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ÖVP auch weiterhin klar die "Bürgermeisterpartei"

In acht der 119 Salzburger Gemeinden wird das Rennen um den Bürgermeistersessel erst im Zuge von Stichwahlen am 23. März entschieden. Ansonsten spricht das Ergebnis aber eine deutliche Sprache: Mit 91 Ortschefs bleibt die ÖVP ganz klar "Bürgermeisterpartei", 16 Gemeinden werden in Zukunft von sozialdemokratischen Bürgermeistern geführt.

In vier Gemeinden verteidigten Ortchefs mit eigenen Namenslisten ihre Sessel. In Mittersill wurde der ehemalige FPÖ-Bürgermeister Wolfgang Viertler zum dritten Mal in Folge Ortschef, in Thomatal der ehemalige ÖVP-ler Valentin König. Auch in Anif und Maria Alm siegten mit Hans Krüger und Alois Gadenstätter ehemalige ÖVP-Politiker. Die FPÖ wird auch in Zukunft keinen Bürgermeister stellen, obwohl sie in einigen Gemeinden die Gemeindevertretungswahlen für sich entscheiden konnte.

In der Netto-Bilanz konnte die ÖVP gegenüber der SPÖ an drei Bürgermeistern zulegen: In den fünf Gemeinden Abtenau, Bramberg, Leogang, Ramingstein und Werfen verloren die Sozialdemokraten den Sessel des Ortchefs, in Bischofshofen und Mühlbach am Hochkönig gewannen sie in neu hinzu.

In fünf Gemeinden wird es in zwei Wochen zur Stichwahl zwischen ÖVP und SPÖ kommen (Stadt Salzburg, Neumarkt am Wallersee, Wagrain, Bruck an der Glocknerstraße, Rauris), in einer Gemeinde - in Seekirchen - werden sich die ÖVP und ein grüner Kandidat duellieren (für die Grünen wäre es der ersten Bürgermeister überhaupt im Bundesland), und in zwei Gemeinden wird das Rennen zwischen ÖVP und Namenslisten (Straßwalchen und St. Martin bei Lofer) ausgetragen. Theoretisch könnte die ÖVP damit weitere acht Bürgermeister-Sessel gewinnen und insgesamt 99 von 119 Ortschefs stellen.

Nur eine Frau schafft es in den Bürgermeistersessel

Kein guter Tag war die Wahl einen Tag nach dem Weltfrauentag für weibliche Kandidatinnen. Nach dem ersten Wahlgang wird nur eine der 119 Gemeinden von einer Frau regiert - Sonja Ottenbacher (ÖVP) bleibt Bürgermeisterin von Stuhlfelden im Salzburger Pinzgau. Allerdings könnten in der Stichwahl noch weiter drei Frauen zum Gemeindeoberhaupt aufsteigen, und zwar in Bruck, Seekirchen und Straßwalchen.

Den stärksten Zuspruch für einen ÖVP-Kandidaten gab es mit 95,5 Prozent in Unternberg im Salzburger Lungau, hier allerdings ohne einen Gegenkandidaten. Zieht man Konkurrenten mit in Betracht, konnte sich in Rußbach am Pass Gschütt Bürgermeister Josef Grasl (ÖVP) mit 90,8 Prozent gegen seinen FPÖ-Herausforderer (9,2 Prozent) durchsetzen.

ÖVP in Schwarzach chancenlos

In der roten Hochburg Schwarzach im Pongau, wo SPÖ-Bürgermeister Andreas Haitzer mit 89,7 Prozent klar bestätigt wurde, blieb der ÖVP-Gegenkandidat (10,3 Prozent) ohne jede Chance. Unter den FPÖ-Kandidaten erreichte in Thomatal mit Volker Mörtl (44,0 Prozent) und unter den grünen Kandidaten in Großgmain Wolfgang Joiser (23,1 Prozent) die besten Ergebnisse. Für den Bürgermeistersessel reichte es in beiden Fällen aber nicht, die Grünen stehen allerdings in Seekirchen in der Stichwahl. (APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 06.03.2021 um 10:04 auf https://www.salzburg24.at/archiv/oevp-auch-weiterhin-klar-die-buergermeisterpartei-44932900

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