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Pakistanischer Soldat wegen Treffen mit junger Frau gesteinigt

In den Stammesgebieten im Nordwesten Pakistans ist ein Soldat zu Tode gesteinigt worden, weil er eine "unerlaubte Beziehung" zu einer jungen Frau gehabt haben soll.

40 bis 50 Menschen hätten am Dienstag Steine auf den Mann geworfen, bis er tot war, sagte ein Stammesvertreter am Mittwoch. Sie hätten damit eine Entscheidung des Stammesrats in dem Ort Parachinar nahe der afghanischen Grenze ausgeführt. Vertreter der Sicherheitskräfte und der Regierung in der Region bestätigten die Angaben.

Paar auf Friedhof entdeckt

Der Soldat soll zwei Jahre lang in Parachinar stationiert gewesen sein, bevor er in die Region Kaschmir versetzt wurde. Kürzlich kehrte der etwa 25 Jahre alte Mann den Angaben zufolge nach Parachinar zurück, um sich mit der jungen Frau zu treffen. Das Paar wurde am Sonntag auf einem Friedhof entdeckt.

Schicksal der Frau ungewiss

Der Soldat habe gestanden, sich mindestens drei Mal heimlich mit der 18-Jährigen getroffen zu haben, sagte der Stammesvertreter. Die Steinigung wurde demnach auf dem gleichen Friedhof ausgeführt, auf dem das Paar gesehen worden war. Der tote Soldat sei später in ein Krankenhaus gebracht worden. Ein Vertreter der Klinik sagte, die Leiche sei in einem "schrecklichen Zustand" gewesen. Das Schicksal der jungen Frau war zunächst ungewiss. Es gebe Gerüchte, dass sie ebenfalls gesteinigt worden sei, sagte der Stammesvertreter.

Steinigungen äußerst selten

Beziehungen zwischen Männern und Frauen ohne Zustimmung der Familien gelten in weiten Teilen Pakistans als unmoralisch. Jedes Jahr werden hunderte Menschen mit der Begründung getötet, dass die Familienehre verteidigt werden müsse. Steinigungen sind jedoch äußerst selten. (APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 19.06.2019 um 11:43 auf https://www.salzburg24.at/archiv/pakistanischer-soldat-wegen-treffen-mit-junger-frau-gesteinigt-42678274

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