf eine „gute Vorbereitung“ zurück, in der praktisch kein Spieler verletzt und krankheitsbedingt länger ausfiel. So hat er erneut die Qual der Wahl, auch in der Ausländerfrage. Und weil er als Trainer der Rotation bei einem dichtgedrängten Spielprogramm durchaus einiges abgewinnen kann, ist von einem Personalwechsel für das Derby auszugehen. „Jeder soll sich ärgern, wenn er zuschauen muss, aber ein Spieler muss eine solche Entscheidung auch akzeptieren. Da zeigt es sich, wie stark wir als Mannschaft sind.“ Aber auch beim FCL wird Coach Damir Canadi nicht auf dieselbe Elf zurückgreifen, die mit ihrer Kompaktheit am Freitag Altach an den Rand einer Niederlage gebracht hat. Zum einen zwickt bei Martin Teurezbacher der Muskel, zum anderen dürfte Ali Osman mehr als eine Alternative sein.
(Quelle: S24)

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