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ÖVP in Salzburg mit zweistelligen Zuwächsen, grünes Debakel

De ÖVP konnte in allen 119 Kommunen des Bundeslandes zulegen. Neumayr
De ÖVP konnte in allen 119 Kommunen des Bundeslandes zulegen.

In Salzburg hat sich die ÖVP bei der Nationalratswahl am Sonntag klar als stärkste Kraft etabliert und nach dem Rekordtief im Jahr 2013 gleich um 11,0 Prozentpunkte auf 37,6 Prozent zugelegt. Die "Türkisen" um Sebastian Kurz gewannen in allen 119 Kommunen des Bundeslandes dazu. Die SPÖ fiel erstmals seit 1999 hinter die Freiheitlichen zurück und kam auf 22,1 Prozent (minus 0,9 Prozentpunkte).

Nach dem vorläufigen Endergebnis ohne Wahlkarten legte die FPÖ um 4,6 Prozentpunkte zu und erzielte 25,8 Prozent. Ein Debakel setzte es für die Grünen, die seit 2013 in der Salzburger Landesregierung sitzen. Die Partei konnte in keiner einzigen Gemeinde Stimmen gewinnen und stürzte von 14,8 auf 3,5 Prozent ab. Besonders dramatisch fiel der Einbruch in der Landeshauptstadt aus - zuletzt eine der Grünen Hochburgen in Österreich. Bei der Nationalratswahl 2013 hatten dort noch 20,7 Prozent der Wähler grün gewählt, am Sonntag waren es ohne Briefwahl nur noch 6,0 Prozent.

Die Kleinen legen zu

Die NEOS legten in Salzburg leicht um 0,8 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent zu. Peter Pilz kam mit seiner Namensliste in Salzburg auf 3,3 Prozent. Klar gescheitert ist am Sonntag Ex-FPÖ-Landeschef Karl Schnell, der mit seiner FLÖ selbst in seinem Heimatbundesland auf gerade einmal 0,7 Prozent der Stimmen kam. Er konnte regional nur in seiner Heimatgemeinde Saalbach-Hinterglemm (9,6 Prozent) und dem benachbarten Viehhofen (3,8 Prozent) reüssieren - und bescherte dort auch der FPÖ das größte Minus auf kommunaler Ebene im Land.

ÖVP auch in der Landeshauptstadt stark

In der Landeshauptstadt legte die ÖVP deutlich zu und überholte mit 30,7 Prozent die SPÖ (26,7 Prozent). Die Freiheitlichen kamen auf 22,1 Prozent, die NEOS auf 6,5 Prozent, die Grünen auf 6,0 Prozent, die Liste Pilz auf 5,1 Prozent. Von den sonstigen Parteien schafften es nur die KPÖ mit 1,2 Prozent und Roland Düringers GILT mit 1,0 Prozent über die Ein-Prozent-Schwelle.

Bestes Ergebnis der Liste Kurz in Filzmoos

Ihr bestes Ergebnis konnte die ÖVP am Wahlsonntag mit 58,0 Prozent in Filzmoos (Pongau) erzielen, die FPÖ kam in der kleinen Lungauer Gemeinde Thomatal auf ihren Topwert (43,3 Prozent). In Großgmain, der Heimatgemeinde von FPÖ-Landeschefin Marlene Svazek, erhielten die Freiheitlichen 30,5 Prozent der Stimmen. Die SPÖ schnitt am stärksten in Schwarzach im Pongau (45,5 Prozent) ab, die NEOS in Koppl im Flachgau (8,4 Prozent). In der Heimat von Hotelier und NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn kamen die Pinken auf 5,9 Prozent. Die Grünen und die Liste Pilz hatten in der Landeshauptstadt am meisten Wählerzuspruch (6,0 bzw. mit 5,1 Prozent).

Am pflichtbewusstesten agierten die Wähler in Göming (Flachgau): Die vorläufige Wahlbeteiligung lag hier bei 84 Prozent. Im gesamten Bundesland betrug sie vor Auszählung der Wahlkarten-Stimmen 68,7 Prozent.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.07.2019 um 02:06 auf https://www.salzburg24.at/archiv/oevp-in-salzburg-mit-zweistelligen-zuwaechsen-gruenes-debakel-57113110

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