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ÖSV-Gesamtbilanz: Erfolgreichste Saison mit 54 Weltcupsiegen - Topstars des Wintersports in Salzburg

Über alle Sparten gesehen haben die Athleten des Österreichischen Skiverbandes diese Saison 54 Weltcupsiege erreicht. Womit die Rekordsaison 2010/11 mit 53 ersten Plätzen noch einmal übertroffen wurde. Am schwersten wiegen die Erfolge der Alpinen mit 25 Siegen. Die Top-Stars des Wintersports waren Montagabend zu Besuch bei "Sport & Talk im Hangar 7".

Zu Gast im Hangar 7 waren Montagabend unter anderem Lindsey Vonn, Marcel Hirscher, Didier Cuche, Klaus Kröll, Gregor Schlierenzauer, Martin Koch, Alex Stöckl, Christoph Suman und Mario Scheiber.

54 Weltcupsiege für ÖSV

Auf die 25 Siege der Alpinen, folgt der Sprunglauf mit 19, Snowboard mit sieben, Ski Cross mit zwei und Nordische Kombination mit einem. Leer gingen Langläufer und Biathleten aus. In der Nordischen Kombination ist der ÖSV nach dem Rücktritt von Cheftrainer Bard Jörgen Elden auf der Suche nach einem Nachfolger, andere größerer personelle Veränderungen sind nicht zu erwarten. "Ab jetzt wird in allen Sparten analysiert und dann werden wir Entscheidungen treffen, ob wir wo Veränderungen vornehmen werden", sagte ÖSV-Sportdirektor Hans Pum. Ski alpin (24 Einzelsiege und 1 Sieg im Teambewerb): "Es war ein sehr erfolgreiches Jahr, wir haben sehr große Ziele erreicht. Wir haben den Nationencup zum 23. Mal in Folge gewonnen und das mit einer super Punktezahl. Wir haben bei Damen und Herren mehr Siege als in den vergangenen Jahren und insgesamt eine große Kugel für Marcel Hirscher und drei kleine Kugeln für Hirscher im Riesentorlauf, Klaus Kröll in der Abfahrt und Marlies Schild im Slalom. Und besser kann man ein Jahr nicht beenden als mit einer Veranstaltung wie in Schladming. Das war sensationell. Wir haben Supertypen, wir haben Routiniers und wir haben Junge dabei, die eingeschlagen und gezeigt haben, welches Potenzial da ist. Und wir haben mit Hirscher einen Überdrüber-Läufer. Erfreulich war auch, dass wir wenig Verletzungen hatten." Einzelsiege: Marcel Hirscher (9), Marlies Schild (6), Klaus Kröll (3), Michaela Kirchgasser (2), Elisabeth Görgl, Anna Fenninger, Benjamin Raich, Romed Baumann (je 1) Ski Cross (2 Siege): "Die Saison hat mit dem Tod des Kanadiers Nick Zoricic in Grindelwald leider ein trauriges Ende genommen. Unsere ganze Mannschaft war sehr geschockt. Du hast immer ein gewisses Restrisiko, da kannst du tun, was du willst, aber man muss sicher schauen, dass alle Sicherheitsvorkehrungen maximal getroffen werden. Unser Topathlet war Andreas Matt, es kommen mit Christoph Wahrstötter, Franz Promok und Robert Winkler aber ein paar gute Burschen nach. Bei den Damen feierte Andrea Limbacher ihren ersten Sieg. Bei der Österreich-Tour gibt es viele Teilnehmer, da kommt einiges." Siege: Andreas Matt, Andrea Limbacher (je 1) Skispringen (16 Einzelsiege, 3 Siege in Teambewerben): "Ich bin sehr zufrieden. Das große Ziel war die Vierschanzentournee, die ist von Gregor Schlierenzauer gewonnen worden. Was die Mannschaft in den vergangenen Jahren geleistet hat, ist sensationell. Man kann nicht immer erwarten, dass jeder Weltcup gewonnen wird, jede Weltmeisterschaft. Wir waren aber bei der WM im Skifliegen ganz vorne