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Mehrere Bergungen von Skifahrern in Salzburg

Trotz ausdrücklicher großer Lawinenwarnung sind am Samstag etliche Tourengeher bzw. Skifahrer in Salzburg abseits der Piste unterwegs gewesen und mussten die Bergrettung um Hilfe rufen.

Im Gemeindegebiet von Rußbach (Tennengau) wurden fünf jugendliche Skifahrer aus ihrer Notlage befreit und ebenfalls in der Skiregion Dachstein verließen vier Skifahrer die markierte Piste und verirrten sich – auch sie wurden unverletzt geborgen. Im Gemeindegebiet von Faistenau (Flachgau) wurde ein Skifahrer unverletzt geborgen, so die Polizei.

Die fünf jugendlichen Skifahrer im Alter von 12 bis 16 Jahren aus Bad Goisern (OÖ) verließen im Skigebiet Dachstein West im Bereich der Abfahrt der Rußbacher Hornbahn die gekennzeichnete Skipiste und verirrten sich im sogenannten “Neffgraben”. Sie konnten aufgrund des steilen Geländes weder nach unten noch nach oben, so dass der Bergrettungsdienst Abtenau verständigt werden musste. Das Quintett wurde unverletzt durch die Bergrettung mittels Seil geborgen.

Ebenfalls im Skigebiet Dachstein West fuhren um 17.20 Uhr zwei erwachsene (22 und 36 Jahre) und zwei jugendliche (15 und 17 Jahre) Skifahrer im Gemeindegebiet von Rußbach von der Hornspitze in Richtung Talstation der Rußbacher Hornbahn. Auf Höhe der Schlepplift – Mittelstation verließen sie die markierte Piste und verirrten sich ebenfalls im “Neffgraben”. Aufgrund der Steilheit des Grabens konnten die Skifahrer nicht allein ins Tal abfahren und verständigten per Notruf die Rettungskräfte. Der Bergrettungsdienst Abtenau war mit 14 Bergrettungsleuten im Einsatz und konnte unter Mithilfe der Rußbacher Liftgesellschaft die drei Deutschen und einen Österreicher unverletzt bergen und ins Tal verbringen.

Ein Mann verständigte gegen 15.00 Uhr telefonisch die Bergrettung und teilte mit, dass er aufgrund schlechter Sichtverhältnisse die Orientierung verloren habe und von der Loipersbacherhöhe im Gemeindegebiet von Faistenau in die falsche Richtung zur Lahneralm abgefahren ist. Wegen akuter Lawinengefahr war ein Weiterkommen nicht mehr möglich. Die Bergrettung sowie ein Beamter der Alpinpolizei begaben sich bei äußerst schlechten Verhältnissen zur Loipersbacherhöhe, der angeforderte Hubschrauber musste seinen Einsatz wegen schlechter Sicht abbrechen. Der Skifahrer konnte bei akuter Lawinengefahr und starkem Schneefall gegen 19.30 Uhr unverletzt von den Einsatzkräften geborgen werden.

(Quelle: S24)

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