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Pongauer Perchten ziehen heuer erstmals in die Stadt Salzburg

Pongau/Salzburg-Stadt – Heuer sollen erstmals die Pongauer Schön- und Schiachperchten in der ersten Rauhnacht am 21. Dezember in die Stadt Salzburg kommen.

“Die Perchtengruppe möchte damit den Menschen dieses wertvolle kulturelle Erbe auch außerhalb des Pongaus näher bringen”, meinte Wolfgang Haider, Obmann des Salzburger Christkindelmarktes.

Den Pongauer Perchten ist Haider sehr dankbar, dass sie sich nach langer interner Diskussion dazu entschlossen haben, den Schritt aus der Region in die Landeshauptstadt zu machen. “Die Gruppe möchte damit ein Zeichen für lebendiges Brauchtum setzen.” Beim Perchtenlauf in der Raunacht vertreiben die Schiachperchten mit ihrem Aussehen und lauten Glocken- und Schellenklängen alles Böse. Sie verleihen den Menschen Kraft und Fruchtbarkeit. Die Schönperchten bringen mit ihrem prächtigen Kopfschmuck wieder Licht ins Land und erwecken Wiesen und Äcker zu neuem Leben. Mit dem alten Spruch “An Fried, an Reim und an Gsund” wünschen die Perchten ein gutes und ertragreiches Jahr.

Der Pongauer Perchtenbrauch geht auf das 15. Jahrhundert zurück. Das Wort “Percht” ist germanischen Ursprunges und bedeutet so viel wie glänzend, prächtig, herrlich. Man glaubte auch, in der Percht eine germanische Göttin, und zwar die Gattin Wotans, zu erkennen. Sie wurde als Mutter altgermanischer Götter und als Göttin der Fruchtbarkeit angesehen. Die Percht tritt nur in der Zeit der Rauhnächte, also vom 21. Dezember bis 6. Jänner, auf.

Im Pongau findet der große “Pongauer Perchtenlauf” immer um die Jahreswende abwechselnd in St. Johann, Bischofshofen, Gastein und in Altenmarkt statt. Die vielen Masken symbolisieren dabei das Gute und das Böse. Die vielen Begleitgestalten, wie Unholde, Hexen und Teufel ergänzen den Perchtenzug, der von rund 300 Mitwirkenden veranstaltet wird.

Gemeinsam mit Frau Percht, der Habergaiß, Spiegelperchten und der Holzmusik der Bürgerkapelle St. Johann werden die Perchten am Sonntag um 17.30 Uhr den Oberhäuptern von Stadt, Land und Kirche, darunter Bürgermeister Heinz Schaden (S), LHStv. Wilfried Haslauer (V), LHStv. David Prenner (S) und Generalvikar Hansjörg Hofer ihre Reverenz erweisen.

(Quelle: S24)

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