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Politisch motivierte Angriffe in Nord-Mitrovica

In der mehrheitlich von Serben bewohnten nordkosovarischen Stadt Nord-Mitrovica sind am Sonntagnachmittag bzw. in der Nacht auf Montag zwei wahrscheinlich politisch motivierte Anschläge verübt worden. Zunächst wurde in einer der Hauptstraßen der Stadt das Auto des früheren Bürgermeisters von Gracanica, Bojan Stojanovic, beschossen.

Gracanica ist eine nahezu nur von Serben bewohnte Gemeinde nahe der Hauptstadt Prishtina (serbisch: Pristina). Im Augenblick des Angriffes war der Wagen vor einem Haus geparkt, in welchem die Familie von Stojanovic bei Verwandten auf Besuch war.

Wenige Stunden später wurde ein Wagen des Verwaltungsbüros, das die kosovarische Regierung in Nord-Mitrovica unterhält, in Brand gesetzt und zerstört. Das Büro hatte den Wagen kürzlich den Ende des Vorjahres gewählten, neuen Lokalbehörden von Nord-Mitrovica zur Verfügung gestellt.

Gegner einer vollen Eingliederung des Nordkosovo in den kosovarischen Staat wollten im November die Lokalwahlen gewaltsam verhindern. Die Stimmabgabe in Nord-Mitrovica musste deswegen wiederholt werden. Die Abstimmung wurde von Gegnern der Vereinbarung zwischen Belgrad und Prishtina, eine Gemeinschaft der serbischen Gemeinden im Kosovo zu bilden, um so den Serben eine Art Autonomie im Kosovo zu schaffen, boykottiert.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 08.03.2021 um 03:53 auf https://www.salzburg24.at/archiv/politisch-motivierte-angriffe-in-nord-mitrovica-45055999

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