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Olympia: Keine Gelder von Salzburger Olympiabewerbung 2014 an Mayer

Die Mitglieder des Aufsichtsrates der Salzburger Olympia-Bewerbungsgesellschaft für die Winterspiele 2014 haben am Dienstag mitgeteilt, dass Zahlungen an den ehemaligen Langlauftrainer Walter Mayer niemals Gegenstand der Beratungen und Beschlussfassungen im Aufsichtsrat waren.

Die Tageszeitung Kurier hatte am Wochenende über einen Vertrag aus dem Vorjahr berichtet, aus dem hervorgeht, dass der Ex-ÖSV-Trainer, der in die olympischen Dopingskandale von Salt Lake City und Turin verwickelt war, vom Olympia-Lobbyisten Erwin Roth 290.000 Euro erhalten haben soll.

Die Aufsichtsratsmitglieder Reinhold Lopatka (Sport-Staatssekretär/ÖVP), Gabi Burgstaller (Landeshauptfrau Salzburg/SPÖ), Wilfried Haslauer (Landeshauptmann-Stellvertreter/ÖVP) und Heinz Schaden (Bürgermeister Salzburg/SPÖ) stellten klar, dass die kolportierte Summe nicht aus dem Bewerbungsbudget stamme. Der Kurier hatte unter anderem über mögliches “Schweigegeld” an Mayer berichtet. Roth dementierte dies und gab an, dass er dem laut eigenen Angaben aktuell hoch verschuldeten Mayer das Geld für sämtliche publizistische Verwertungsrechte an der filmreifen Geschichte bezahlt habe.

Der Kurier befand das Finanzgebaren der Salzburger Bewerbung in seiner Dienstag-Ausgabe als “aufklärungswürdig”. Die Gesamtkosten der gescheiterten Bewerbung hätten sich auf 10,38 Millionen Euro belaufen, 6,98 Millionen Euro davon seien unmittelbare Steuergelder gewesen. Etwaige Zahlungen an externe Berater und Lobbyisten seien aufzuklären.

(Quelle: S24)

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