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Mandate sind bei Landtagswahl unterschiedlich teuer

Salzburg – Im Lungau wird ein Mandat bei den kommenden Landtagswahlen voraussichtlich nur 6.700 Stimmen kosten, im Pongau dagegen 9.300 Stimmen.

Die Mandate sind bei der Landtagswahl am Sonntag, 1. März, unterschiedlich teuer. Ein Landtagssitz im Lungau wird voraussichtlich nur 6.700 Stimmen kosten. In dem Wahlbezirk Salzburg-Stadt sind für einen Landtagssitz um die 7.200 Stimmen, im Tenngau sowie im Flachgau rund 8.300 Stimmen, im Pinzgau etwa 8.500 Stimmen notwendig. Im Pongau ist ein Mandat am schwierigsten zu erreichen: Zirka 9.300 Stimmen werden erforderlich sein.

Bei dieser Berechnung ist zwischen den im ersten Ermittlungsverfahren zu vergebenden Grundmandaten und den im zweiten Ermittlungsverfahren verteilten Mandaten zu unterscheiden. Nur für die Grundmandate des ersten Ermittlungsverfahrens können derartige Berechnungen über die Höhe der Wahlzahl mit entsprechenden Annahmen durchgeführt werden. Beim zweiten Ermittlungsverfahren sind für die Höhe der Wahlzahl nur grobe Schätzungen möglich, denn hier kommt aufgrund des anzuwendenden Ermittlungsverfahrens nach d’Hondt zusätzlich noch die Verteilung der Stimmen zum Tragen – und die ist natürlich erst nach der Wahl bekannt, unterstrich Raos.

 Die Grundlage für die Mandatszuweisung im ersten Ermittlungsverfahren ist die Wahlzahl, die für jeden der sechs Wahlbezirke unterschiedlich hoch ist. Sie ergibt sich durch Division der gültigen Stimmen durch die Zahl der zu vergebenden Mandate, die zwischen zwei im Bezirk Tamsweg und zehn im Bezirk Salzburg-Umgebung liegt. Das heißt, um im Lungau ein Grundmandat zu erringen, muss eine Partei die Hälfte der gültigen Stimmen auf sich vereinen. Im Bezirk Salzburg Umgebung sind dafür nur zehn Prozent notwendig.

Unter der Annahme, dass Wahlbeteiligung und Anteil der gültig Wählenden gleich hoch sind – wie bei der Landtagswahl 2004 -, so ist bei einer Wahlbeteiligung zwischen 65,2 Prozent in der Stadt Salzburg und 83,3 Prozent im Pongau, einem Anteil gültig Wählender von 97,1 Prozent (Flachgau) bis 98,2 Prozent (Lungau, Pinzgau) und insgesamt 386.068 Wahlberechtigten von rund 292.000 gültigen Stimmen und Wahlzahlen zwischen 6.700 im Lungau und 9.300 im Pongau auszugehen. So viele Stimmen sind erforderlich, um im ersten Ermittlungsverfahren auf Wahlbezirksebene ein Mandat zu erhalten. Am “teuersten” ist damit ein Mandat voraussichtlich im Pongau, am “billigsten” im Lungau.

Wie viele Stimmen im zweiten – und letztendlich entscheidenden – Ermittlungsverfahren für ein Mandat erforderlich sind, hängt maßgeblich davon ab, wie die Wahl schließlich ausgehen wird, d.h. wie hoch die Stimmanteile der Parteien sein werden und in welchem Verhältnis diese zueinanderstehen. Ausgehend von Anfang Februar veröffentlichen Umfrageergebnissen erscheint eine Wahlzahl von rund 8.000 möglich, erklärte Raos.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 11.05.2021 um 09:25 auf https://www.salzburg24.at/archiv/mandate-sind-bei-landtagswahl-unterschiedlich-teuer-59613310

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