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Mindestens 35 Tote bei Anschlägen im Irak

Die Folge von Anschlägen im Irak reißt nicht ab. Am Montag wurden Polizeikreisen zufolge mindestens 35 Menschen getötet. Ein Bombenattentat richtete sich am Abend gegen einen Markt im Zentrum von Bagdad. Bei einem weiteren Anschlag in einem anderen Teil der Hauptstadt starben vier Polizisten. Tote gab es außerdem bei Anschlägen in der Stadt Mossul im Nordirak, in Bakuba und in Nasirijah.

Zudem wurden bei einem Bombenattentat gegen die Anti-Al-Kaida-Miliz Sahwa in Bagdad ein Milizionär getötet, vier weitere Milizionäre erlitten Verletzungen. Bei weiteren Angriffen in Bagdad starben drei Menschen, unter ihnen ein Mitarbeiter des Justizministeriums.

Der französische Botschafter im Irak, Denys Gauer, erklärte unterdessen die Bereitschaft seines Landes, Bagdad beim Anti-Terror-Kampf mit Ausrüstung, Ausbildung und Geheimdienstinformationen zu helfen. Gauer sagte, dies beinhalte "natürlich" auch den Verkauf von Waffen. Bisher hat sich der Irak vornehmlich mit Waffensystemen aus den USA und Russland versorgt.

Seit Jahresbeginn hat die religiös motivierte Gewalt im Irak deutlich zugenommen. Amtlichen Angaben zufolge wurden 2013 bereits mehr als 5.900 Menschen getötet. Allein im November waren es mindestens 500 Tote. Ministerpräsident Nuri Maliki bat daher in Washington um Unterstützung im Kampf gegen extremistische Gruppen. Seine Gegner machen ihn jedoch selbst mit für die Gewalteskalation verantwortlich. Insbesondere die Sunniten fühlen sich benachteiligt und klagen über den autoritären Regierungsstil Malikis.

Aufgerufen am 21.05.2019 um 01:29 auf https://www.salzburg24.at/archiv/mindestens-35-tote-bei-anschlaegen-im-irak-44326435

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