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ÖVP bleibt in den Gemeinden die dominierende Kraft

So hat Salzburg gewählt. SALZBURG24
So hat Salzburg gewählt.

Die Gemeindevertretungswahlen am Sonntag haben im Bundesland Salzburg in einzelnen Gemeinden durchaus erhebliche Veränderungen, landesweit unterm Strich aber keine großen Umwälzungen gebracht. Die ÖVP konnte ihre Vormachtstellung in den Kommunen mit leichten Einbußen verteidigen, etwas stärkere Verluste setzte es für die SPÖ, leicht zulegen konnten FPÖ, Grüne und Namenslisten.

In 73 der 119 Salzburger Gemeinden hat die Volkspartei die absolute Mehrheit errungen, das ist um ein Ort mehr als vor fünf Jahren. Dank der Wahlarithmetik hat das sogar zu 80 "Absoluten" der ÖVP in den Gemeindevertretungen gereicht, zuletzt war dies in 76 Orten der Fall. In 51 Kommunen konnten die Schwarzen heuer noch zulegen, am stärksten in der Tennengauer Gemeinde Krispl mit 17 Prozentpunkten. In den übrigen 68 Orten setzte es ein Minus, das in Werfenweng mit 18 Prozentpunkten am stärksten ausfiel.

Spannung in Straßwalchen und Hof

Bemerkenswert sind auch die Ergebnisse in zwei Flachgauer Gemeinden, wo es im Vorfeld des Urnengangs zu Spaltungen der ÖVP kam, und zwar in Straßwalchen und in Hof: In beiden Gemeinden verlor die Volkspartei zwar, bei weitem aber nicht in dem Ausmaß, wie die Abtrünnigen dazugewannen. In Hof rutschte die ÖVP von 63 auf 53 Prozent, die neue "Liste Hof" schaffte aber auf Anhieb 24 Prozent und wurde Nummer 2. Ähnlich in Straßwalchen, wo die ÖVP von 51 auf 42 Prozent zurückfiel, während die Liste Straßwalchen mit 23 Prozent aus dem Stand ebenfalls zweitstärkste Kraft wurde.

Bestes SPÖ-Ergebnis in Schwarzach

Gerade einmal in fünf Kommunen erhielt die SPÖ über 50 Prozent der Stimmen, 2009 war dies zumindest noch in acht Gemeinden der Fall. In insgesamt sieben Dorfstuben verfügt die SPÖ nun über eine absolute Mehrheit, in der vorigen Periode war dies noch in zehn Gemeinde-Parlamenten der Fall. Das beste Ergebnis fuhren die "Roten" einmal mehr in der Pongauer Gemeinde Schwarzach ein, wo sie mit knapp 74 Prozent sogar noch um eineinhalb Prozentpunkte zulegen konnte. Stolz sind die Sozialdemokraten aber auch auf bescheidenere Ergebnisse: In Göming gibt es mit 18,5 Prozent der Stimmen nach 35 Jahren erstmals wieder einen roten Gemeindevertreter.

Keine "Absolute" für die FPÖ

Für eine "Absolute" hat es für die FPÖ im ganzen Bundesland nicht gereicht, in zwei Gemeinden wurde sie allerdings zur stärksten Kraft: In Weißpriach im Lungau stieß sie mit 40 Prozent die ÖVP (37 Prozent) vom Thron, die dort zuletzt noch über eine absolute Mehrheit verfügt hatte. Und auch in Unken im Pinzgau konnte sie mit knapp 40 Prozent an der Volkspartei vorbeiziehen, dort dürfte sich wohl die Eröffnung eines Asylwerber-Heimes im Wahlergebnis niedergeschlagen haben. In Saalbach-Hinterglemm, dem Wohnsitz des früheren Langzeit-Landesobmannes Karl Schnell, legte die FPÖ gleich um 22 Prozentpunkte zu und blieb nur knapp hinter der ÖVP zurück.

Eine "g'mahde Wies'n" war der heutige Urnengang auch für mehrere etablierte Namenslisten: Die von ÖVP und FPÖ unterstütze "Liste Viertler" in Mittersill landete bei 58 Prozent, die Liste Thomatal des ehemaligen ÖVPlers Valentin König erreichte 56 Prozent. Auch in Maria Alm und in Anif blieben die Listen früherer ÖVP-Politiker in Front.

Grüne in sechs Gemeinden zweitstärkste Partei

Dir Grünen schafften es zwar in keiner Gemeinde zur Nummer 1, in sechs Orten passierten sie die Ziellinie aber als zweitstärkste Kraft, und zwar in Seekirchen und Thalgau (jeweils 24 Prozent), in Kuchl, Fuschl, Koppl und Großgmain, also allesamt Gemeinden im Speckgürtel der Landeshauptstadt. (APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 07.03.2021 um 10:36 auf https://www.salzburg24.at/archiv/oevp-bleibt-in-den-gemeinden-die-dominierende-kraft-44932720

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