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Marlies Schild in Levi am Start

Marlies Schild wird am Samstag im Weltcup-Slalom in Levi ihr Comeback nach langer Verletzungspause geben.

Marlies Schild ist bereit für die Rückkehr in den Ski-Weltcup. Die 28-jährige Salzburgerin bestand beim zweitägigen Training im direkten Vergleich mit ihren Teamkolleginnen und wird am Samstag im Slalom in Levi erstmals seit 15. März 2008 wieder ein Weltcuprennen bestreiten. “Es war ein echter Härtetest, wir hatten eine sehr harte Piste, es ist ihr aber super gegangen, sie war bei unseren Schnellsten mit dabei”, sagte ÖSV-Damen-Cheftrainer Herbert Mandl am Mittwoch zur APA. An den Zeitläufen nicht teilgenommen hat Kathrin Zettel. Die Niederösterreicherin laboriert an einer Halsentzündung mit Fieber, hütet das Bett und wird auch in Finnland fehlen.

Am 9. Oktober 2008 hat sich Schild im Training auf dem Rettenbachferner bei Sölden einen Trümmerbruch sowie einen Bruch des Schienbeinkopfes im linken Unterschenkel zugezogen. Am 22. Juli 2009 stand sie erstmals wieder auf Skiern, wurde im September bei ihrem Kampf zurück infolge von Überbeanspruchung von einer Beinhautentzündung jedoch wieder ein wenig gebremst. “Es ist wichtig, dass sie die Erwartungen für Levi runterschraubt, es zu verkrampft anzugehen wäre nicht gut, dann kann sie ihre Leistung nicht bringen”, erklärte Mandl, der nach dem Training auf dem Pass Thurn jedoch klar fest stellte: “Sie ist ready. Sie hat in den vergangenen Wochen schon gut trainiert, aber alleine und auf superschöner Piste. Es war wichtig, dass sie jetzt mit dem ganzen Team fährt – und bei ruppigen Bedingungen. Und das war kein Problem.”

Das bisher letzte Rennen hat die Slalom-Weltcupsiegerin von 2007 und 2008 am 1. April 2008 bestritten, bei den österreichischen Torlauf-Meisterschaften in Haus gewann sie den Titel. Den bisher letzten Sieg im Weltcup feierte sie am 14. März 2008 im Slalom des Finales in Bormio, tags darauf wurde sie im Riesentorlauf Sechste und verabschiedete sich in die rennfreien Monate. Aus der saisonal bedingten Pause wurde jedoch eine Zwangspause, in der Schild nicht nur an der Rückkehr in den Profisport gearbeitet hat, sondern in der sie auch zufriedener geworden ist. “Ich denke jetzt eher an das Hier und Jetzt. Ich bin zufrieden, wie es jetzt läuft und ich hoffe, mich noch steigern zu können”, sagte sie vor ein paar Tagen als Studiogast in der ORF-Sendung “Sport am Sonntag.”

In den vergangenen Jahren habe sie vom Umfeld oft vermittelt bekommen, dass ein nicht gewonnener Slalom eine Niederlage sei. “Selber fängt man dann auch so zu denken an. Wenn ich jetzt im ersten Rennen Vierte werde, ist das ein großer Erfolg. Ich bin nach wie vor ehrgeizig, weiß, wo ich hin will, was meine Ziele sind. Aber man muss immer das Positive rausholen, auch aus einem vierten, fünften oder zehnten Platz.” Dies habe sie sich auch im vergangenen Jahr immer wieder gesagt, denn es habe natürlich Phasen gegeben, in denen es nicht so gut gelaufen sei. “Aber man verlernt Skifahren und Ehrgeiz nicht, das ist schon wieder ein ganz gutes Gefühl.”

Levi bezeichnet Schild als “ganz schönen Ort” für die Rückkehr, denn sie habe in Finnland schon einmal im Europacup ein Comeback gegeben. Es war dies am 29. November 2001, sie wurde hinter Lokalmatadorin Tanja Poutiainen Zweite.

(Quelle: S24)

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