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Mit weniger Tempo und mehr Abstand sicher durch den Herbst

Salzburg – Besonders gefährlich sind im Herbst Nebel und Aquaplaning für den Straßenverkehr. Mit angepasster Geschwindigkeit und genügend Abstand kommen Autofahrer bei widrigen Wetterverhältnissen sicherer an ihr Ziel.

Nebel und Regen verschlechtern nicht nur die Sicht sondern auch die Haftung der Fahrbahn, berichtet das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) am Montag in einer Aussendung. Nasses Laub auf der Straße kann genauso rutschig sein wie eine schneebedeckte Fahrbahn. Der Bremsweg verlängert sich sofort um Längen. Bei Walddurchfahrten und schattigen Straßenabschnitten ist die Fahrbahn häufig nass.

Für Autofahrer ist das besonders tückisch, denn auch ohne Niederschlag trocknet die Straße dort meistens den ganzen Tag über nicht richtig. Wenn ein Autofahrer von der trockenen Fahrbahn überraschenderweise auf eine nasse Fahrbahn kommt, muss er sich auf die veränderten Eigenschaften der Straße einstellen. “Um das Unfallrisiko zu verringern, hilft: Die Geschwindigkeit den Wetterverhältnissen anpassen, Fahren auf Sicht und Abstand halten”, rät Rainer Kolator, Leiter des KfV in Salzburg.

Viele Unfälle bei Nebel passieren wegen zu hohem Tempo und zu geringen Sicherheitsabstan. Deshalb sollten speziell bei Nebel mindestens drei Sekunden Abstand eingehalten werden. Besonders kritisch ist die Zeit von sechs bis zehn Uhr vormittags in den Monaten Oktober bis Jänner. 70 Prozent der Unfälle bei Nebel ereignen sich in diesen vier Monaten. “Besonders von Nebel betroffen sind im Bundesland Salzburg das Seengebiet und der Raum Enns-Pongau”, so Rainer Kolator.

Gefahr Aquaplaning

Die Gefahr des Aquaplanings und das damit zusammenhängende erhöhte Unfallrisiko werden häufig unterschätzt. Regen bedeutet Aquaplaninggefahr und dann sollte sofort das Tempo an die widrigen Umstände angepasst werden. Sollte es doch zum Aufschwimmen der Reifen kommen: Auf keinen Fall bremsen oder das Lenkrad in eine andere Richtung drehen.

Nicht nur bei verschneiten Straßen ab 1. November sondern ab Temperaturen unter sieben Grad Celsius ist es Zeit für den Wechsel auf Winterreifen. Auch Geländewagen, die über Allradantrieb und Bodenfreiheit verfügen, dürfen auf die richtige winterliche Bereifung nicht vergessen. Busse und Lkw über 3,5 Tonnen müssen von 15. November bis 15. März Winterreifen auf mindestens einer Antriebsachse montiert haben. Zusätzlich müssen diese Fahrzeuglenker in diesem Zeitraum Schneeketten für mindestens zwei Antriebsräder mitführen.

Auch Fußgänger und Radfahrer können in dieser Zeit viel für ihre Verkehrssicherheit tun. Mit reflektierender Kleidung werden sie besser wahrgenommen.  Erwachsene sollten hier den Kindern hier mit gutem Beispiel vorangehen. Das Tragen von heller Kleidung und vor allem reflektierender Materialien kann lebensrettend sein.

KfV-Tipps zum Verhalten bei Nebel und herbstlicher Witterung mit Regen und Nässe:

-  Die wichtigste Regel bei schlechten Sichtverhältnissen lautet: ” Die Geschwindigkeit den Wetterverhältnissen anpassen und Abstand halten!”

–  ”Fahren auf Sicht” – d.h. innerhalb der eingesehenen Strecke muss der Fahrer jederzeit anhalten können, auch im Kolonnenverkehr. Niemals blind in “Nebelwände” einfahren, sondern schon vor der Nebelbank abbremsen.

-  Speziell bei Nebel ausreichend Abstand halten: Bei 50 km/h bedeutet das zumindest drei Sekunden Abstand. Als Faustregel gilt: 50 Meter Sicht – 50 km/h Höchsttempo. 

-  Scheibenwischer einschalten und die Scheibenwaschanlage öfter benutzen, um “Nebelschlieren” von der Windschutzscheibe zu entfernen.

-  Möglichst weit rechts fahren

-  Besondere Vorsicht bei Baustellen: Markierungen und Verkehrsführungen können bei Nebel schlecht erkennbar sein.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 07.05.2021 um 05:43 auf https://www.salzburg24.at/archiv/mit-weniger-tempo-und-mehr-abstand-sicher-durch-den-herbst-59626759

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