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Österreichische Satelliten im All haben erste Tests gut überstanden

"TUGSAT-1" und "UniBRITE" haben bisherige Betriebs- und Instrumententests positiv abgeschlossen. APA
"TUGSAT-1" und "UniBRITE" haben bisherige Betriebs- und Instrumententests positiv abgeschlossen.

Die beiden ersten österreichischen Satelliten im All, "TUGSAT-1" und "UniBRITE", die seit etwas mehr als einer Woche die Erde umkreisen, haben ihre ersten Funktionstests bestens bestanden.

Nun wird mit der stabilen Positionierung der beiden Raumflugkörper begonnen. "Bald können wir auch mit den wissenschaftlichen astronomischen Beobachtungen beginnen", sagte Werner W. Weiss, Projektleiter von "UniBRITE", am Dienstag im Gespräch mit der APA.

In Südindien gestartet

"UniBRITE" und "TUGSAT-1" sind am Montag vergangener Woche von Südindien aus in die Erdumlaufbahn befördert worden. "Alle bisherigen Betriebstests der On-Board-Computer und der Instrumentenfunktionen von 'UniBRITE' wurden positiv abgeschlossen, bisher läuft alles bestens", so Weiss. Die bisherigen Tests von "UniBRITE" wurden vom Hersteller, dem Space Flight Centre der Universität in Toronto, durchgeführt.

"Es steht alles auf grün"

"Mittlerweile haben sie rund 100 Überflüge und rund 4,5 Millionen Kilometer im All hinter sich gebracht. Für uns sind die bisher gelieferten Daten wie Ostern, Weihnachten und Geburtstag zugleich", so Otto Koudelka, Leiter des Grazer Teilprojekts der internationalen Mission "BRITE" ("Bright Target Explorer"). Die von der Grazer Bodenstation durchgeführten bisherigen Tests seien alle zur Zufriedenheit verlaufen: "Es steht alles auf grün", so Koudelka.

Wichtige Phase: "De-Tumbling"

Die beiden Satelliten sausen mit einer Geschwindigkeit von rund 7,5 Kilometer pro Sekunde um die Erde. Aufgrund der hohen Beschleunigungsdynamik bei ihrer Freisetzung "taumeln" sie jedoch derzeit noch in ihrer Bahn: "Sie rotieren mit gemütlichen 1,5 Umdrehungen pro Minute um ihre eigene Achse", erklärte Koudelka. Ein wichtiger Schritt der nächsten Tage und Wochen werde das "De-Tumbling", das Einbremsen dieser Rotation, sein. Letztlich sollen die Satelliten ja mit einer Genauigkeit von etwa zwei Bogenminuten über lange Zeit im Weltraum stabil positioniert sein. Ziel ist es ja, mit einer in den Satelliten eingebauten Kamera fotogrammetrische Daten über Helligkeitsschwankungen sehr heller und massenreicher Sterne zu sammeln. Erste wissenschaftliche auswertbare Daten erwartet sich Koudelka "rund sechs Wochen nach Start".

 Teil einer internationalen Mission

Die baugleichen österreichischen Nano-Satelliten - Würfel mit einer Kantenlänge von 20 Zentimetern und einer Masse von je 6,8 Kilogramm - sind Teil der internationalen Mission "BRITE" ("Bright Target Explorer") und werden als erste von insgesamt sechs kleinen Satelliten im Orbit Helligkeitsschwankungen sehr heller und massenreicher Sterne dokumentieren. Daraus erhoffen sich die Forscher Verbesserungen der Theorien über den Aufbau von Sternen und über die Geschichte des Universums. (APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 19.06.2019 um 12:41 auf https://www.salzburg24.at/archiv/oesterreichische-satelliten-im-all-haben-erste-tests-gut-ueberstanden-42651997

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