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Neues Projekt soll Selbstmordrate senken

Salzburg – Erstmals wurde im deutschen Sprachraum ein Suizidprogramm für Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 vom Institut für Public Health an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität und der Pädagogischen Hochschule Salzburg entwickelt.

Landeshauptfrau Gabi Burgstaller stellte das Projekt am Dienstag im Oval im Europark vor. Das schulische Suizidpräventionsprogramm “lebenswert” für Pflichtschulen und AHS ist ganzheitlich und nachhaltig aufgebaut. Ganzheitlich heißt, dass es alle an der Schule befindlichen Personen einbezieht: Schüler, Lehrer und Eltern. Außerdem umfasst das Projekt alle Ebenen der Prävention: Gesundheitsförderung (soziale Kompetenzförderung bezüglich Umgang mit anderen Menschen in Krisen), Sekundärprävention (Umgang bei Suizidgefahr) und Tertiärprävention (richtiges Verhalten nach einem Suizid). Nachhaltig meint an dieser Stelle, dass tragfähige Strukturen der Krisenintervention entwickelt und an den Schule geschaffen werden sollen.

“Wenn es bisher in Schulen zu Krisen kam oder sich ein junger Mensch das Leben genommen hat, war man nachher fassungslos und fragte: Wie hätte man das verhindern können? Wer hat welchen Fehler gemacht? Mit dem Suizidpräventionsprojekt “lebenswert” eröffnet sich für Schulen die Chance, innerhalb von Schulprojekten tragfähige Strukturen der Krisenintervention zu entwickeln”, betonte Landeshauptfrau Gabi Burgstaller am Dienstag bei der Projektpräsentation im Oval im Europark Salzburg. “Wenn es gelingt, “lebenswert” flächendeckend einzusetzen, besteht die große Chance, dass eine ganze Generation von Schülern - jetzt und später als Erwachsene - wertvolle Hilfe in Lebenskrisen bieten kann und auch im Falle einer eigenen psychischen Erkrankung die Warnsignale erkennt und eine Behandlung in Anspruch nimmt”, so die Gesundheits- und Bildungsreferentin.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 16.05.2021 um 04:24 auf https://www.salzburg24.at/archiv/neues-projekt-soll-selbstmordrate-senken-59606491

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