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Präsidentschafts-Stichwahl in der Slowakei

Die beiden Rivalen, die sich in der Stichwahl der slowakischen Präsidentschaftwahlen am Samstag gegenüberstehen, haben bereits gewählt. Zu den eigenen Chancen wollte sich aber weder der amtierende sozialdemokratische Premier Robert Fico noch der Millionär und Philanthrop Andrej Kiska äußern. Der Ausgang der Wahl blieb bis zu letzt völlig offen, es wird ein sehr knappes Ergebnis erwartet.

Die Versuche der beiden Kandidaten ihre Anhänger zu mobilisieren, dürften zumindest teilweise gelungen sein. Trotz des extrem schönen Frühlingswetters scheint es bei den Bürgern selbst mehr Interesse als im ersten Durchgang vor zwei Wochen zu geben, vermeldeten Medien vor Ort. Mehr Wähler in den Wahllokalen erwartet auch Ministerpräsident Fico, der selbst am frühen Nachmittag in Velke Dvorany im Bezirk Topolcany abgestimmt hatte. Ein Ergebnis wage er aber nicht abzuschätzen, fügte er hinzu. "Wir müssen die Entscheidung der Menschen respektieren, mehr kann ich dazu im Moment nicht sagen," erklärte er der Nachrichtenagentur TASR.

Laut Beobachtern war in der ersten Runde vor allem ein Großteil der Fico-Anhänger den Urnen ferngeblieben, die Gesamtbeteiligung vor zwei Wochen erreichte mit nur 43,4 Prozent einen historischen Tiefststand. Wortkarg zeigte sich auch der Geschäftsmann Andrej Kiska, der bereits am Vormittag im ostslowakischen Poprad am Fuße der Hohen Tatra abgestimmt hatte. Alles liege jetzt in den Händen der Menschen, erklärte der Millionär: "Zwei Jahre lang habe ich gemacht, was ging, jetzt liegt es nur noch am Wähler." Beide Rivalen werden die Wahlergebnisse in Bratislava erwarten, Fico in der Zentrale seiner Partei Smer (Richtung), Kiska in einem Hotel am Donauufer. Wo schließlich eine Wahlparty stattfindet, bleibt bis zum letzten Moment ungewiss.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 06.03.2021 um 10:05 auf https://www.salzburg24.at/archiv/praesidentschafts-stichwahl-in-der-slowakei-45024382

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