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"Pony-Mutter" der Wiener Gardemusik verstorben

Die Garde trauert: Rosa Zatschkowitsch, die sich seit Ende der 70er Jahre um die kleinen Pferde in Diensten des Bundesheeres kümmerte, ist im Alter von 92 Jahren gestorben.

Die Wienerin, die einmal Jockey werden wollte und später als Journalistin und Fotografin arbeitete, hat jahrzehntelang die Ponys der Garde-Musik in der Maria Theresien-Kaserne betreut und "Otto", "Blitz", "Donner", "Max" & Co. sogar zur "Sommerfrische" nach Hochfilzen in Tirol begleitet. Im Stall war sie immer der Chef - auch über die Grundwehrdiener und den Unteroffizier, die sich um die kleinen Pferde kümmern, von denen jeweils zwei "aktiv" sind. Das Regiment der kleinen Frau war streng. "Die Hufe müssen immer schön geputzt sein, da bin ich dahinter wie der Teufel", stellte sie klar, und: "Das Pferd muss so im Schritt wie der Soldat gehen." Bei den Garde-Weihnachtsfeiern pflegte sie sich mit folgenden Worten an das Staatsoberhaupt zu wenden: "Herr Bundespräsident, ich melde: Beide Ponys sind wohlauf."

Auszeichnungen für Rosa Zatschkowitsch

2004 zeichnete der damalige Präsident Thomas Klestil die "Pony-Mutter" mit der Goldenen Medaille für Verdienste um die Republik Österreich aus. Der österreichische Blasmusikverband verlieh ihr die Verdienstmedaille in Bronze. Ein Angebot des US-Botschafters, in die Vereinigten Staaten zu kommen und ein Musikpony abzurichten, lehnte Rosa Zatschkowitsch mit der Begründung ab: "Ich bleib' bei meinen Garde-Ponys in Wien. Die brauchen mich doch." Die Verabschiedung der "Ponymutter" findet nach Angaben des Militärkommandos Wien am Mittwoch in der Feuerhalle Simmering statt. (APA)
(Quelle: S24)

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