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Österreich sucht die sieben Waldwunder: Drei Kandidaten aus Salzburg nominiert

2011 haben die Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr des Waldes erklärt. Insgesamt 23 Wälder sind als "Waldwunder" nominiert. Die "Salzburger Kandidaten" sind der Wiegenwald im Nationalpark Hohe Tauern, der Lammertaler Urwald bei St. Martin und die Windwurfflächen im Oberpinzgau.

Insgesamt 23 Wälder von den Donau-Auen bis zu den Ötztaler Alpen sind als "Waldwunder" nominiert. Die "Salzburger Kandidaten" sind der Wiegenwald ("Moorwald") im Nationalpark Hohe Tauern, der Lammertaler Urwald bei St. Martin und die Windwurfflächen ("Sturmwald") im Oberpinzgau. Dies geht aus einem Beitrag der Österreichischen Bundesforste in der aktuellen Ausgabe der Naturschutz-Informationsschrift "NaturLand Salzburg" der Naturschutzabteilung des Landes hervor.

Die Wahl der sieben österreichischen Waldwunder erfolgt online unter der Adresse www.waldwunder.at . Zu jedem Waldwunder gibt es ein Kurzporträt und eine umfangreiche Bildergalerie mit Ortsangabe auf Google Maps. Zusätzlich zu den bestehenden können von Usern weitere Waldwunder nominiert werden. Die Anzeige der aktuellen Zwischenergebnisse erfolgt in Echtzeit, die Finalisten werden im Frühjahr 2011 feststehen und öffentlich bekanntgegeben.

In dem Artikel betont Georg Erlacher, Vorstandssprecher der Österreichischen Bundesforste, dass man mit der Wahl der sieben österreichischen Waldwunder den Menschen die Natur und ihre einzigartigen Waldjuwele näherbringen wolle. "Wälder sind in vielfacher Hinsicht bewundernswert, sie beeindrucken nicht nur durch ihre landschaftliche Schönheit, sondern auch durch ihre Vielzahl an Leistungen. Sie stellen nicht nur den nachhaltigen Rohstoff Holz zur Verfügung, sondern reinigen die Luft, filtern das Wasser, regulieren das Klima und schützen vor Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag oder Erosion", so Erlacher. Und weiter: "Jeder Wald ist ein Wunder der Natur, das es im Sinne der Nachhaltigkeit zu schützen, nützen und für die nächsten Generationen zu erhalten gilt."

Die Vielfalt der nominierten Waldwunder ist groß: Die Bandbreite reicht vom "Mangrovenwald" im Nationalpark Donau-Auen über den "Dirndl-Wald" im Wienerwald bis zum "Kandelaberwald" an den Steilhängen des Kärntner Mölltales. Einen Hauch von Skandinavien verbreitet die "Holzkammer Österreichs", der Kobernaußerwald, der sich als eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Mitteleuropas vom Hausruck- bis zum Innviertel erstreckt. Wie im Amazonas wähnt man sich in den wasserdurchfluteten Pappel- und Weidenwäldern der Donau-Auen. Dass mit 66 noch lange nicht Schluss ist, beweisen die Ahornriesen vom gleichnamigen Talschluss im Karwendel, die bis zu 600 Jahre alt werden können, oder die knallgrünen Buchenwälder im Wienerwald, deren 200 Jahre alte Baumreisen wie Kathedralen dutzende Meter hoch in den Himmel wachsen. Welterbe-Status hat der berühmte Bannwald von Hallstatt erreicht: Seit hunderten Jahren schützt er den mittlerweile UNESCO-geschützten Stadtkern vor Lawinen, Muren und Steinschlag.
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 16.12.2019 um 11:47 auf https://www.salzburg24.at/archiv/oesterreich-sucht-die-sieben-waldwunder-drei-kandidaten-aus-salzburg-nominiert-59181958

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