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M-real: Keine Reduktion der Belegschaft in Hallein

Hallein – Überlegungen, die Produktion von gestrichenen Feinpapieren am Standort Hallein aufzulassen, gebe es schon seit längerem, erklärte Jörg Harbring, Geschäftsführer von M-real Hallein, am Montagnachmittag bei einem Pressegespräch. | Vorbericht | S24 hat sich in Hallein umgehört 

Durch den Verkauf des Geschäftsbereiches Grafische Papiere sei lediglich der Zeitdruck für die Suche nach profitableren Produktionsmöglichkeiten größer geworden, sagte Harbring. Mitarbeiterabbau werde es keinen geben, hieß es.

“Wir können mit unseren alten Anlagen im Massenmarkt der gestrichenen Feinpapiere künftig nicht mehr reüssieren”, begründete der Manager die intensive Suche nach neuen Papiersorten, die in Hallein wirtschaftlich hergestellt werden können. In Europa gebe es bei Feinpapieren eine Überkapazität von einer Million Tonnen pro Jahr, der Kostendruck sei enorm. Der Mutterkonzern M-real werde sich in Hinkunft auf die Produktion von Karton und das restliche Papiergeschäft konzentrieren. Die grafischen Feinpapiere wären in den vergangenen Jahren ein Verlustbringer gewesen.

Man suche derzeit intensiv nach Nischen, um das Werk in Hallein zukunftsfähig zu machen, sagte Harbring. Ein entsprechendes Konzept werde voraussichtlich bis Jahresende vorliegen. Welche Papiere künftig am traditionsreichen Standort an der Salzach hergestellt werden sollen, wollte der Geschäftsführer nicht verraten: “Es gibt viele Segmente, wo es nicht solche Überkapazitäten gibt.” Für die Neustrukturierung der Produktion werde es auch Gespräche mit internen und externen Partnern geben.

Ziel sei es, sowohl die Zellstoff- als auch die Papierfabrik weiterzuführen und bis Jahresende eine tragfähige Lösung vorzustellen, sagte Harbring. Er betonte, dass es keinen Mitarbeiterabbau geben werde: “Niemand muss Angst haben.” Die Produktion von gestrichenen Feinpapieren werde in den kommenden Monaten noch fortgeführt.

Derzeit beschäftigt das Werk rund 700 Mitarbeiter, der Großteil davon in der Papierproduktion und -ausrüstung. Im vergangenen Jahr hat der Standort rund 150.000 Tonnen Zellstoff sowie 287.000 Tonnen Papier hergestellt. M-real Hallein setzte damit 228 Mio. Euro um.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 27.06.2019 um 04:48 auf https://www.salzburg24.at/archiv/m-real-keine-reduktion-der-belegschaft-in-hallein-59601079

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