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ÖFB-Teamspieler haderten mit unglücklicher Niederlage

APA9418730 - 11092012 - WIEN - ?STERREICH: ZU APA-TEXT SI - Fussball WM-Qualifikationspiel ?sterreich - Deutschland am Dienstag, 11. September 2012, im Ernst-Happel-Stadion in Wien. Im Bild: Marcel Koller gratuliert nach dem Spiel Sebastian Pr?dl zur Leistung. APA-FOTO: HELMUT FOHRINGER Salzburg24
APA9418730 - 11092012 - WIEN - ?STERREICH: ZU APA-TEXT SI - Fussball WM-Qualifikationspiel ?sterreich - Deutschland am Dienstag, 11. September 2012, im Ernst-Happel-Stadion in Wien. Im Bild: Marcel Koller gratuliert nach dem Spiel Sebastian Pr?dl zur Leistung. APA-FOTO: HELMUT FOHRINGER

Die Enttäuschung über das 1:2 zum Auftakt der Fußball-WM-Qualifikation in Wien gegen Deutschland stand den österreichischen Teamspielern ins Gesicht geschrieben. Nicht nur die Niederlage an sich, sondern auch die Art und Weise, wie sie zustande kam, lag den ÖFB-Internationalen am Dienstag schwer im Magen.

Die Schützlinge von Marcel Koller sprachen unisono von einer unverdienten Niederlage, so auch Andreas Ivanschitz. "Der Sieg der Deutschen war glücklich. Wir haben wie gegen die Türkei stark begonnen, aber damals haben wir aus einer halben Chance zwei Tore gemacht, gegen Deutschland aus drei sehr guten Möglichkeiten keines."

"Leider die Tore nicht gemacht"

Vor allem in der Anfangsphase waren die Deutschen mit dem forschen, allerdings auch kräfteraubenden Pressing der ÖFB-Auswahl überfordert. "Dieses Pressing kann man nicht die ganze Zeit praktizieren, weil die Deutschen extrem ballsicher sind. Aber ihre Unsicherheiten haben wir gut ausgenützt, nur leider nicht die Tore gemacht", sagte Ivanschitz.

Ausschließlich auf Pech wollte der Mainz-Legionär die achte Niederlage en suite gegen den großen Nachbarn nicht zurückführen. "Es bringt nichts, wenn wir sagen, wir haben einfach kein Glück gehabt. Wir müssen das Glück erzwingen."

Ivanschitz hofft nun, dass der verlorene Zähler am Ende nicht entscheidend ist. "Dieser Punkt hätte Gold wert sein können. Doch die Spiele gegen Deutschland sind nur Zubrot, die entscheidenden Duelle starten im Oktober mit den Partien gegen Kasachstan. Wenn wir da die gleiche Einstellung wie gegen Deutschland an den Tag legen, schaut es gut aus, dann werden wir die nötigen Punkte einfahren."

Auch Zlatko Junuzovic richtete den Blick bereits auf die beiden Duelle mit den Kasachen am 12. Oktober in Astana und vier Tage später in Wien. "Wir müssen sie zweimal schlagen. Das sind die Partien, die wichtig sind." Die starke Leistung der ÖFB-Auswahl kam für den Mittelfeldspieler von Werder Bremen nicht überraschend. "Wir haben uns gut vorbereitet, wollten die Deutschen unbedingt von Beginn an unter Druck setzen und ihnen unser Spiel aufzwingen. Das haben wir auch gemacht, aber leider unsere Chancen nicht genutzt."

Die Freude über die starke Darbietung hielt sich naturgemäß in Grenzen. "Nach so einem Spiel ist man erst einmal zehn Minuten komplett leer im Kopf. Aber wir haben einander positiv zugeredet, weil die Leistung in Ordnung war", meinte Österreichs Torschütze.

Pogatetz: Rücken an Top-Teams heran

Emanuel Pogatetz gewann aus der Partie immerhin die Erkenntnis, dass die österreichische Nationalmannschaft näher an die Top-Teams herangerückt ist. "Der Abstand zu Deutschland ist kleiner geworden ist. Leider hat es noch nicht gereicht, Punkte mitzunehmen, auch wenn wir diesmal knapp dran waren." Der Wolfsburg-Innenverteidiger bewundert das Team seiner Wahlheimat für deren Kaltschnäuzigkeit. "Von der Effizienz der Deutschen müssen wir uns noch etwas abschauen."

Die Chancen auf einen Platz unter den Top-2 der Gruppe C haben sich laut Pogatetz trotz der Niederlage nicht wirklich verringert. "Das hätte ein wichtiger Punkt sein können, aber jetzt beginnt die Pflicht. Gegen Kasachstan müssen sechs Punkte her." Der Steirer hält offenbar sogar einen ÖFB-Poolsieg nicht für ausgeschlossen. "Wir haben sicher Chancen auf den zweiten Platz, wobei ich denke, so wie die Deutschen gespielt haben, werden sie auch noch Punkte liegenlassen."

Julian Baumgartlinger bezeichnete die Niederlage als "bitter für die Mannschaft, die Zuschauer und ganz Österreich. Es ärgert uns, wir sind enttäuscht, haben aber keinen Grund aufzustecken. Es ist erst der Anfang der Qualifikation, wir werden versuchen, die Chancen besser zu nutzen. Jeder Spieler weiß, dass etwas möglich gewesen wäre."

Baumgartlinger und auch Harnik sprachen mit Hinweis auf das ebenfalls unglückliche 1:2 im Juni 2011 in Wien gegen das DFB-Team von einem Deja vu. "Deutschland hatte drei gute Chancen, wir das Doppelte", ärgerte sich Harnik, der in der Anfangsphase selbst eine gute Möglichkeit ausließ und in der zweiten Hälfte wegen Rippen- und Fußschmerzen ausgewechselt wurde.

(APA)

(Quelle: S24)

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