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OAS ruft zu politischem Dialog in Venezuela auf

Angesichts des feindseligen politischen Klimas in Venezuela hat die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) die Parteien zum Dialog aufgerufen. Er sei besorgt über die konfrontative Stimmung in der venezolanischen Gesellschaft, die niemandem nütze, sagte OAS-Generalsekretär Jose Miguel Insulza am Dienstag in Mexiko.

"Ich bin überzeugt, dass die verschiedenen Lager nur in einem positiven Dialog die Gräben zwischen sich überwinden können", so Insulza. Zuvor hatten Unbekannte nach Angaben der venezolanischen Opposition einen Brandanschlag auf das Fahrzeug von Oppositionsführer Henrique Capriles verübt. Die Angreifer hätten am Dienstag in der Stadt Maracay Feuer an dem Kleinbus gelegt, schrieb Capriles auf Twitter. Der Oppositionsführer machte Regierungsanhänger für den Angriff verantwortlich.

Am Samstag waren im ganzen Land Tausende Menschen gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen das jüngst verabschiedete Ermächtigungsgesetz, nach dem Präsident Nicolas Maduro nun ein Jahr mit Dekreten und ohne Beteiligung des Parlaments regieren kann. Capriles' Wahlkampfleiter Alejandro Silva war nach Oppositionsangaben für mehrere Stunden vom Militärgeheimdienst festgesetzt worden.

Am 8. Dezember sind in Venezuela Kommunalwahlen, die als Testabstimmung über Maduros bisherige rund sechsmonatige Amtszeit gelten. Zuletzt war der Ton in der politischen Auseinandersetzung immer rauer geworden. Maduro spricht von der Opposition meist als "parasitäre Bourgeoisie", Capriles nennt die Regierung regelmäßig "korrupte Faschisten".

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