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Opferzahl nach Blutbad in China steigt auf 34

Blutbad in Millionenstadt Kunming Salzburg24
Blutbad in Millionenstadt Kunming

Die Zahl der Toten durch das Blutbad auf dem Bahnhof der südchinesischen Metropole Kunming ist auf 34 gestiegen. Nach amtlichen Angaben wurden rund 130 Menschen verletzt. Die Behörden sprachen von einem "Terroranschlag" und machen uigurische Separatisten für das Gemetzel verantwortlich. Eine Gruppe von schwarz gekleideten Angreifern hat demnach mit langen Messern auf Reisende eingestochen.

Die chinesische Regierung sprach von einem Terrorakt und machte Separatisten aus der westlichen Unruheprovinz Xinjiang für das Attentat verantwortlich. Am späten Samstagabend seien die Angreifer wahllos auf Reisende und Passanten im Bahnhof losgegangen. Die Angreifer würden zur Rechenschaft gezogen, erklärte Sicherheitschef Meng Jianzhu der Agentur Xinhua zufolge. "Dieser brutale Angriff von gewalttätigen Terroristen auf wehrlose und unschuldige Menschen zeigt ihr unmenschliches und asoziales Wesen", sagte Meng.

Die Regierung in Peking hat in der Vergangenheit oft Islamisten aus der westlichen Unruheprovinz Xinjiang für solche Anschläge verantwortlich gemacht. Kunming, die Hauptstadt der Provinz Yunnan, liegt allerdings Hunderte von Kilometer von Xinjiang entfernt und steht in keinem Zusammenhang mit den Unruhen dort, bei denen im vergangenen Jahr mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen sind. Xinjiang ist die Heimat muslimischer Uiguren, die sich immer wieder gegen Diskriminierung zur Wehr setzen.

Augenzeugen zufolge stürzten die hauptsächlich schwarz gekleideten Angreifer am Samstagabend in den Bahnhof und griffen wahllos Menschen an. "Ich sah einen mit einem langen Messer direkt auf mich zukommen und bin mit allen anderen weggelaufen", sagte Yang Haifei, der zu dem Zeitpunkt eine Fahrkarte kaufen wollte. Viele suchten Schutz in Supermärkten und Geschäften. In Internet-Foren waren Bilder von blutverschmierten Leichen zu sehen, die auf dem Boden des Bahnhofs lagen. Mindestens 29 Menschen wurden getötet. Vier der Angreifer seien von Polizisten erschossen und einer verhaftet worden, berichtete Xinhua. Etwa fünf weitere seien auf der Flucht. "Sie werden hohe Strafen zu erwarten haben", sagte Präsident Xi Jinping. Es werde alles getan, um den Vorfall aufzuklären.

Für die chinesische Regierung ereignete sich der Angriff zu einer empfindlichen Zeit. Am Mittwoch kommt in Peking der Nationale Volkskongress zu seiner jährlichen Sitzung zusammen. Dieser wird üblicherweise von erhöhten Sicherheitsvorkehrungen begleitet.

(Quelle: S24)

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