dabei. Auf den Sieg in der Weltcup-Gesamtwertung fehlte ganz wenig. Der ganze Winter war von den Wind- und Wetterbedingungen her aber eine Katastrophe. Bei der Premieren-Weltcup-Saison der Damen waren Daniela Iraschko (Gesamtzweite/Anm.) und Jacqueline Seifriedsberger gut dabei, dominiert hat es die Amerikanerin Sarah Hendrickson. Es war ein positiver Einstand." Einzelsiege: Gregor Schlierenzauer, Andreas Kofler (je 5), Martin Koch (3), Daniela Iraschko (2), Thomas Morgenstern (1) Nordische Kombination (1 Sieg): "Da sind wir auf dem richtigen Weg. Felix Gottwald hat im Vorjahr die Karriere beendet, Mario Stecher war verletzt und konnte kein richtiges Sprungtraining machen. Wenn er im Springen auch wieder richtig kommt, dann haben wir auch eine starke Mannschaft. Die Leistungen von Bernhard Gruber und Wilhelm Denifl waren erfreulich, und es kommt etwas nach, bei der Junioren-WM gab es Team-Gold. Cheftrainer Bard Jörgen Elden hat aufgehört, da wird man bald eine Entscheidung treffen, wer das übernimmt." Sieg: Bernhard Gruber (1) Snowboard (7 Siege): "Mit Andreas Prommegger stellen wir den Gesamtsieger im Parallel-Weltcup. Benjamin Karl hat ein bisserl geschwächelt, ein zweiter war da, das zeigt, welche Stärke in der Mannschaft steckt. Im Big Air und Slope Style gab es viele Probleme mit dem Wetter und Verschiebungen, das war eine Katastrophe. Da müssen sich alle bemühen, dass ein guter Kalender erstellt wird, sonst braucht man solche Sparten nicht betreiben. Einerseits wird alles olympisch, andererseits bekommt man keinen Kalender zusammen, da passt etwas nicht zusammen." Siege: Andreas Prommegger (3), Benjamin Karl (2), Julia Dujmovits, Siegfried Grabner (je 1) Langlauf (kein Sieg): "In Sportarten wie Biathlon, Nordische Kombination und Langlauf sind wir sehr dünn bestückt. Im Langlauf kommt eine junge Mannschaft daher, Mädchen und Burschen. Die müssen sich miteinander messen, pushen und steigern, da darf nicht jeder irgendwo in seinem hintersten Dorf alleine herumdoktern, sondern die muss man zusammenholen. Und wenn sie es im Langlauf nicht schaffen, denn da ist die Konkurrenz sehr, sehr stark, dann muss man schauen, dass Athleten mit Schieß-Fähigkeiten zum Biathlon wechseln. Biathlon ist ein derart aufstrebender Sport." Biathlon (kein Sieg): "Es war keine gute Saison, das muss man ehrlich sagen. Daniel Mesotitsch hat mir bei der WM wirklich erbarmt, dass es sich für ihn gerade nicht ausgegangen ist, er hat super geschossen, war aber eine Spur zu langsam. Gesamt war es in diesem Winter sehr mager, da wird man sicher Veränderungen vornehmen müssen. Mich hat auch gewundert, dass die Jungen ihre Chance nicht genützt haben. Wir haben Potenzial, müssen aber läuferisch stärker werden. Geschossen haben sie teilweise - gerade bei der WM - sensationell. Mit solchen Schussleistungen wie in der Staffel macht man normal eine Medaille. Da muss irgendwas nicht hinhauen. Wir werden das sehr gut analysieren wie in jedem Bereich und dann Entscheidungen treffen." (APA)
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 21.09.2019 um 02:58 auf https://www.salzburg24.at/archiv/oesv-gesamtbilanz-erfolgreichste-saison-mit-54-weltcupsiegen-topstars-des-wintersports-in-salzburg-59323795

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