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ÖVP plakatiert Karas für EU-Wahl ohne Parteilogo

Einmal nur Spitzenkandidat, einmal nur Slogan Salzburg24
Einmal nur Spitzenkandidat, einmal nur Slogan

Die ÖVP hat am Donnerstag ihre Kampagne für die EU-Wahl am 25. Mai präsentiert. Die Partei fährt dabei auf zwei Schienen: Es gibt Plakate der ÖVP sowie jene des Spitzenkandidaten Othmar Karas, letztere aber ohne Parteilogo. Wahlziel sei es, wieder stärkste Kraft zu werden, sagte Generalsekretär Gernot Blümel bei der Enthüllung.

Antreten wird die Volkspartei als "ÖVP - Liste Othmar Karas". Der Wahlkampfauftakt begeht sie am 25. April in Linz, voraussichtlich im Design Center. Die erste Plakatwelle wird allerdings schon ab kommenden Samstag österreichweit affichiert, unmittelbar nach dem Beschluss der Kandidatenliste am Freitag im Bundesparteivorstand. Die zweite kommt nach Ostern zum Wahlkampfauftakt, die dritte kurz vor der Wahl, erläuterte Kampagnenleiter Andreas Würfl.

Die ersten Plakate zeigen Karas' Konterfei. "Weil ich Österreich liebe, arbeite ich für ein besseres Europa", lautet der Slogan, der mit dem Spruch "OK für Europa" unterlegt ist. Man wolle damit über die ÖVP hinaus Wähler ansprechen, erläuterte Blümel. Auf die parteiinterne Mobilisierung zielen dagegen die ÖVP-Plakate ab, die den Spruch "Ein besseres Europa. Für ein starkes Österreich." tragen und ohne Kandidatenfoto auskommen.

Wie viel die ÖVP für den EU-Wahlkampf ausgibt, wollte der Generalsekretär nicht verraten. Man werde jedenfalls die Wahlkampfkosten-Obergrenze - sie beträgt sieben Mio. Euro - einhalten, sagte er. Plakate mit dem europaweiten Spitzenkandidaten der EVP, Jean-Claude Juncker, wird es nicht geben, für 7. Mai ist aber ein gemeinsamer Auftritt mit Karas vorgesehen

Wäre die EU-Wahl am kommenden Sonntag, müsste die ÖVP mit einem herben Verlust im Vergleich zur letzten Wahl im Jahr 2009 rechnen. Das geht zumindest aus dem "ATV Österreich Trend" hervor, einer am Donnerstag veröffentlichten Meinungsumfrage unter 1.000 wahlberechtigten Österreichern, durchgeführt von Meinungsforscher Peter Hajek. Großer Gewinner wären die FPÖ und die erstmals antretenden NEOS.

Die Zahlen im Detail: SPÖ 25 Prozent (Europawahl 2009: 23,7), ÖVP 24 (30), FPÖ 22 (12,7), Grüne 10 (9,9), NEOS 12 (-), Hans-Peter Martin 3 (17,7), Andere 3 (6).

(Quelle: S24)

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