Jetzt Live
Startseite Archiv
Archiv

Medikamente und ihre Nebenwirkungen vertragen sich nicht mit Autofahren

Wien/Salzburg – Wer akut erkrankt ist, hat hinter dem Steuer nichts verloren. Dies meldete der ÖAMTC in einer Presseaussendung am Freitag und warnt vor den Gefahren, die durch Medikamenteinfluss am Steuer entstehen können.

Die Schatten werden länger, die Sonnenscheinzeiten kürzer, es wird feucht und kalt. “Damit steigt auch die Anfälligkeit der Menschen für diverse Erkrankungen”, sagt ÖAMTC-Mediziner Heimo Vedernjak. Neben Schnupfen, Husten und Grippe kann es – jahreszeitenbedingt durch hormonelle Umstellungen und Lichtmangel – auch zu depressiven Verstimmungen kommen. Alle Erkrankungen haben etwas gemeinsam: Sehr oft rückt man ihnen mit Medikamenten zu Leibe. Aber, Achtung: “Medikamente können die Reaktionsfähigkeit verlangsamen und auch zu Konzentrationsmängeln führen. Manche Mittel beeinflussen das Selbsteinschätzungsvermögen und können zu riskanten Fahrmanövern führen”, warnt der ÖAMTC-Arzt. Wer eine akute Erkrankung wie eine Grippe hat oder auch “nur” unter Kopfschmerzen leidet, sollte sich sowieso schonen und nicht im Auto sitzen. “Wenn sich Fahrten absolut nicht vermeiden lassen, muss man vorher auf jeden Fall die eventuellen Nebenwirkungen von Medikamenten abklären”, betont Vedernjak.

Im Normalfall informiert der Arzt den Patienten beim Verschreiben eines pharmazeutischen Präparats umfassend über dessen Wirkungsweise. “Als mündiger Patient sollte man auch genau nachfragen”, empfiehlt der ÖAMTC-Mediziner. Auch der Apotheker weiß über die Wirkungsweise von Medikamenten Bescheid. Und es empfiehlt sich prinzipiell, vor Einnahme eines Medikaments den Beipacktext zu lesen. Viele Menschen kaufen auf “Eigenmedikation” in der Apotheke ein. “Auch rezeptfreie Arzneimittel können Wirkstoffe enthalten, die sich auf das Fahrverhalten auswirken, beispielsweise Alkohol”, betont Vedernjak.

Viele Menschen müssen über längere Zeiträume Medikamente einnehmen. Die verabreichten Präparate können aufgrund einer starken Medikation die Fahrtauglichkeit anfangs erheblich beeinträchtigen. Bei Schmerzmitteln beispielsweise ist man nach einer Eingewöhnungsphase oft wieder in der Lage, ein Kraftfahrzeug zu lenken. “Das sollte aber niemals ohne Erlaubnis durch den Arzt geschehen”, sagt der ÖAMTC-Mediziner abschließend.

Medikamente, die die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen können sind unter anderem: Schlaf- und Beruhigungsmittel, alkoholhältige Hustensäfte und -tropfen, Antidepressiva, Opiate (Schmerzmittel), Rheuma- und Allergiemedikamente.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 06.05.2021 um 11:57 auf https://www.salzburg24.at/archiv/medikamente-und-ihre-nebenwirkungen-vertragen-sich-nicht-mit-autofahren-59626741

Kommentare

Mehr zum Thema