Jetzt Live
Startseite Archiv
Archiv

Neue Proteste der Opposition in Venezuela

Rund 3.000 Demonstranten versammelten sich Salzburg24
Rund 3.000 Demonstranten versammelten sich

Etwa 3.000 Demonstranten haben in Venezuela die Freilassung des Oppositionsführers Leopoldo Lopez verlangt. Die Teilnehmer der Kundgebung, unter ihnen zahlreiche Studenten, versammelten sich am Freitag in der Hauptstadt Caracas. Lopez war wenige Stunden zuvor formell angeklagt worden.

Nach Angaben von Generalstaatsanwalt Luis Ortega Diaz werden dem 42-Jährigen Anstiftung zur Gewalt, Brandstiftung, Sachbeschädigung sowie die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Lopez war am 18. Februar festgenommen worden, zwei Wochen nach Beginn der Proteste gegen die sozialistische Regierung von Präsident Nicolas Maduro.

Diese richten sich gegen die verbreitete Kriminalität, aber auch gegen grassierende Korruption und häufige Versorgungsengpässe in Venezuela. Bei den seit Wochen andauernden Protesten kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, bei denen bisher mindestens 39 Menschen getötet wurden.

Maduro sieht hinter den gewalttätigen Protesten eine von den USA unterstützte Verschwörung zum Sturz der Regierung. Als Reaktion auf die Proteste erhöhte die Justiz den Druck auf die Opposition. Unter anderem wurden zwei Bürgermeister im Zusammenhang mit den Demonstrationen zu Haftstrafen verurteilt.

Venezuelas Generalstaatsanwältin verurteilte indes ein hartes Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Regierungsgegner. Es habe "Exzesse" der Gewalt gegeben, sagte Luisa Ortega am Freitag. Gegen 17 Mitglieder der Sicherheitskräfte werde ermittelt. Zudem würden insgesamt 102 mögliche Menschenrechtsverletzungen untersucht.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 28.02.2021 um 08:24 auf https://www.salzburg24.at/archiv/neue-proteste-der-opposition-in-venezuela-45047947

Kommentare

Mehr zum Thema