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Mehr als drei Millionen syrische Flüchtlinge

Die UNO fordert "internationale Anstrengungen" Salzburg24
Die UNO fordert "internationale Anstrengungen"

Mehr als drei Millionen Syrer sind nach UNO-Angaben aus ihrer Heimat geflohen. Angesichts dieses enormen Stroms forderte das UNO-Flüchtlingswerk UNHCR eine "gewaltige" internationale Anstrengung bei der Unterstützung der Aufnahmeländer. Zu den in der Region registrierten Flüchtlingen kämen noch Hunderttausende hinzu, die nirgendwo registriert seien, sagte UNHCR-Chef Antonio Guterres in Amman.

Die Aufnahmeländer bräuchten dringend Hilfe, um für Gesundheit, Bildung und Sicherheit der Flüchtlinge zu sorgen. Ohne Unterstützung könnten einige Staaten gezwungen sein, den Zugang zu ihrem Land einzuschränken, warnte Guterres. "Die Welt muss eine Generation von traumatisierten, isolierten und leidenden Kindern vor der Katastrophe retten", erklärte Schauspielerin Angelina Jolie in ihrer Funktion als Sondergesandte des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge am Freitag.

Das UNO-Programm hat bisher 850 Millionen Dollar (625 Mio. Euro) von der Staatengemeinschaft erhalten, um die Hilfe für die Flüchtlinge in der Region auszuweiten. Doch allein die Kosten für die Lager in Jordanien, wo derzeit mehr als 600.000 Syrer leben, werden für 2013 auf rund 1,8 Milliarden Dollar geschätzt.

Regierungskreisen zufolge hat Amman in dieser Woche seine Bedingungen für syrische Staatsangehörige verschärft, die über Drittländer einreisen wollen. Amnesty International warf Jordanien vor, seine Grenze zu Syrien dichtzumachen. Jordanische Behörden wiesen den Vorwurf zurück.

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