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Nach Unwettern drohen neuerlich Gewitter und Starkregen

Salzburg/Linz/St. Pölten – Nach den schweren Unwettern, die am Sonntagabend und in der Nacht auf Montag in Salzburg, Ober- und Niederösterreich schwere Schäden angerichtet haben, warnten die Meteorologen der ZAMG vor neuerlichen Gewittern und starken Niederschlägen.

Mit 40 bis 70 Liter, punktuell sogar 100 Litern Regen pro Quadratmetern müsse gerechnet werden, hieß es am Montag.

Über dem nördlichen Salzburger Flachgau wurden die Arbeiten am Montag für die Helfer zum Rennen gegen die Zeit: Heftiger Sturm hatte an vielen Häusern die Planen und Abdeckungen wieder weggerissen, die beschädigte Dächer ersetzt hatten. Da schon für Montagnachmittag starke Regenfälle vorhergesagt waren, sollten möglichst alle Häuser wieder dicht gemacht werden.

Auch in anderen Teilen Salzburgs richteten Gewitter Schäden an. So verlegten zwei Muren in der Tennengauer Gemeinde Annaberg-Lungötz Straßen, einen weiteren Murenabgang gab es in St. Johann im Pongau. Darüber hinaus stürzten mehrere Bäume auf Straßen oder Stromleitungen.

In Oberösterreich hat der Regen am Sonntagabend in Gosau im Bezirk Gmunden mehrere Murenabgänge ausgelöst. Die Gosausee-Landesstraße und angrenzende Parkplätze wurden auf rund 300 Meter verschüttet. Das Geröll traf fünf Autos. Auch das Innviertel war vom Unwetter schwer betroffen: In Lambrechten im Bezirk Ried schlug gegen 18.00 Uhr ein Blitz in eine Scheune ein und setzte sie in Brand. Ebenfalls im Innviertel wurde am Nachmittag eine Pferdekutsche, die von einer 31-jährige Hochschwangeren gelenkt wurde, von einer starken Windböe umgestoßen. Die Frau, die in Franking im Bezirk Braunau unterwegs war, stürzte vom Kutschbock und wurde verletzt.

Beim Landesfeuerwehrkommando gingen bis Montagvormittag insgesamt 134 Alarmierungen ein. Vor allem provisorisch reparierte Häuser, die bereits bei den vorangegangenen Unwettern beschädigt worden waren, wurden in Mitleidenschaft gezogen, zudem kam es zu Überflutungen. Hauptbetroffen waren die Bezirke Braunau und Perg.

Orkanartige Stürme verbunden mit Hagel und Starkregen haben in der Nacht einmal mehr auch die Feuerwehren in Niederösterreich auf Trab gehalten. 1.500 Mann standen laut Landeswarnzentrale im Einsatz. Besonders betroffen waren die Bezirke Amstetten, Baden, Bruck a.d. Leitha, Hollabrunn, Horn, Korneuburg, Melk, Mistelbach, Mödling, Scheibbs, Tulln, Waidhofen a.d. Thaya, Wien-Umgebung und Zwettl.

Für die Helfer galt es umgestürzte Bäume zu beseitigen und Brände nach Blitzschlägen zu bekämpfen, vereinzelt waren auch Auspumparbeiten durchzuführen, so das Landesfeuerwehrkommando. In Wallsee im Bezirk Amstetten bargen Mitglieder der Feuerwehr eine italienische Radfahrergruppe vom Donau-Radweg. Die Familie mit zwei halbwüchsigen Kindern hatte im Starkregen die Orientierung verloren und per Handy um Hilfe gerufen. In der Gemeinde beschädigte Blitzschlag außerdem einen Transformator.

Im Bezirk Zwettl kam es fast gleichzeitig zu zwei Bränden durch Blitzschlag. In Etlas stand ein Dachstuhl in Flammen, in Reitern schlug ein Blitz in das Hause eines Pensionistenehepaares ein. Dabei wurde das Telefon zerstört, außerdem geriet der Dachstuhl in Brand. In Schöngrabern im Bezirk Hollabrunn schlug am Sonntagabend ein Blitz direkt neben einer Tankstelle ein. Ein Nebengebäude, in dem Hackschnitzel gelagert waren, geriet in Brand. In Ziersdorf löste Blitzschlag ein Feuer in einer Wohnung aus. Im Bezirk Horn blockierten umgestürzte Bäume vorübergehend mehrere Verkehrsverbindungen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 17.05.2021 um 05:41 auf https://www.salzburg24.at/archiv/nach-unwettern-drohen-neuerlich-gewitter-und-starkregen-59623525

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