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Olympiabewerbung 2014: Keine weiteren Fragen zugelassen

Der Prüfbericht zur Olympiabewerbung von Salzburg für 2014 wird nicht ausgeweitet. SPÖ, ÖVP und Liste Tazl stimmten im Kontrollausschuss gegen weitere Fragen zur Causa. Die Bürgerliste spricht von einem „Eklat“.

Thema im Kontrollausschuss der Stadt Salzburg am Donnerstag: Der Prüfbericht zur Olympiabewerbung 2014 (Salzburg24 berichtete). Eine Vertiefung dieses Themas hatte sich die Bürgerliste vorgenommen. Sie beantragte eine Ergänzung des Prüfberichts, um die finanziellen Transaktionen noch genauer unter die Lupe nehmen zu können. SPÖ- wie ÖVP-Vertreter und Doris Tazl lehnten das ab. Die Bürgerliste spricht deshalb von einem „Eklat“. Denn die Möglichkeit, im Kontrollausschuss einzelne Fragen zuzulassen und dann eine Ergänzung des Prüfberichts in Auftrag zu geben, sei langjährige Praxis, argumentieren die Grünen in der Stadt. „Die Haltung von SPÖ, ÖVP und Liste Tazl ist schlichtweg skandalös“, meint BL-Gemeinderätin Ingeborg Haller, die auch stellvertretende Kontrollausschussvorsitzende ist. SPÖ, ÖVP und Liste Tazl hätten massives Interesse daran, dass es nicht wieder zu einer für die Olympiawerber wohl äußerst peinlichen Debatte über die Verwendung von knapp sieben Millionen Euro Steuergeldern kommt, wie das schon bei der Bewerbung für 2010 der Fall war, vermutet die Bürgerliste. „Ich bin über diese Unverschämtheit und Ignoranz schlichtweg fassungslos“ sagt Klubobmann Helmut Hüttinger. „Das werden wir uns sicher nicht bieten lassen!“ Die Bürgerliste hat angekündigt, diesen Prüfauftrag am kommenden Mittwoch im Gemeinderat einbringen.

Mit Unverständnis reagiert SP-Gemeinderat Bernd Scheichl auf den Ärger der Bürgerliste. Die Anschuldigungen seien “schlichtweg absurd und für die SPÖ nicht nachvollziehbar“, so Scheichl. Der Prüfbericht stelle der Arbeit der Salzburger Winterspiele 2014 GmbH ein positives zeugnis aus. Der Kostenanteil der öffentlichen Hand sei im Vergleich zur Bewerbung für 2010 von 80 auf 64 Prozent gesunken. Dass sich private Sponsoren vorbehalten hätten, die Verwendung der von ihnen zugesagten Mittel nicht öffentlich zu diskutieren ist für Scheichl “legitim und zu akzeptieren”.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 27.06.2019 um 12:12 auf https://www.salzburg24.at/archiv/olympiabewerbung-2014-keine-weiteren-fragen-zugelassen-59603977

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