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Polizei bildet Arbeitsgruppe zu Neffen-Betrugs-Delikten

Salzburg – Die Sicherheitsdirektion Salzburg hat am Donnerstag wegen der steigenden Zahl an “Neffen-Betrügereien” den Auftrag erteilt, eine Arbeits­gruppe zur Bekämpfung der so genannten Neffen-Betrugs-Delikte zu bilden.

Das teilte Hermann Rechberger von der Sicherheits- und Kriminalpolizeilichen Abteilung mit.

Spezialisten des Landeskriminalamtes Salzburg und des Stadtpolizeikommandos Salzburg werden künftig in kooperativer Fallbearbeitung an der Aufklärung der Delikte arbeiten. Da diese Deliktsform aber nicht mit der Aufklärungsarbeit der Polizei allein bekämpft werden könne, solle auch die präventive Tätigkeit der Exekutive verstärkt werden, so Rechberger. Unter anderem wollen Präventionssachbearbeiter der Polizei verstärkt mit Pensionistenvereinen und -verbänden zusammenarbeiten, da sich die Täter vor allem ältere Personen als potentielle Opfer suchen.

Vorgangsweise der Täter

Die Täter geben sich meist als naher Verwandter (Enkel, Neffe) aus und behaupten, dass Sie in einer Notlage sind (Autounfall, Probleme im Ausland usw.), weshalb sie dringend kurzfristig Geld benötigen würden. In der Folge behauptet der Betrüger, dass er nicht persönlich kommen könne, sondern eine Vertrauensperson zum Geldabholen schicken werde. Trotz aller öffentlichen Aufmerksamkeit auf diese Deliktsform gibt es nach wie vor viele Personen, die auf die Tricks der Täter hereinfallen (“Mitleidseffekt”).

Rechberger warnt einringlich davor, auf Grund derartiger Anrufe Geld bei der Bank zu beheben. Die Angerufenen sollen Angehörige oder Vertrauenspersonen verständigen und das Gespräch sofort abbrechen. Opfer sollen die Polizei verständigen, so Rechberger für die Sicherheitsdirektion.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 13.05.2021 um 12:11 auf https://www.salzburg24.at/archiv/polizei-bildet-arbeitsgruppe-zu-neffen-betrugs-delikten-59608984

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