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Machtkampf im Irak

Im Irak ist zwischen Regierungschef Maliki und Parlamentschef Nujaifi ein heftiger Machtkampf entbrannt. Der Streit könnte nach Einschätzung von Kommentatoren noch mehr Gewalt im Land nach sich ziehen. Der sunnitische Parlamentsvorsitzende warf dem schiitischen Premier am Donnerstag vor, er versuche das Parlament zu entmachten, "obwohl er selbst doch seine Legitimität vom Parlament bezogen hat".

Al-Maliki hatte am Vortag erklärt, er habe das Verfassungsgericht angerufen, weil das Parlament die Verabschiedung des Haushaltsentwurfes bewusst verschleppt habe. Die Parteien der Sunniten, die Kurden und auch einige schiitische Parteien werfen Al-Maliki vor, er treffe zunehmend einsame Entscheidungen und versuche, das Parlament zu umgehen. Die Vereinten Nationen und mehrere westliche Regierungen haben die Politiker in Bagdad wiederholt gewarnt, dass ihr Streit den islamistischen Terroristen in die Hände spielt.

Bei einem Bombenanschlag auf ein Cafe nördlich von Bagdad und mehreren weiteren Anschlägen im Zentrum des Landes sind am Donnerstag insgesamt mindestens acht Menschen getötet worden. Die Detonation in dem Cafe bei Baakuba habe sieben weitere Menschen verletzt, teilten die Behörden mit.

(Quelle: S24)

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