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Papst spendete 6.500 Armen Almosen in Höhe von einer Million Euro

Im vergangenen Jahr hat der Papst 6.500 Armen Almosen in Höhe von insgesamt einer Million Euro verteilt. Dies berichtete der päpstlichen Almosenmeister, Erzbischof Konrad Krajewski, nach Angaben italienischer Medien.

"Wenn ich dem Papst sage, heute Abend gehe ich den Armen helfen, besteht immer Gefahr, dass er mit mir mitgeht", sagte Krajewski laut der Tageszeitung "Corriere della Sera" am Freitag. Auf die Frage von Journalisten, ob Franziskus den Vatikan verlassen habe, um ihn bei seinen nächtlichen Rundgängen zur Hilfe der Obdachlosen in der Ewigen Stadt zu begleiten, antwortete Krajewski mit einem Lächeln. Dies nährte in der italienischen Presse Spekulationen, dass Jorge Mario Bergoglio inkognito abends den Vatikan verlasse, um Armen Hilfe zu leisten.

"Du musst die Armen aufsuchen"

Dies wurde jedoch von Krajewski entschieden dementiert. "Natürlich würde der Heilige Vater gern außerhalb des Vatikans den Gläubigen die Beichte abnehmen, doch es ist nicht möglich und es ist auch niemals geschehen", berichtete der Pole laut "Corriere della Sera". Der Papst unterstütze ihn, seine Mission unter den Obdachlosen fortzusetzen. "Der Papst hat zu mir gesagt: ?Der Schreibtisch ist nichts für Dich. Warte nicht, dass die Leute bei Dir anklopfen, Du muss die Armen aufsuchen ?", berichtete der Erzbischof.

"Das Bankkonto ist gut, wenn es leer ist"

Der 50-jährige Krajewski, ehemaliger Päpstlichen Zeremoniar, ist seit August Almosenier des Papstes und damit für die Hilfen des Heiligen Vaters für Bedürftige zuständig. Finanziert werden die Almosen mit Spenden und mit einem Beitrag von 250.000 Euro pro Jahr, der vom Verkauf von Pergament mit dem apostolischen Segen für Taufen und Hochzeiten stammt. "Das ganze Geld wird für die Armen ausgegeben. Der Papst sagt mir: ?Das Bankkonto ist gut, wenn es leer ist, so kann man es wieder auffüllen. Du sollst das Geld nicht investieren, sondern alles für die Armen ausgeben", berichtete der Erzbischof.

Almosenier nach Lampedusa entsendet

Der Papst überreiche seinem Almosenier täglich einen Brief mit Bitten. "Du weißt, was Du tun sollst, sagt der Papst zu mir. Er meint, man müsse das Geld mit Intelligenz ausgeben", erzählte der Pole. Der Papst hatte ihn anlässlich der Flüchtlingstragödie vor Lampedusa mit über 360 Todesopfern Anfang Oktober auf die Mittelmeerinsel entsendet. Der Almosenier verfolgte von einem Boot der Küstenwache aus das Geschehen und brachte den Überlebenden Hilfe.

(APA)

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