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Miro Bojceski: "Will nicht vom Arbeitslosengeld leben"

Nach der Trennung vom SV Grödig spricht Miroslav Bojceski über verpasste Ziele, seine Zukunft und worauf er sich nun freut.

Miroslav Bojceski ist gut gelaunt. Der 40-Jährige verbrachte einige Tage in Mazedonien, seinem ehemaligen Heimatland. Dort nahm er Abstand von den Geschehnissen in den vergangenen Monaten und absolvierte zugleich ein Seminar für die Trainer-Profilizenz der UEFA.

Es war ein riskanter Schritt des SV Grödig, in der Winterpause mit Bojceski einen relativ unerfahrenen Trainer als Nachfolger von Heimo Pfeifenberger zu verpflichten. Bojceski war seit 2003 ein wichtiger Spieler bei den Vorstädtern und hatte daher stets ein gutes Verhältnis zu Manager Christian Haas. Nach einem kurzen Abstecher als Coach bei der Salzburger Austria kehrte er im Dezember 2008 an die Stätte früherer Erfolge zurück.

 Mit dem neuen Trainer kamen auch neue Spieler wie Gerhard Breitenberger und Leonardo Ferreira Da Silva, kurz Leonardo. Das Ziel, der  Klassenerhalt, wurde schlussendlich verpasst. Vier Punkte fehlten nach 33 Runden zum Verbleib der ADEG Ersten Liga. „Ich will niemandem die Schuld geben. Natürlich haben manche Spieler nicht die Leistung gebracht, die wir erwartet haben. Aber schlussendlich haben wir gemeinsam unser Ziel nicht erreicht“, erklärt Bojceski.

Vor allem Stürmer Leonardo, der vor drei Jahren bei Altach für Furore gesorgt hatte, blieb weit hinter den Erwartungen. Bei seiner Verpflichtung  im Winter hatte er noch  zehn Tore angekündigt, in 13 Partien traf der Brasilianer lediglich drei Mal.

Bojceski hat viel riskiert und alles verloren. Er hat seinen Job als Fertigungstechniker bei der Grödiger Firma Tecan aufgegeben, um sich ganz seiner Trainertätigkeit zu widmen. Nun steht er ohne Arbeit da. „Ich hoffe, dass ich bald wieder im Fußball arbeiten kann. Ich will auf keinen Fall vom Arbeitslosengeld leben“, betont der ehemalige Nationalspieler Mazedoniens.

Ein Angebot eines Vereins soll bereits vorliegen. „Es handelt sich dabei um einen Profiklub, allerdings im Nachwuchsbereich. Aber auch dort werden die Trainer gut bezahlt.“ Ob es sich um Red Bull Salzburg handelt, wollte Bojceski nicht verraten. Vorerst freut er sich auf den Urlaub mit seiner Familie in Griechenland. „Dann werde ich mich wieder um meine berufliche Zukunft kümmern“, so Bojceski.

hs

(Quelle: S24)

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