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Neues Studium an der Uni Salzburg: Physik

Erneuerungen an der Universität Salzburg: Das Lehramtsstudium an der Universität Salzburg wird ab Wintersemester 2009 mit dem Unterrichtsfach Physik ergänzt.

Die Universität will mit dem neuen Studium Synergien auf unterschiedlichen Ebenen schaffen. „Die LehrerInnenausbildung ist ein wichtiges Standbein des Studienangebots der Universität Salzburg. Diese wird derzeit modernisiert und verstärkt an die Bedürfnisse der schulischen Praxis angepasst. Das neue Lehramtsstudium Physik stellt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einem Ausbau der technischen Studienrichtungen an der Universität Salzburg dar“, sagte Vizerektor Rudolf Mosler am Mittwoch bei einem Pressegespräch.

„Das neue Lehramtsstudium Physik ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein Gewinn für Salzburg“, meinte Landeshauptfrau Gabi Burgstaller. „Zurzeit sind PhysiklehrerInnen gerade in Salzburg und hier im Besonderen an den Bundesgymnasien besonders gefragt. Das bedeutet für den LehrerInnennachwuchs erfreulicherweise sehr gute Perspektiven“, erläutert die Bildungsreferentin.

Beste Berufsaussichten

In der Unterstufe der AHS unterrichten derzeit 65 LehrerInnen Physik, davon sind 53 Biologen, die zwar die Berechtigung für den Physikunterricht haben, aber kein einschlägiges Lehramt aufweisen. Das heißt 80 Prozent der Physikstunden an der AHS- Unterstufe werden von nicht geprüften PhysiklehrerInnen gehalten. In der Oberstufe ist besonders die Altersverteilung der PhysiklehrerInnen interessant. Von 43 PhysiklehrerInnen sind 60Prozent in der Altersgruppe 50 und älter. Es ist daher in den nächsten Jahren aufgrund der Altersstruktur ein enormer Abgang zu erwarten. „Nicht zuletzt wegen der anstehenden Pensionierungen von AHS-PhysiklehrerInnen in Salzburg sei der Beginn des Lehramtstudiums im höchsten Maß notwendig und wünschenswert“, erläutert Burgstaller.

Derzeit werden im AHS Bereich aus anderen Bundesländern, aber auch aus Deutschland PhysiklehrerInnen rekrutiert, da es im eigenen Bundesland keine einschlägig geprüften Lehrer gibt. Es gibt auch keine Unterrichtspraktikanten mit der Lehramtsprüfung Physik, das heißt im Herbst ist kein Physiklehrer aus der Reihe der Unterrichtspraktikant aus Salzburg zu erwarten.

Öffentlichkeitswirksam und praxisorientiert

„Das neuePhysikstudium bietet eine fundierte fachwissenschaftliche Ausbildung, ist aber auch besonders praxisnah ausgerichtet“, so Vizerektor Mosler. Die Universität strebe eine Zusammenarbeit mit Schulen und dem Science Center am Haus der Natur an, die Leistungskurse für Schülerinnen und Schüler anbiete, so der Vizerektor. Außerdem sei an Veranstaltungen wie der Physik-Olympiade oder Young Physicist Tournament gedacht. Darüber hinaus haben Studierende des Unterrichtsfaches Physik auch die Möglichkeit, im Science Center bei Führungen und Präsentationen von Physik-Experimenten mitzuarbeiten. 

Erster Studienabschnitt Die Studieneingangsphase dient dazu, den Studierenden aufzuzeigen, ob sie für den Beruf als Physiklehrerin oder Physiklehrer geeignet sind. Sie werden in die Grundlagen der Physik und deren Fachdidaktik beziehungsweise in die Pädagogik eingeführt. Im zweiten Semester findet ein so genanntes pädagogisches Erkundungspraktikum statt, bei dem Studierende erstmals mit Unterricht in Schulklassen konfrontiert werden.

Im dritten und vierten Semester werden die in der Eingangsphase erlangten Fachkenntnisse in Physik und Mathematik vertieft. Die angebotenen Physik-Lehrveranstaltungen stammen aus dem Angebot des bereits bestehenden Bachelor Studienganges Ingenieurwissenschaften. Das dafür notwendige mathematische Rüstzeug wird durch spezielle für das Unterrichtsfach Physik angebotene Mathematik-Lehrveranstaltungen ergänzt.

Zweiter Studienabschnitt Im zweiten Studienabschnitt werden die theoretischen und praktischen Fachkenntnisse sowohl durch Vorlesungen wie durch Laborpraktika weiter vertieft. Darüber hinaus gibt es eine praktische Ausbildung im Rahmen eines Schulversuchspraktikums.

Die Studierenden erwerben die Fähigkeit des optimalen Einsatzes von interaktiven Medien (Videos, Simulationen), um komplizierte Konzepte oder in der Schulklasse nicht realisierbare Experimente anschaulich darzustellen. Zusätzlich erfolgt eine weitere Spezialisierung in Richtung Fachdidaktik und Pädagogik, wobei die unterschiedlichen Schultypen (AHS, BHS) berücksichtigt werden.

Gegen Ende des Studiums müssen die Studierenden aus Wahlfächern zur Physik fachlich verwandte Lehrveranstaltungen aus dem bestehenden Studienangebot (Bachelor Ingenieurwissenschaften, Bachelor und Master Biologie bzw. Molekulare Biologie, Bachelor und Master Angewandte Informatik, Master Materialwissenschaften u.a.) auswählen, um ihre fachlichen Grundlagen zu festigen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 07.05.2021 um 12:32 auf https://www.salzburg24.at/archiv/neues-studium-an-der-uni-salzburg-physik-59620273

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