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Mordverfahren um "Schlächter von Kanada" gestartet

Magnotta war im Juni 2012 verhaftet worden Salzburg24
Magnotta war im Juni 2012 verhaftet worden

Einer der spektakulärsten Kriminalfälle der jüngeren Vergangenheit wird ab nun vor Gericht verhandelt. Am Montag startete zunächst das Vorverfahren gegen den 30-jährigen Kanadier Luka Rocco Magnotta, der seinen Freund mit einem Eispickel ermordet und die Leiche zerstückelt haben soll.

Es geht darum, ob genügend Beweise vorliegen, um das Hauptverfahren gegen den Ex-Pornodarsteller zu eröffnen. Zu Beginn des Vorverfahrens gegen den 30-Jährigen, der auch als Prostituierter arbeitete, beantragten seine Anwälte, die Öffentlichkeit auszuschließen.

Staatsanwalt will öffentlichen Prozess

Ein "gerechter" Prozess sei nur möglich, wenn die Geschworenen nicht dem Druck der Öffentlichkeit ausgesetzt würden, argumentierten sie. Die Staatsanwaltschaft und ein Medienanwalt sprachen sich dagegen aus. Richterin Lori Renee Weizmann will ihre Entscheidung am Dienstag verkünden.

Leichenteile per Post verschickt

Magnotta schickte laut Anklage nach dem Mord an seinem chinesischen Freund mehrere Leichenteile des Opfers an politische Parteien in Ottawa sowie Schulen in Vancouver. Zudem soll er die Tat gefilmt und das Video ins Internet gestellt haben.

Flucht nach Europa, Festnahme in Berlin

Magnotta flüchtete nach der Tat nach Frankreich und von dort nach Berlin. Anfang Juni vergangenen Jahres wurde der Kanadier vom Betreiber eines Internetcafes im Stadtteil Neukölln erkannt und von der Polizei festgenommen. Nach seiner Auslieferung nach Kanada bekannte er sich nicht schuldig. (APA)

 

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 17.09.2019 um 10:36 auf https://www.salzburg24.at/archiv/mordverfahren-um-schlaechter-von-kanada-gestartet-42673099

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