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Obama wirft Putin Verletzung des Völkerrechts vor

US-Präsident Barack Obama hat seinem russischen Kollegen Wladimir Putin eine Verletzung der ukrainischen Souveränität und des Völkerrechts vorgeworfen. Die beiden Männer hätten in einem 90-minütigen Telefonat über die Krise auf der Krim gesprochen, teilte das Präsidialamt in Washington am Samstagabend mit.

Obama forderte demnach Putin auf, die russischen Streitkräfte auf der Halbinsel zurück in die Kasernen zu rufen. Sollte Russland weiterhin gegen das Völkerrecht verstoßen, würde dies nur zu einer noch größeren politischen und wirtschaftlichen Isolation führen. Als Reaktion auf das russische Vorgehen würden die USA nicht an den Vorbereitungsgesprächen für das kommende G-8-Treffen im russischen Sotschi teilnehmen.

Das russische Präsidialamt erklärte seinerseits, Putin habe in dem Gespräch für sein Land das Recht vorbehalten, seine Interessen im Osten der Ukraine und auf der Krim zu verteidigen, sollte es dort zu Gewalt gegen Russen oder russisch-sprachige Ukrainer kommen. Putin habe sich besorgt über "provokative, kriminelle Handlungen" von Ultra-Nationalisten in der Ukraine gezeigt, die von der Regierung in Kiew ermutigt würden. Das russische Parlament hat Putin ermächtigt, Truppen in die Ukraine zu schicken. Die Übergangsregierung in Kiew spricht von einer Invasion.

Der NATO-Rat wird am Sonntag über die Lage in der Ukraine beraten. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen teilte am Samstagabend über Twitter mit, dass er die Botschafter der 20 NATO-Staaten in Brüssel zu einer Krisensitzung einberufen habe.

(Quelle: S24)

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