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Menschenkette gegen Rechts in Sachsen-Anhalt

Protest gegen Neonaziaufmarsch in Dessau-Roßlau Salzburg24
Protest gegen Neonaziaufmarsch in Dessau-Roßlau

Begleitet von einem Großaufgebot der Polizei haben die Einwohner von Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt in Deutschland gegen einen Aufmarsch von rund 200 Neonazis protestiert. Sie bildeten dazu am Samstag in der Innenstadt eine kilometerlange Menschenkette. Oberbürgermeister Klemens Koschig (parteilos) rief zu "Zivilcourage, Mut und Entschlossenheit" gegen Fremdenhass auf.

Mit Pfiffen, Sprechchören und Plakaten traten Demonstranten aus der linken Szene den Rechtsextremen schon bei ihrer Ankunft am Hauptbahnhof entgegen. Mit Mahnwachen und dem Läuten von Kirchenglocken wurde am Nachmittag in Dessau der Opfer des Luftangriffs der Alliierten vom 7. März 1945 gedacht. Damals versank fast die gesamte Stadt in Schutt und Asche, Hunderte Menschen starben. Seit Jahren missbrauchen Rechtsextreme den Jahrestag für ihre Propaganda und ziehen durch die Stadt. Am Abend sollte es in Dessau-Roßlau zudem einen Neonazi-Aufmarsch gegen die Asylpolitik geben.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) appellierte an die Menschen, Rechtsextremen die Stirn zu bieten. "Wichtig ist, dass wir als Bürger Flagge zeigen, überall im Land", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Er war mit seiner Ehefrau Gabriele nach Dessau-Roßlau gekommen.

Kirchen, Künstler, Bürger, Parteien, Gewerkschaften, Vereine und Organisationen unterstützten die friedlichen Proteste. Die Polizei war mit mehr als 1.000 Beamten aus fünf Ländern, einer Reiterstaffel und per Hubschrauber im Einsatz, um Auseinandersetzungen zu verhindern.

(Quelle: S24)

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