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Neue Erkenntnisse im Fall des verschwundenen Juweliers

In den Fall des seit August 2007 vermissten Juweliers aus Zell am See kommt wieder Bewegung. Die Staatsanwaltschaft Salzburg gab am Donnerstag weitere Ermittlungsergebnisse bekannt, die Anklageschrift ist unmittelbar vor der Fertigstellung.

Kripo-Beamte begaben sich in Südafrika auf die Spur des vermissten und möglicherweise ermordeten Friedrich Heisler und seiner Begleiterin. Diese wird verdächtigt, für das Verschwinden des Zellers verantwortlich zu sein und sich zumindest Teile seines Vermögens angeeignet zu haben. Sie sitzt zurzeit in Haft.

Die ermittelnden Beamten konnten nun feststellen, dass Friedrich Heisler am 11. August 2007 in Südafrika eingereist ist und das Land nicht mehr verlassen hat. Aufgrund der Kreditkartendaten stellten die Polizisten außerdem fest, in welchen Hotels sich die beiden aufgehalten haben dürften. Demnach hat der Juwelier die erste Nacht in Südafrika gemeinsam mit seiner Begleiterin im Hotel „Indabar“ in Johannesburg verbracht. Er bezahlte dort ein Doppelzimmer mit seiner Kreditkarte. Ihm wurden zwei Schlüssel ausgehändigt. Die zweite Nächtigung bezahlte die Begleiterin mit ihrer Kreditkarte. Genächtigt wurde im „Hilton“, auf der Rechnung steht wiederum ein Doppelzimmer zu dem zwei Schlüssel ausgefolgt wurden.

Ein weiterer Baustein im Puzzle der Ermittler ergibt sich aus dem Bewegungsprofil der Verdächtigen. Wo und wann sich ihr Handy in welche Mobilfunkzelle eingeloggt hat zeigt den Beamten, wo sich die Frau aufgehalten haben dürfte. Nämlich in Johannesburg und in einem Umkreis von etwa 100 Kilometern. Dabei war sie auch in Gebieten unterwegs, die durchaus als gefährlich gelten, vor allem für Weiße.

Die Anklageschrift gegen die 55-Jährige ist laut Auskunft der Staatsanwaltschaft Salzburg unmittelbar vor der Fertigstellung. Sie wurde am 20. Mai 2008 in Bayern verhaftet.

Vorgeschichte:

Mysteriöser Fall um Juwelier aus Zell am See: Polizei öffnet Tresor Tresor war halb leer
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.09.2019 um 05:04 auf https://www.salzburg24.at/archiv/neue-erkenntnisse-im-fall-des-verschwundenen-juweliers-59606455

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