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"Nein" zur Wiederinbetriebnahme des AKW Bohunice

Salzburg – Das Land Salzburg lehne seit jeher den Einsatz von Atomkraft klar ab und habe sich bei grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren immer vehement gegen die Errichtung oder Inbetriebnahme von Kernkraftwerken ausgesprochen.

“Wir werden das auch weiterhin tun. Der Einsatz von Kernenergie entspricht nicht dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Es handelt sich um eine Hochrisikotechnologie. Aus Salzburg kommt daher zur von der slowakischen Regierung beschlossenen Wiederinbetriebnahme des AKW Bohunice ein ganz klares ‘Nein‘”. Das betonte Umweltreferent Landesrat Walter Blachfellner am Montag. Selbst ein Energienotstand würde diesen “bedrohlichen Entschluss der Slowakei und das nukleare Risiko” nicht rechtfertigen, so Blachfellner. Er erinnerte daran, dass das AKW Bohunice aus Sicherheitsgründen auf Forderung der EU abgeschaltet werden musste.

Durch die Nutzung von Atomkraft würden hohe finanzielle Ressourcen auf Jahre gebunden, die im Bereich der erneuerbaren Energie besser und zukunftsfähiger investiert wären. “Salzburg ist hier Vorbild, wir gehen in der Energiepolitik den Weg vorwärts. Wir investieren in den Ausbau der Wasserkraft und setzen beispielsweise in der Wohnbauförderung finanzielle Anreize zum verstärkten Einsatz erneuerbarer Energieträger”, hielt Blachfellner fest und nannte in diesem Zusammenhang das Kraftwerksprojekt Stegenwald.

Durch die Endlagerung der hochradioaktiven Abfälle würden zudem auch zukünftige Generationen mit diesem Problem belastet, so Blachfellner abschließend.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 11.05.2021 um 01:18 auf https://www.salzburg24.at/archiv/nein-zur-wiederinbetriebnahme-des-akw-bohunice-59610979

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