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Palfinger setzt auf Wachstum außerhalb Europas

Palfinger setzt auf Wachstum außerhalb Europas. Im Bild von links: Vorstandsvorsitzender Herbert Ortner und Finanzvorstand Christoph Kaml. APA/HERBERT NEUBAUER
Palfinger setzt auf Wachstum außerhalb Europas. Im Bild von links: Vorstandsvorsitzender Herbert Ortner und Finanzvorstand Christoph Kaml.

Der börsenotierte Salzburger Kranhersteller Palfinger setzt auf Wachstum außerhalb Europas und sieht sich damit in der Eurokrise gut aufgestellt. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2012 um 12,3 Prozent auf einen Rekordwert von 465,1 Mio. Euro.

32 Prozent des gesamten Umsatzes kamen aus dem Geschäft außerhalb Europas, im ersten Halbjahr 2011 waren es erst 23 Prozent. Diese Tendenz werde sich in den nächsten Quartalen fortsetzen, sagte Palfinger-Vorstandschef Herbert Ortner am Donnerstag bei der Halbjahres-Pressekonferenz. Für das Gesamtjahr 2012 wird unverändert ein leichtes Umsatzwachstum erwartet.

Palfinger: Geschäftsbericht positiv

Das operative Ergebnis (Ebit) stieg im ersten Halbjahr um 3,3 Prozent auf 37,2 Mio. Euro. Außerhalb Europas, im Segment Area Units, wurde im ersten Halbjahr ein positives Ebit von 3,0 Mio. Euro erzielt, nach minus 4,3 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2011. Das Konzernergebnis stieg auf 23,9 (22,6) Mio. Euro. Der Umsatz im Segment Area Units stieg um 55 Prozent auf rund 149 Mio. Euro, im Segment European Units gab es einen leichten Rückgang auf 316 (318,2) Mio. Euro, geht aus dem Geschäftsbericht hervor.

Fokus bleibt auf Europa

Die Internationalisierung bleibe Fokus der Palfinger-Gruppe, betonte Ortner. Aktuell werden in der EU 61 Prozent des Umsatzes der Palfinger-Gruppe erzielt, in der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika, Australien und Neuseeland) sind es 68 Prozent. Vor einigen Jahren sei der Umsatz noch fast zur Gänze aus Europa gekommen. Das Bild in Europa sei nun nicht viel anders als vor einem Jahr. Es gebe in Europa Märkte, die sich von der Krise nie erholt hätten, wie beispielsweise Spanien, wo Palfinger im Jahr 2008 noch rund ein Viertel seines Umsatzes machte. Dann sei Spanien zusammengebrochen, jetzt kommen nur mehr rund 0,9 Prozent des Umsatzes aus Spanien.

Die Gefahr, dass es zu einer Situation wie im Jahr 2008 komme, sieht Ortner daher nicht. Die Märkte in Deutschland, Frankreich, den Benelux-Staaten und Skandinavien seien auf einem guten Niveau. Das Risikopotenzial bei einer weiteren Verschärfung der Situation liege bei minus 10 bis minus 15 Prozent. Ortner zeigte sich zuversichtlich, dass die Stagnation in Europa durch die anderen Märkte zumindest kompensiert werden kann. Mittel- bis langfristig sollen je ein Umsatzdrittel aus Amerika, aus der Region EMEA und aus Asien kommen.

Wichtigster Einzelmarkt für Palfinger: China

Wichtigster Einzelmarkt soll innerhalb von fünf Jahren China werden, wo Ende Februar ein Joint Venture mit der chinesischen Sany Heavy Industry fixiert wurde. Die Geschäftslizenz erwartet Ortner bis Jahresende. Beide Joint Ventures seien im Zeitplan. Investiert werden in China insgesamt 100 Mio. Euro. Angestrebt wird ein Marktanteil von 30 Prozent.

Gute Wachstumschancen sieht Palfinger angesichts der guten Auftragslage auch in Nord- und Südamerika sowie in Russland. Zukäufe hat Ortner in Südamerika sowie im Bereich Marine auch in Europa im Visier. (APA)

(Quelle: S24)

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